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Gästeschwund im Elbland

Tourismusbilanz für 2016 Gästeschwund im Elbland

Das Sächsische Elbland hat im Bereich Tourismus in der Saison von Januar bis Dezember 2016 weniger Gäste als im Jahr davor. Mit etwa 1,342 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben ab zehn Betten und 428 000 Ankünften sind das etwa 2,9 Prozent weniger Gäste als im Vorjahr, sowie 0,2 Prozent weniger Übernachtungen.

Der Moritzburger Leuchtturm ist einer von vielen touristischen Attraktionen im Sächsischen Elbland.

Quelle: Marko Förster

Meissen.  Das Sächsische Elbland hat im Bereich Tourismus in der Saison von Januar bis Dezember 2016 weniger Gäste als im Jahr davor. Mit etwa 1,342 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben ab zehn Betten und 428 000 Ankünften sind das etwa 2,9 Prozent weniger Gäste als im Vorjahr, sowie 0,2 Prozent weniger Übernachtungen. 2015 gab es 441 192 Ankünfte und 1,344 Millionen Übernachtungen. Die Zahlen sind für den Tourismusverband nicht zufriedenstellend. „Wir haben uns die Zahlen der letzten drei Jahre angeschaut und dabei unsere Vermutung bestätigt gefunden: Die Rückgänge sind vor allem auf den Wegfall von Bettenkapazitäten zurückzuführen. Seit 2014 sind 11 Beherbergungsbetriebe mit insgesamt 805 Betten vom Netz gegangen“, erklärt Bert Wendsche, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbandes Sächsisches Elbland e.V., die aktuelle Situation.

Vor allem in den neunziger Jahren wurde kräftig in den Tourismus und vor allem in die Übernachtungskapazitäten investiert. Nun 20 Jahre später stehen einige umfangreiche Erneuerungsinvestitionen an. Auch die Flüchtlingsproblematik ist laut des Tourismusverbandes ein Grund für die Entwicklung. So wurden in Freital, Tharandt und Riesa drei Objekte mit insgesamt 439 Betten zur Flüchtlingsunterbringung genutzt. Doch nicht nur Geflüchtete haben in Hotels und Herbergen ein Dach über dem Kopf gefunden. In Weinböhla wird seit 2016 ein großes Hotel mit 216 Betten als Seniorenwohnheim genutzt. Bürgermeister Siegfried Zenker steht zu dieser Entscheidung. „Es gab in der Vergangenheit Situationen, in denen betagte Weinböhlaer ihren Heimatort verlassen mussten, weil sie keine geeignete Wohneinrichtung fanden. Und so sahen wir die Wichtigkeit in der Schaffung neuer Wohnplätze für Senioren“, erklärte er. Dennoch habe Weinböhla noch genügend Kapazitäten, um den Status als Erholungsort behalten zu können.

Im Gegensatz zu diesen Entwicklungen gibt es nur wenig neu geschaffene Bettenkapazitäten, so zum Beispiel die Erweiterung des Welcome Parkhotels oder das Kerstinghaus, beide in Meißen. „Die Herausforderung für unsere Urlaubsregion besteht darin, die Vernetzung sowohl mit Dresden als auch mit den hochwertigen tagestouristischen Angeboten in der Fläche zu forcieren“, erklärt Wendsche. Er ist überzeugt, dass der seit 2013 eingeschlagene Weg des Tourismusverbandes, die Zusammenarbeit mit Dresden zu intensivieren, der Richtige ist.

Doch, obwohl sich die Bettenkapazität im Tourismusgebiet Sächsischen Elblandes um 7,6 Prozent verringert hat, ist die Zahl der Übernachtungen lediglich um 5,3 Prozent zurückgegangen. Geschäftsführerin Sindy Vogel sieht das als Motivation., lässt sich jedoch nicht von Zahlen irritieren. „Unser Ziel für 2017 ist eine stabile Entwicklung des Tourismus, die jedoch nicht nur an solchen statistischen Kennzahlen wie Gästeankünfte und Übernachtungen gemessen werden sollte“, so Vogel. Umfassende Werbemaßnahmen anlässlich der diesjährigen Jubiläen (25 Jahre Sächsische Weinstraße, 175. Geburtstag von Karl May und 500 Jahre Reformation) sollen dem Tourismus im Sächsischen Elbland wieder mehr Zuwachs bescheren.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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