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Umland Freitals Wohnungsgesellschaft will City-Center sanieren
Region Umland Freitals Wohnungsgesellschaft will City-Center sanieren
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17:15 19.07.2017
OB Uwe Rumberg (l.) zeigte GdW-Präsidenten Axel Gedaschko Freital-Zauckerode und informierte ihn über die Entwicklung des Stadtteils seit der Wende. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert

Die Sanierung des City-Centers in Freital ist das nächste große Projekt, das die Wohnungsgesellschaft Freital (WGF) in Angriff nehmen möchte. „Zum 100-jährigen Stadtjubiläum soll es im neuen Glanz erstrahlen“, sagte WGF-Geschäftsführer Michael Heinzig am Mittwoch. Zwischen zwei bis drei Millionen Euro nimmt das städtische Wohnungsunternehmen in die Hand, um den aus sechs Häusern bestehenden Gebäudekomplex an der Ecke Dresdner -/Bahnhofstraße in den nächsten zwei Jahren auf Vordermann zu bringen.

Das City-Center ist seit vergangenem Frühjahr im Besitz der WGF. Quelle: Silvio Kuhnert

Seit vergangenen März befindet sich das rund 20 Jahre alte City-Center im Eigentum der WGF. Wenn der aus 63 Wohnungen und 16 Gewerbeeinheiten bestehende Komplex fertig saniert sei, werde Neubau wieder ein Thema für das städtische Tochterunternehmen. Das kündigte Heinzig während einer wohnungswirtschaftlichen Tour durch die Stadt an. Am Mittwoch besuchten Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Rainer Seifert, Direktor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Sachsen (vdw) und Dr. Axel Viehweger, Vorstand des Verbands Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) Freital, um sich über die aktuelle Stadtentwicklung sowie Projekte der WGF und der Freitaler Wohnungsgenossenschaft eG (gewo) zu informieren.

Eine ihrer Stationen waren zwei Häuser an der Oststraße. „Das ist das erste Neubauprojekt in unserer Geschichte“, sagte Heinzig. Ursprünglich wollte die WGF einen Zweiseithof im Stadtteil Schweinsdorf sanieren. Jedoch Holzwürmer hatten den Holzteilen der beiden Gebäude sehr stark zugesetzt. Mit 2,4 Millionen Euro war die Option Neubau nur 300000 Euro teurer als eine aufwendige Sanierung, weshalb sich die Wohnungsgesellschaft für den Abriss und den Bau zwei moderner Gebäude entschied. Zudem entstanden so statt ursprünglich elf nun 20 Wohnungen. Im Dezember vergangenen Jahres zogen die ersten Mieter ein. „18 Wohnungen sind bereits vermietet“, informierte Heinzig.

Die Baukosten lagen bei 1900 Euro pro Quadratmeter – eine Summe, die gewo-Geschäftsführer Robert Vetter für das Neubauprojekt der Freitaler Wohnungsgenossenschaft im Stadtteil Pesterwitz nur bestätigen kann. An der Dölzschener Straße entstehen gegenwärtig drei neue Häuser mit 21 Wohnungen.

Die hohen Baukosten wirken sich auf die Mieten aus. Bis zu elf Euro verlangt die WGF pro Quadratmeter an Kaltmiete in ihren beiden neuen Objekten an der Oststraße. „Für jeden Geldbeutel muss eine bezahlbare Wohnung zur Verfügung stehen. Sozialer Wohnungsbau ist ohne staatliche Förderung nicht möglich“, sagte OB Uwe Rumberg (CDU), der bis zu seinem Wechsel auf den Chefsessel im Rathaus die Geschicke der städtischen Wohnungsgesellschaft lenkte.

Auch wenn das Vorhaben der Wohnungsgenossenschaft in Pesterwitz noch nicht abgeschlossen ist, schmiedet ihr Geschäftsführer Vetter bereits neue Pläne. So steht der Bau von 38 und eventuell von noch mehr Wohnungen mit Aufzügen im Stadtteil Zauckerode auf seiner Agenda. Grund: Die Leerstandsquote beträgt bei der Genossenschaft nur zwei Prozent, bei der WGF liegt sie bei sechs Prozent. Freital wächst durch Zuzug.

Von Silvio Kuhnert

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