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Umland Gemeindehaus Lutherkirche: Einweihung nicht vor Frühjahr 2018
Region Umland Gemeindehaus Lutherkirche: Einweihung nicht vor Frühjahr 2018
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20:39 18.08.2017
Pfarrer Heinze freut sich auf die Fertigstellung des Daches mit Oberlicht aus Glas. Quelle: ali
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Radebeul


Der Bau des Gebäudes, der Pfingsten 2016 begonnen wurde, ist mit Gesamtinvestitionen von 1,7 Millionen Euro geplant worden – 360 000 Euro zahlte die öffentliche Hand zu, 500 000 Euro kamen vom Landeskirchenamt und die Gemeinde wollte mit 850 000 Euro den Löwenanteil stemmen.

Doch nun zeigt sich, dass das neue Gemeindehaus mindestens zwei Millionen Euro verschlingen wird. Die Gründe für das Problem dürften denen ähneln, die auch die Landeshauptstadt mit lange etaisierten Bauvorhaben aufzählt: Inzwischen boomt die Baubranche, die höhere Nachfrage verteuert sowohl Leistungen als auch Material.

Im speziellen Fall traten erste Probleme auf, als es an die Realisierung der Klinkerfassade ging. Die Gemeinde wollte eine Verkleidung aus Recyclingmaterial, doch das erwies sich als unbezahlbar: „Wir mussten zum ersten Mal eine Ausschreibung aufheben und uns anders orientieren, denn die Kosten hätten unsere Vorgaben bei weitem überschritten“, erinnert sich Pfarrer Heinze.

Das wiederum führte zu Verzögerungen. Im Ergebnis ist das Gemeindehaus nur außen mit industriell angefertigtem Klinker verkleidet, die im Innenraum vorgesehene Verkleidung blieb auf der Strecke. „Wir stehen immer zwischen Baum und Borke, müssen jedes Mal entscheiden, ob wir eine Zeitverzögerung einplanen oder mehr bezahlen“, sagt Heinze.

Jeden Mittwoch tagt der Kirchenvorstand zum Thema Gemeindehaus und prüft Anträge sowie Verträge und vergibt Aufträge an die Baufirmen. Die Bauleitung liegt bei der Dresdner Architektin Angela Schmidt.

Höchstwahrscheinlich wird das Gemeindehaus noch in diesem Jahr fertiggestellt, aber erst nach einem Durchbruch in die vor 125 Jahren erbaute Lutherkirche ist es tatsächlich nutzbar. Der Durchbruch erweist sich als kompliziert und könnte sich bis 2018 hinziehen. „Auch wenn alles von außen betrachtet schon fertig zu sein scheint“, sagt Pfarrer Heinze, „ist die Gemeinde weiter auf Spenden angewiesen.“

Von Annette Lindackers

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