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Goldriesling wird 2018 125 Jahre alt

Wein Goldriesling wird 2018 125 Jahre alt

Der Goldriesling wird im Jahr 2018 genau 125 Jahre alt. Darauf hat das Staatsweingut Schloss Wackerbarth verwiesen. Die Rebsorte wird in Deutschland inzwischen fast nur noch in Sachsen gewerblich kultiviert. Aus den Trauben vergären die Winzer einen leichten Zechwein, der innerhalb eines Jahres nach Abfüllung getrunken sein sollte.

Goldriesling-Trauben findet man in Deutschland fast nur noch in sächsischen Weinbergen.

Quelle: Lars Müller

Radebeul. Der Goldriesling wird im Jahr 2018 genau 125 Jahre alt. Darauf hat das Staatsweingut Schloss Wackerbarth verwiesen. Die Rebsorte wird in Deutschland inzwischen fast nur noch in Sachsen gewerblich kultiviert. Aus den Trauben vergären die Winzer einen leichten Zechwein, der innerhalb eines Jahres nach Abfüllung getrunken sein sollte.

Die Rebsorte hat ihren Ursprung im Elsass, wo 1893 Christian Oberlin aus Colmar die Sorten Riesling und Früher Malingre kreuzte. Eine DNA-Analyse hatte anfängliche Angaben des Züchters zum Kreuzungspaar erst vor zehn Jahren korrigiert.

Der Goldriesling zeichnet sich durch späten Austrieb und frühe Ernte aus. Damit sind die Reben sicher bei Spätfrost. Zudem sind die Trauben schon geerntet, wenn feuchtes Herbstwetter anderen Rebsorten mit Fäulnis zusetzt. Allerdings kann bei regnerischen August-Tagen der Goldriesling wegen seiner kompakten Trauben und dünnen Beerenhäute auch anfällig für den Fäulnis auslösenden Botrytis-Pilz sein, wenn die Beeren aufquellen und die Beerenhäute aufplatzen. Dann ist oft Anfang September eine schnelle Lese gefragt.

Im Jahr 1913 kam der Goldriesling nach Sachsen, am Güterbahnhof Coswig sollen 115 Edelreiser in einem Paket die Vorhut des sächsischen Goldrieslings gebildet haben. Inzwischen betreibt das Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie eine Erhaltungszucht in Pillnitz, wo die besten Klone der sächsischen Goldriesling-Stöcke selektiert und die Rebsorte für den Klimawandel fit gemacht werden soll.

Viele Weingüter der Region haben Goldriesling im Angebot. Weinkenner kritisieren jedoch die teilweise hohen Preise jenseits von zehn Euro für eine Flasche des einfachen Zechweins, der von manchen Weingütern mit Vollerntern eingeholt wird. Gelegentlich wird Goldriesling wegen seiner Leichtigkeit auch augenzwinkernd als Frühstückswein bezeichnet. Er gilt als eine Besonderheit des Anbaugebiets, steht auf mehr als 25 Hektar – Tendenz leicht steigend. Sächsische Winzer mit Anspruch versuchen aber mit hochwertigen Rebsorten wie verschiedenen Burgundern, Traminer oder Riesling überregional für Aufmerksamkeit bei Weinkennern zu sorgen.

Goldriesling läuft bei ihnen eher nebenher im Sortiment. Viele Gäste aus der Region erwarten diesen einfachen Wein bei ihren sächsischen Weingütern.

Von Lars Müller

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