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Umland Gefahren in engen Spalten – Höhlenretter trainieren im Bielatal
Region Umland Gefahren in engen Spalten – Höhlenretter trainieren im Bielatal
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11:11 25.06.2018
Nicht immer sind tatsächlich unterirdische Höhlen das Einsatzgebiet der Retter – gerade in der Sächsischen Schweiz können auch enge Aufstiege gefährlich werden. Quelle: Marko Förster
Rosenthal-Bielatal

Das Bielatal in der Sächsischen Schweiz war am Wochenende Übungsgelände für Höhlenretter aus ganz Deutschland. Zahlreiche Gruppen probten dort gemeinsam den Ernstfall. Konkret ging es darum, Menschen aus Spalten zu retten, den Transport Verletzter aus horizontalen und vertikalen Engstellen zu üben und Personen aus Hohlräumen zu retten.

Regelmäßiges Training und Austausch

Die Sächsische Schweiz bietet sich für solche Übungen besonders an. Die Höhlen in der Region sind häufig eng und voller Gefahren – und es gibt viele davon. „Die Höhlenrettung ist ein hoch spezialisierter Teil der Bergwacht. Ihre besonderen Fähigkeiten werden leider auch in den sächsischen Mittelgebirgen angefordert“, sagt Thomas Eckert von der Bergwacht Sachsen.

Leider – denn Höhlenrettungen sind immer auch Anlässe mit Verletzten oder gar Lebensgefahr. Einsätze wie im März 2017 – ein eingeklemmter Höhlenforscher musste aus einer engen Höhle bei Pirna gerettet werden –, seien nicht alltäglich und könnten Stunden oder sogar Tage andauern: „Umso wichtiger ist das regelmäßige Training und der Austausch mit anderen Höhlenrettern.“

Höhlenretter trainieren im Bielatal

Die Höhlenrettung Sachsen ist eine Fachrichtung der Bergwacht. Sie übernimmt „Leistungen zur Rettung und Bergung von Personen aus natürlichen Hohlräumen“ (Höhlen eben), die diese nicht aus eigener Kraft bzw. ohne fremde Hilfe verlassen können. Das trifft vor allem dann zu, wenn auch die sogenannte Kameradenhilfe nicht mehr ausreicht und die alarmierte Bereitschaft bzw. die Alarmgruppe der Felsrettung der Bergwacht den Einsatz der Höhlenrettung für sinnvoll hält.

Ausbildung erfolgt in Stufen

Insgesamt gibt es im Freistaat 20 Bergwachtbereitschaften, die sich in die Abschnitte Zittauer Gebirge, Sächsische Schweiz, Osterzgebirge und Westerzgebirge-Vogtland aufteilen. 2017 rückten die 383 aktiven Mitarbeiter zu mehr als 400 Einsätzen aus. Alle Mitglieder der Höhlenrettungsgruppe sind aktive Einsatzkräfte der Bergwacht Sachsen mit abgeschlossener Grundausbildung inklusive Notfallmedizin.

Das Haupteinsatzgebiet sind die kleinen und engen Höhlen im Sandstein der Sächsischen Schweiz. Über den Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD) arbeitet die Höhlenrettung Sachsen mit anderen Höhlenrettungsgruppen in Deutschland und Europa zusammen.

Die Ausbildung in der Bergwacht erfolgt in verschiedenen Stufen. Nach dem Eintritt in die Bergwacht erfolgt die Basisausbildung, in der grundlegende Elemente wie das Verhalten im Gebirge gelehrt und geprüft werden. In der Fachausbildung Höhlenrettung werden die speziellen Kenntnisse für die Rettung und Bergung aus tiefen und engen Hohlräumen vermittelt und geprüft.

Von Marko Förster

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