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Umland Frank Richter gewinnt ersten Wahlgang in Meißen
Region Umland Frank Richter gewinnt ersten Wahlgang in Meißen
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21:12 09.09.2018
Frank Richter Quelle: Foto: PR, Bürger für Meißen
Meißen

Den ersten Wahlgang zur Oberbürgermeister-Wahl in Meißen hat Herausforderer Frank Richter (parteilos) vom Wahlbündnis „Bürger für Meißen“ gewonnen: Laut vorläufigem Endergebnis kam der ehemalige Bürgerrechtler und Direktor der Landeszentrale für politische Bildung auf 36,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er positionierte sich vor Amtsinhaber Olaf Raschke (parteilos), dessen Kandidatur von der CDU unterstützt wird, und auf den 32,5 Prozent der Stimmen entfielen. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, wird es einen weiteren Wahlgang geben, in dem dann der Anwärter gewinnt, der die meisten Stimmen bekommt.

Deutlich dahinter landeten AfD-Kandidat Joachim Keller mit 13,7 Prozent und Martin Bahrmann (FDP) mit 14,9 Prozent. Heiko Lorenz (Sächsische Volkspartei) hatte mit dem Wahlausgang nichts zu tun. Er erreichte lediglich 2,2 Prozent der Stimmen.

Das Ergebnis verspricht Spannung für den zweiten Wahlgang, bei dem die einfache Mehrheit der Stimmen reicht. Der 55-jährige Raschke regiert in der Domstadt ununterbrochen seit 2004 und hat in dieser Zeit die Verschuldung der Stadt von 55 Millionen Euro auf 20 Millionen reduziert. Richter, der für den Verein „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ antritt, der von SPD, Grünen und Linkspartei unterstützt wird, konnte mit seinem auf Bürgernähe ausgerichteten Wahlkampf punkten. Sein Ziel ist es, gemeinsam mit den Meißnern ein Stadtentwicklungskonzept bis 2029 zu erarbeiten.

AfD-Kandidat Keller vermochte die Meißner nicht überzeugen. Der seit 1990 in Dresden tätige Jurist musste im Wahlkampf einräumen, bislang wenig mit der Domstadt vertraut zu sein. Damit dürfte die These widerlegt sein, wonach die AfD einen Besenstiel aufstellen könnte und doch ein gutes Ergebnis erzielen würde.

Insgesamt 23 000 Meißner waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 49 Prozent. In zwei Wochen können die Meißner erneut abstimmen. Dann entscheidet sich mit einfacher Mehrheit, wer die Porzellanstadt die nächsten sieben Jahre regiert.

Gewählt wurde auch im Müglitztal. Dort traten der amtierende Bürgermeister Michael Neumann gegen Sylvio Zimmel an. In der Gemeinde war eine Neuwahl nötig geworden, nachdem Amtsinhaber Andreas Burkhardt nach Unstimmigkeiten mit dem Gemeinderat aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Von Carolin Seyffert

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