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Umland Frank Richter möchte Visionen für Meißen liefern
Region Umland Frank Richter möchte Visionen für Meißen liefern
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18:15 01.06.2018
Im Tagungszentrum „Akti“ stellte sich Frank Richter (l.) als OB-Kandidat vor. Den Wahlkampfauftakt moderierte Götz Bergmann (r.). Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
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Meissen

Am 9. September dieses Jahres wählen die Meißner ihr neues Stadtoberhaupt. Fünf Bewerber haben bislang ihren Hut in den Ring geworfen. Einer von ihnen ist Frank Richter. 100 Tage vor dem Wahlgang hat der parteilose und unabhängige Kandidat seinen Wahlkampf eingeläutet. Über 200 Domstadtbewohner waren am Donnerstagabend in das Tagungszentrum „Akti“ gekommen, um zu erfahren, was für Ziele der 58-Jährige für die kommenden sieben Jahre hat, wenn er im Herbst in das Rathaus einziehen sollte. Prominente Gäste aus der Politik waren Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) und der Bundestagsabgeordnete André Hahn (Die Linke).

„Transparenz, Offenheit, Bürgerfreundlichkeit, Ehrlichkeit und Loyalität verspreche ich ihnen. Der OB ist der erste Bürger der Stadt und muss den anderen Bürgern nah sein und ihnen in die Augen schauen“, sagte Richter. Die Rolle des Vermittlers zwischen den verschiedenen politischen Strömungen möchte er einnehmen. Er fordert eine Streitkultur ein, in welcher respektvoll um Entscheidungen zum Wohle der Stadt gerungen sowie konträre Argumente angstfrei vorgetragen werden können und vor allem auch angehört werden.

Grundsätzlich vermisst Richter eine Vision. Der Stadt Meißen werde nachgesagt, dass in ihr oft kurzatmige Projekte verfolgt werden, die nicht in ein größeres Konzept eingebunden sind. „Ich möchte einen Masterplan für die Stadtentwicklung aufstellen“, kündigt er an. Die Leitfrage soll sein: „Wo wollen wir im Jahr 2029 stehen, wenn Meißen 1100-jähriges Gründungsjubiläum feiert?“ Auf dem Weg dahin, soll das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, kurz INSEK, fortschrieben und im gleichen Zug unter anderem ein Straßenverkehrs-, Radwege- und Einzelhandelskonzept erstellt werden.

Als konkretes Problem machte Richter den Schwerlastverkehr aus. „Den müssen wir aus Meißen rausbringen“, forderte der OB-Kandidat. Hierbei hat er unter anderem die Ausbaupläne der Plossen-Kurve im Blick. Das Vorhaben darf seiner Meinung nach nicht dazu führen, dass danach mehr Lkw über die Wilsdruffer Straße rollen. Er kritisiert, dass die Bürger in den Planungsprozess viel zu spät einbezogen wurden.

Richter machte zwei weitere Forderungen auf, für die er ebenfalls Applaus bekam:„Meißen braucht wieder ein Freibad! Und Meißen benötigt einen Bürgersaal bzw. ein Volkshaus!“ So sei es nicht einfach gewesen, einen Ort für seinen Wahlkampfauftakt zu finden. Eine Stadtgesellschaft müsse aber einen Ort haben, wo sie sich treffen und diskutieren könne, so Richter. Ob die Projekte bereits in den kommenden Jahren auch finanziell stemmbar und damit umsetzbar sind, wollte er nicht versprechen. „Wir sollten es aber auf jeden Fall prüfen“, so Richter.

Die Bürgerinitiative (BI) „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“, die seit Donnerstag ein eingetragener Verein ist, hatte ihn gefragt, ob er als OB-Bewerber zur Verfügung steht. Obwohl es bei den Zielen beider viel Übereinstimmung gibt, betonte Richter: „Ich bin ein unabhängiger Kandidat, nicht der Kandidat der BI“. Für seine Kandidatur benötigt er 100 Unterstützerunterschriften, die Meißner Bürger bis 5. Juli 2018 im Wahlausschuss-Büro im Rathaus leisten müssen.

Von Silvio Kuhnert

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