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Für Elbland-Werbung soll es ab 2018 mehr Geld geben

Tourismusverband Sächsisches Elbland Für Elbland-Werbung soll es ab 2018 mehr Geld geben

Ab kommenden Jahr wollen Tourismusverband Sächsisches Elbland (TVSE) und die Dresden Marketing GmbH (DMG) für das neue Reiseziel „Dresden Elbland“ gemeinsam werben. Für eine Erhöhung des Werbebudgets sollen die Beiträge für einige Verbandsmitglieder steigen. Das gefällt nicht allen.

Gehen bei der Werbung für das Reiseziel Elbland gemeinsame Wege: Jana Duckstein von der DMG (l.) sowie Bert Wendsche und Sindy Vogel vom TVSE

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Unter dem Markendach „Dresden Elbland“ werden ab nächsten Jahr der Tourismusverband Sächsisches Elbland (TVSE) und die Dresden Marketing GmbH (DMG) die Flusslandschaft zwischen Pirna und Torgau gemeinsam vermarkten. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des TVSE wurde der sogenannte Geschäftsbesorgungsvertrag mit der DMG beschlossen. Dies war ein sehr wichtiger Schritt. „Der Geschäftsbesorgungsvertrag bildet die vertragliche Grundlage unserer Zusammenarbeit“, klärt TVSE-Geschäftsführerin Sindy Vogel über den sperrigen Namen auf: „Er regelt die Aufgaben, die wir ab 1. Januar 2018 an die DMG abgeben.“ Dabei handelt es sich vor allem um das Außenmarketing der Tourismusregion wie Messeauftritte, Entwicklung neuer Angebote für Besucher sowie der Erschließung neuer Märkte im In- sowie vor allem aber auch im Ausland, um Gäste in das sächsische Elbtal zu locken.

Von einem „wichtigen Baustein auf dem gemeinsamen touristischen Weg“ spricht Radebeuls OB Bert Wendsche (parteilos) in seiner Funktion als Vorsitzender des Präsidiums des TVSE. „Für den Vertrag gab es ein einstimmiges Votum auf unserer Mitgliederversammlung“, informiert er. 54 Mitglieder zählt der Verband derzeit. Und sie würden geschlossen hinter diesem Weg stehen, so Wendsche weiter.

Das stimmt aber nur zum Teil. Hinter den Kulissen gibt es Knatsch um die Höhe der Mitgliedsbeiträge ab 2018. Kommunen zahlen einen Jahresbeitrag, der sich aus der Zahl der Einwohner und der Ankünfte in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde berechnet. Rund 40000 Euro zahle Radebeul beispielsweise jährlich, berichtet Wendsche. Ähnliche Summen kommen aus Meißen, Coswig und Weinböhla. Kommunen, die nicht unmittelbar selbst, sondern über Vereine Mitglied im Verband sind, zahlen derzeit nur einen Bruchteil. „Das ist unsolidarisch“ meint Wendsche. Daher soll für Vereinsbeiträge ab 2018 der gleiche Berechnungsschlüssel wie für Kommunen gelten.

Weil dies derzeit eine Beitragserhöhung für die Vereine bedeutet, liegen vier Austrittserklärungen dem Verbandspräsidium von folgenden Institutionen vor: Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege, Dresdner Heidebogen e.V., Tourismusverein Sächsische Elbweindörfer und Handels-, Gewerbe- und Verkehrsverein Riesa. Letztgenannter betreibt die Touristeninformation der einstigen Stahlstadt. Und mit Riesa laufen laut Wendsche noch Gespräche darüber, dass die heutige Sportstadt im Tourismusverband drin bleibt.

Rund die Hälfte der Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen gibt der TVSE für Werbung aus. Der Anteil soll von jetzt 110000 auf mindestens 165000 Euro pro Jahr steigen. Die DMG plant für 2018 ein Werbebudget von zwei Millionen Euro. Diese Mittel können beide durch Zuschüsse vom Land Sachsen veredeln. Wenn der TVSE allerdings weiterhin allein agiert, wird es für ihn immer schwieriger, in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Der Freistaat verfolgt mit seiner Tourismusstrategie 2020 das Ziel, nachhaltige Destinationen zu entwickeln. Und mit einer Kapazität von 9096 Betten ist laut Wendsche das Sächsische Elbland jedoch zu klein. Als neues Reiseziel „Dresden Elbland“ bringen es TVSE und DMG beide dagegen auf fast 32300 Betten sowie 5,6 Millionen Übernachtungen im vorigen Jahr. Die Übernachtungszahlen wollen sie gemeinsam steigern.

Von Silvio Kuhnert

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