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Umland Glashütter Manufakturen präsentieren sich auf der Baselworld
Region Umland Glashütter Manufakturen präsentieren sich auf der Baselworld
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08:38 26.03.2018
Das Äußere der 1960er Jahre im prägnanten Grün: das neue Sixtees-Modell von Glashütte Original. Quelle: PR
Basel/Glashütte/Dresden

Ab Donnerstag werden die Weichen für das Geschäftsjahr 2018 in der Glashütter Uhrenindustrie gestellt: In Basel öffnet mit der „Baselworld“ die weltweit wichtigste Fachmesse für Uhren und Schmuck ihre Pforten. Alle Manufakturen aus Glashütte präsentieren in der Schweiz ihre Neuigkeiten – von einer Ausnahme abgesehen: Die renommierte Manufaktur A. Lange & Söhne ist schon im Januar auf dem Salon International de la Haute Horlogerie in Genf vertreten, auf dem die 16 wichtigsten Luxusmarken zu den Ausstellern zählen.

Die diesjährige Baselworld ist eine besondere: Nach Jahren des Wachstums hat sich die Zahl der Aussteller von 1300 im vergangenen Jahr auf 700 nahezu halbiert, die Ausstellungsfläche wurde um ein Drittel reduziert. Statt wie bisher üblich acht Tage dauert die Messe nur noch sechs Tage, was besonders bei Hoteliers und Gastronomen der Schweizer Metropole beklagt wird.

Nick Hayek, Chef des weltweit größten Uhrenherstellers Swatch Group, begrüßte indes die Verkleinerung der Messe gegenüber einem Schweizer Onlineportal. Der Wegfall von Modemarken wie etwa Dior sei kein Verlust für die Baselworld, die zu ihren Wurzeln als Uhrenmesse zurückkehre, befand der Konzernchef.

Zur Swatch Group zählt auch die Manufaktur Glashütte Original, die den Weg nach Basel mit acht neuen Modellen angetreten hat. Geschäftsführer Thomas Meier befindet sich im Reisestress – vor wenigen Tagen hatte er noch die neue Boutique von Glashütte Original in der Harbour City von Honkong eingeweiht, jetzt stellt er auf der Baselworld die neuesten Kreationen aus der Manufaktur an der Altenberger Straße vor.

Dabei knüpft Glashütte Original mit den neuen Modellen der Serie „Sixties“ und „Sixties Panoramadatum“ an die Tradition der legendären „Spezimatic“ aus den 1960er Jahren an. Die „Spezimatic“ aus Glashütte verkörperte mit ihren eigenwilligen arabischen Ziffern den Geist der „Swinging Sixties“, den die Manufaktur jetzt wieder aufleben lässt: mit einem grünen Retro-Zifferblatt.

Schon einige „Spezimatic“.-Modelle wurden nach ihrer Lancierung im Jahr 1964 mit Zifferblättern auf der Pforzheimer Zifferblattmanufaktur versehen. 2006 übernahm die Swatch Group den Zifferblatthersteller und integrierte ihn in die Manufaktur Glashütte Original. Diese Einbindung trägt Früchte und macht es möglich, zeitgemäße Zifferblattdesigns nach höchsten Qualitätsansprüchen umzusetzen.

In den neuen „Sixties“-Modellen verrichten automatische Manufakturkaliber ihren Dienst, die alle Feinheiten der Glashütter Uhrmacherkunst bieten. Beide Zeitmesser sind nur für einen begrenzten Zeitraum von einem Jahr erhältlich, teilte die Manufaktur mit. Die weiteren Neuheiten, die auf der Baselworld vorgestellt werden, gehören zu der bewährten „Senator“-Serie.

Aber nicht nur Glashütter Marken wie Nomos, Moritz Grossmann, Tutima oder Nautische Instrumente Mühle sind auf der Baselworld vertreten, sondern auch die Dresdner Manufaktur Lang & Heyne. Für das Modell „Anton“ hat der geniale Konstrukteur Marco Lang ein sogenanntes fliegendes Tourbillon entwickelt, eine uhrmacherische Meisterleistung, die bei Kennern auf großes Interesse stoßen wird. Zumal die nach dem sächsischen Fürsten Anton benannte Uhr über ein Karreegehäuse verfügt. Wie das 2017 auf der Baselworld vorgestellte Modell Georg, dass sich einer hohen Nachfrage erfreut.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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