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Finanzieller Kraftakt für Teichwiesenbadsanierung

Ottendorf-Okrilla Finanzieller Kraftakt für Teichwiesenbadsanierung

Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla will ab Herbst diesen Jahres das 1931 erbaute Teichwiesenbad sanieren. Das Projekt ist wegen seiner Kostendimension allerdings nicht unumstritten, weil die Kommune dadurch zu neuen Schulden gezwungen wird.

Die Teichwiesenbadsanierung wird zu einem Prestigeobjekt. Läuft alles nach Plan, kann die Wiederinbetriebnahme zum Saisonstart 2018 erfolgen.

Quelle: Werner Peters

Ottendorf-Okrilla. Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla will ab Herbst diesen Jahres das 1931 erbaute Teichwiesenbad sanieren. Das Projekt ist wegen seiner Kostendimension allerdings nicht unumstritten, weil die Kommune dadurch zu neuen Schulden gezwungen wird.

Dabei war anfangs im Rathaus nur von Gesamtkosten in Höhe von knapp 1.1 Millionen Euro die Rede. Außerdem soll mit 816533 Euro eine beträchtliche Summe aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ in das Prestigeprojekt fließen. Was zunächst den Optimismus unter den Gemeinderäten befeuerte. Doch dann verwarf man im Technischen Ausschuss die Variante das alte undichte Betonbecken mit einer Kunststoffhülle auszukleiden. Was deutlich billiger gewesen wäre. Stattdessen favorisierte das Gremium ein Edelstahlbassin. Dieses soll mit fünf 25-Meter-Bahnen, zwei 50-Meter-Bahnen und Sprunggrube ausgestattet werden. Zur Verbesserung der Wasserqualität ist außerdem eine Wasseraufbereitungsanlage notwendig, welche in einem Gebäudeneubau Platz finden soll. Läuft alles nach Plan gibt, kann die Wiederinbetriebnahme zum Saisonstart 2018 erfolgen.

Allerdings muss die Gemeinde zuvor neben den baulichen Aktivitäten nun auch einen finanziellen Kraftakt stemmen. Denn unterm Strich rechnet die Gemeinde inzwischen mit Baukosten von rund zwei Millionen Euro. In dieser Summe sind allerdings noch nicht die Aufwendungen für die Instandsetzung der Freiflächen und der Bau von Parkplätzen enthalten. Weshalb Gemeinderat René Edelmann (Linke) einen Kostenaufwand von 2,5 Millionen Euro für realistischer hält. Geld, welches die Gemeinde allerdings nicht wirklich hat. Und so musste Kämmerer Alexander Glas bei der Diskussion im Gemeinderat auch einräumen, dass die Gemeinde als Folge der hohen Kosten voraussichtlich 2020 einen Kredit in Höhe von 800000 Euro aufnehmen muss. Wirklich glücklich wirkte der Kämmerer bei seinen Ausführungen jedenfalls nicht. Mit deutlichen Worten an die Gemeinderäte betonte er, dass dadurch die Leistungsfähigkeit der Kommune eingeschränkt wird. Andere Investitionen müssen folglich in den nächsten Jahren auf das unabweisbare Maß reduziert werden, kündigte er an. Was im Klartext bedeutet, dass andere bereits fest eingeplante Bauprojekte teils für einige Jahre in die Warteschleife müssen. Davon betroffen ist auch die Sanierung der Bergstraße, welche als Zufahrt zum Waldkindergarten rege frequentiert ist. Letztendlich gab es trotz mancher Bedenken eine breite Zustimmung im Gemeinderat für die Sanierung der Freizeiteinrichtung.

Von Werner Peters

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