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Glaswerkstätten Frank Ahne vergrößern Produktionsbereich in Pirna

Auf der Erfolgsspur Glaswerkstätten Frank Ahne vergrößern Produktionsbereich in Pirna

Glasermeister René Herbst erweitert seinen Firmensitz in Pirna. Für 850000 Euro bekommen seine Glaswerkstätten Frank Ahne einen größeren Produktionsbereich. Weil sich die Qualität, die er mit seinem Mitarbeiterteam liefert, immer weiter herumspricht, muss er anbauen.

Um beispielsweise die Oberfläche einer Duschwand gegen Kalkablagerungen zu beschichten, benötigt Glasermeister René Herbst (großes Bild) mehr Platz für die Produktion.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Seit sieben Jahren haben die Glaswerkstätten Frank Ahne an der Hugo-Küttner-Straße im Pirnaer Industrie- und Gewerbepark „An der Elbe“ ihren Sitz. Und für die Firmeninhaber René und Carola Herbst ist es nicht das vermeintlich verflixte an dem Standort, sondern sie schlagen in 2017 ein weiteres Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte auf. Eine Richtkrone zeigt es weit sichtbar. Die Glaserei wächst. „Wir bauen eine Produktionshalle an“, berichtet Carola Herbst. Mit dem Anbau von 520 Quadratmetern kommt es fast zu einer Verdoppelung der Produktionsfläche.

Ein Gang durch den jetzigen Produktionsbereich macht deutlich, dass die im Jahr 2001 von Frank Ahne und René Herbst gegründete Glaswerkstätten GmbH mehr Platz zur Verarbeitung von Glasscheiben bedarf. Es ist zu eng geworden, um die im Schnitt 200 Einzelaufträge pro Monat abzuarbeiten. „Sie werden im Büro vorbereitet, im Werk gefertigt und kommissioniert und zum Kunden geliefert und auf Wunsch vor Ort montiert“, sagt Frau Herbst. Die Kundschaft reicht vom Generalunternehmer, über Architekten und Handwerksbetrieben bis hin zum Häuslebauer.

Ehefrau Carola Herbst zeigt auf die neue Produktionshalle, auf der bereits die Richtkrone hängt

Ehefrau Carola Herbst zeigt auf die neue Produktionshalle, auf der bereits die Richtkrone hängt.

Quelle: Silvio Kuhnert

Die Palette ist breit, wo die Glasprodukte aus Pirna für den rechten Durchblick sorgen oder Glanz- und Spiegeleffekte setzen. Es fängt im Innenausbau bei Duschkabinen und lackierten Glaswänden an Garderoben und in Küchen an, geht über Bürotrennwänden und Innentüren weiter und hört bei aufwendigen Glasfassaden und Glasdachkonstruktionen nicht auf. Zu den besonderen Referenzprojekten wie die Glasüberdachung an der Straßenbahnhaltestelle am Postplatz in Dresden oder das Glasdach am Reichspräsidentenpalais in Berlin sind in den vergangenen Jahren Spiegelwände im Louis-Vuitton-Geschäft in London, die Sitzlounge im Wellnessbereich des Mandarin Oriental Hotel in Paris und der verglaste Eingangsbereich zum Yoo Berlin, einem luxuriösen Wohnobjekt gestaltet von dem bekannten Designer Philippe Starck, hinzugekommen. Derzeit bauen die Glas-Ahne-Monteure Glastrennwände in die VIP-Logen der neuen Handballarena in Kiel ein.

Auch wenn der ein oder andere Auftrag aus Russland, England, Frankreich oder Österreich kommt, den Großteil der Kundenwünsche erfüllen René Herbst und sein Team im Umkreis von 100 Kilometern. „Zuverlässigkeit und Termintreue“, sind laut dem Glasermeister zwei wesentliche Faktoren, warum der Kundenkreis seit vielen Jahren durch Mundpropaganda wächst. Er lenkt als Gesellschafter und Geschäftsführer allein die Geschicke der Glaserei, seit sein Geschäftspartner Frank Ahne ein halbes Jahr nach Firmengründung nach schwerer Krankheit verstorben war.

Als Einzelkämpfer fing Herbst damals in Porschdorf an, 2004 erfolgte der Umzug an die Karl-Büttner-Straße in Pirna-Copitz und 2010 in das Gewerbegebiet an der B 172. Zählte seine Glaswerkstatt vor sieben Jahren sechs Mitarbeiter, ist die Belegschaft seither auf 15 Beschäftigte und einen Auszubildenden im zweiten Lehrjahr gestiegen. Und Bewerbungen von Monteuren, die sich zutrauen mit Glas zu hantieren, sowie von Schulabgängern, die eine Ausbildung zum Glaser machen wollen, sind gern gesehen.

Am 1. Juni begannen die Arbeiten für den Erweiterungsbau, im Laufe des Oktobers ist bereits die Fertigstellung des rund 850000 Euro teuren Anbaus geplant.

Von Silvio Kuhnert

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