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Umland Für Restaurierung der Jehmlich-Orgel fehlt noch Geld
Region Umland Für Restaurierung der Jehmlich-Orgel fehlt noch Geld
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13:53 22.04.2016
Architekt Jürgen Singer in der evangelischen Meißner Frauenkirche, die noch bis Pfingsten Baustelle ist. In der Hand hält er ein Element der modernen Heizung, die hinter dem Putz der Wände verborgen ist. Quelle: Tomas Gärtner
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Meissen

Fast drei Jahre lang ist die evangelische Meißner Frauenkirche saniert worden. Jetzt gehen die Arbeiten ihrem Ende entgegen. Zu Pfingsten soll sie wieder für Besucher öffnen. Als dreischiffige spätgotische Hallenkirche ist sie in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet worden. Erstmals schriftlich erwähnt wurde eine Kapelle am Markt jedoch bereits 1205, wenig später bezeichnet als „Kapelle Unserer lieben Frauen St. Marien“.

Begonnen hatte die Sanierung im Juni 2013 zunächst mit dem Einbau einer modernen Wandheizung. Das war nötig, weil die alte Heizung wegen ihres Schadstoffausstoßes keine Betriebserlaubnis mehr bekam. Anschließend sorgte man für die Standfestigkeit des Gebäudes, sanierte Dach und Turm samt Bekrönung und nahm sich zuletzt den Innenraum vor. Der wurde dabei in einigen Details behutsam verändert, wie Architekt Jürgen Singer (Dresden) sagt, der die Arbeiten leitete. So beseitigte man Stufen, so dass Besucher, die gehbehindert oder auf den Rollstuhl angewiesen sind, nun problemlos in die Frauenkirche hineinkommen. Auch die Toilette, eingebaut unter der Treppe des Hintereingangs an der Westseite, ist behindertengerecht. Gekostet haben die Arbeiten insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Den größten Teil dieser Summe übernahmen Bund und Freistaat.

Das Programm zur Wiedereröffnung startet am 14. Mai, 14 Uhr. Geplant sind Führungen, ein Festkonzert und am Pfingstsonntag ein Festgottesdienst. Die Jehmlich-Orgel von 1937 kann zur Eröffnung noch nicht wieder erklingen. Für ihre Restaurierung wird noch Geld gesammelt. Dabei soll sie ein Pfeifenwerk aus Meißner Porzellan erhalten. Ein Benefizkonzert dafür will Matthias Grünert, Kantor der Dresdner Frauenkirche, am Sonntag, dem 24. April, 16.30 Uhr, in der St.-Afra-Kirche auf dem Burgberg geben. Er spielt Werke unter anderem von Thomas Adam, Jacques Offenbach und Peter Tschaikowski.

Bekannt ist die Kirche auch durch ihr Glockenspiel mit 37 Glocken aus Meißner Porzellan. Es stammt von 1929 und gilt als die weltweit erste spielbare Anlage dieser Art.

Das Gebäude gehört der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde St. Afra, die etwa 2000 Mitglieder hat. Sie nutzen neben der St.-Afra-Kirche auch die Lutherkirche, die St. Nikolaikirche, die Kapelle St. Martin und die Kapelle Polenz.

Von Tomas Gärtner

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