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Gehwegparken ist ab 1. August im Heidenauer Wohngebiet Mügeln verboten

Neue Parkregeln Gehwegparken ist ab 1. August im Heidenauer Wohngebiet Mügeln verboten

Stadt Heidenau regelt das Parken im Wohngebiet Mügeln neu. Ab 1. August dieses Jahres dürfen Fahrzeuge nicht mehr halbseitig auf Gehwegen abgestellt werden. Dadurch gehen den Anwohnern etliche Stellflächen verloren.

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Quelle: Dirk Hunger

Heidenau. Ein Knöllchen riskiert ab 1. August jeder Autofahrer im Heidenauer Stadtteil Mügeln, der zum Parken den Gehweg in Anspruch nimmt. Die Stadt hebt die Erlaubnis zum halbseitigen Gehwegparken auf. Auch ein kurzfristiger Halt ist auf den Fußwegen nicht mehr gestattet. Mit der verkehrsrechtlichen Anordnung gehen dem Wohngebiet rund 120 Stellplätze verloren.

Als Anfang der 1990er Jahre immer mehr Bewohner des Neubauviertels ein Auto besaßen, führte die Stadtverwaltung auf der Emil-Schemmel-, Kurt-Fehrmann-, Dr.-Otto-Nutschke- und Käthe-Kollwitz-Straße das halbseitige Gehwegparken ein. Mit Verweis auf die Straßenverkehrsordnung informiert Vize-Bürgermeisterin Marion Franz (CDU), dass das Parken auf Gehwegen nur zugelassen werden dürfe, „wenn genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von Fußgängern gegebenenfalls mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern auch im Begegnungsverkehr bleibt.“ Wenn ein Fahrzeug teilweise auf dem Fußweg steht, müssten mindestens noch 2,20 Meter für Passanten freibleiben. „Vor diesem Hintergrund ergibt sich im Wohngebiet Mügeln nahezu flächendeckend ein zwingender Handlungsbedarf“, so Franz.

Im Vorfeld hatte die Verwaltung ein Parkraumkonzept in Auftrag gegeben. Die Gutachter kamen zu dem Schluss, dass durch den Wegfall der 120 Parkplätze kein Mangel an Stellflächen im Wohngebiet entstehe. Wie eine Erhebung im Oktober vorigen Jahres ergab, stehen für die rund 1900 Bewohner der Plattenbausiedlung mit ihren 750 Fahrzeugen rund 900 Parkplätze zur Verfügung. Gegebenenfalls müssten die Bewohner zu ihrem parkenden Auto einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen. Ein Radius von 300 Meter gilt laut den Verkehrsexperten als zumutbar. Ihren Erhebungen zufolge sei im Umkreis von 150 Metern, immer eine Parkmöglichkeit zu finden. Zudem werde das Angebot des Gehwegparkens wegen der hohen Bordsteinkanten immer weniger genutzt. Laut Gutachten sind von den Gehwegparkplätzen nur rund die Hälfte in den Abendstunden belegt.

Im Stadtrat sorgte die Aufhebung des Gehwegparkens dennoch für eine hitzige Diskussion. Als die Räte vor allem die Interessen der Autobesitzer im Fokus hatten, sprach Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) ein Machtwort: „Ich vermisse bei den Wortmeldungen, dass auch an diejenigen gedacht wird, die den Gehweg nutzen müssen.“ Das seien ältere Bewohner mit Rollatoren, Rollstuhlfahrer und Familien, die mit Kinderwagen unterwegs sind. Mit elf Für- und sieben Gegen-Stimmen bei drei Enthaltungen wurde die Aufhebung des Gehwegparkens beschlossen.

Als Kompensation für die wegfallenden Parkplätze dienen unter anderem das Parkdeck der Wohnungsgenossenschaft Elbtal (WGE) an der Emil-Schemmel-Straße sowie deren Carports auf der Kurt-Fehrmann-Straße. Die Stadt ließ zudem in den vergangenen Monaten 17 zusätzliche Stellflächen an der Emil-Schemmel-Straße schaffen. „Ungeachtet dessen wird die Abordnung des halbseitigen Gehwegparkens dazu führen, dass sich wieder ein höherer Parksuchverkehr entwickeln wird“, muss Vize-Bürgermeisterin Franz einräumen.

Von Silvio Kuhnert

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