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Fluffiges im Zwergenland - Wahnsdorfer Kita wird erweitert

Fluffiges im Zwergenland - Wahnsdorfer Kita wird erweitert

Die Wahnsdorfer Kita "Zwergenland" muss erweitert werden. Das Projekt hat Frank Stritzke, Geschäftsführer des Kita-Trägers Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen (VS), bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Wahnsdorf erstmals öffentlich vorgestellt.

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So sieht die Planung für den Anbau derzeit aus. Die Gruppenräume sind gut durch die erhöhten Dächer zu erkennen, dazu kommt die Küche. Die Nische unten rechts ist übrigens als Wartehäuschen für die Bushaltestelle gedacht.

Quelle: Visualisierung: Architekturbüro aT2 Mehnert+Georgi

Demnach sollen zwölf neue Plätze für Krippenkinder und 20 zusätzliche Kita-Plätze entstehen. Mit den 30 Hortplätzen, die bestehen bleiben, kommt die Kita dann auf insgesamt 122 Plätze. Möglich soll das ein Anbau an das denkmalgeschützte Gebäude der früheren Schule machen, das heute gemeinsam vom Ortschaftsrat und der Kita genutzt wird. Das Vorhaben ist in mehrfacher Hinsicht nicht ganz einfach, weshalb hinter den Kulissen schon seit mehr als einem Jahr darüber diskutiert wird, wie Ortschaftsrat Siegfried Schneider (parteilos) sagt. Eigentlich habe man Stillschweigen bewahren wollen, "aber zwischenzeitlich sind Gerüchte aufgekommen, dass wir rausfliegen", sagt Schneider. Mit "wir" ist das Ortschaftszentrum gemeint, das auch von Heimatverein und Malzirkel genutzt wird und durch dessen Vermietung sich der Ortschaftsrat teilweise finanziert. In der Vergangenheit habe es immer wieder Konflikte zwischen Kita und Ortschaftszentrum gegeben, begründet Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), weshalb man mit der Erweiterung eine "Entflechtung" anstrebt. Probleme gab es insbesondere beim Turnraum, der von den Frauen des Orts für ihre sportliche Betätigung genutzt wird, tagsüber aber als Sportraum und als Hausaufgabenzimmer für die Hortkinder benötigt wird. Dass deswegen auch Möbel in dem Turnzimmer stehen, hat bei den Wahnsdorfer Turnfrauen für Unmut gesorgt.

Die erste Variante der Erweiterung hat deswegen vorgesehen, einen Schuppen hinter der alten Schule zum Ortschaftszentrum auszubauen. Die Kita hätte den Altbau dann ganz für sich allein gehabt. Diese Idee scheitert am Geld, wie der beauftragte Architekt Frank Mehnert erläutert. Für eine Kita-Erweiterung gebe es Fördergeld, für den Bau eines Ortschaftszentrums nicht.

Und dieses Fördergeld ist der entscheidende Faktor dafür, dass es nun relativ rasch voran gehen soll. "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt im Landratsamt angerufen", sagt VS-Chef Stritzke. Das Wahnsdorfer Projekt rangiert deshalb auf dem fünften Rang der Fördermittel-Liste. Entsprechend soll in diesem Jahr die Planung vorangetrieben werden, so dass im nächsten Jahr der Bau beginnen kann. Im Spätherbst 2016 könnte dann schon alles fertig sein. Es könne aber auch sein, dass man schon in diesem Jahr mit dem Bau beginnen muss, um die Fördermittel nicht zu verlieren, warnt Stritzke die Anwohner.

Geplant ist derzeit ein eingeschossiger Erweiterungsbau hinter der Schule, in dem drei neue Gruppenräume entstehen. Der Schuppen wird dafür weggerissen. Bei der äußerlichen Gestaltung hat Architekt Mehnert nicht viel Freiraum, weil für den Ortsteil Wahnsdorf eine Gestaltungssatzung existiert. Im Inneren sieht er dagegen "fluffige" Elemente vor. So sollen die Wände der Gruppenräume abgerundet werden, außerdem soll es mehrere Gucklöcher und Fenster geben, die die Räume großzügig erscheinen lassen und gleichzeitig den Erziehern die Arbeit erleichtern, weil sie ohne viel Mühe alles im Blick behalten können. Das Dach soll zudem über den Gruppenräumen erhöht werden, so dass Oberlichter eingebaut werden können. Wichtigster gestalterischer Punkt ist aber der Flur, der sich zum Hof hin in eine Art Eingangshalle öffnet. Er ist als krasser Gegensatz zum bisherigen Empfangsbereich gedacht, der im Schulgebäude eher verwinkelt und eng ausfällt. Die Situation zwischen Ortschaftszentrum und Kita wird vor allem dadurch entkrampft, dass die Küche in den Anbau verlagert wird und die Hausaufgabenbetreuung aus dem Turnraum verschwindet. Die Kosten werden derzeit mit 814 000 Euro angegeben, weitere rund 65 000 Euro müssen im Altbau investiert werden, weil man sich dort bei der letzten Erweiterung 2011 die Erneuerung von Leitungen und Heizung aus Kostengründen gespart hat. An der Planung kann sich aber noch einiges ändern, weil es noch offene Frage gibt. So fallen drei Parkplätze weg, obwohl nach der Erweiterung eigentlich mehr benötigt werden. Außerdem wird der Spielplatz der Kinder beschnitten. Obwohl sie danach eigentlich immer noch genügend Freifläche haben, soll eventuell auf der benachbarten Feuerwehrwiese eine neue Rollerstrecke eingerichtet werden. Denn die bestehende fällt Erweiterung zum Opfer fällt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.01.2015

Uwe Hofmann

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