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Filteranlagen sollen an Copitzer Schule in den Wintermonaten für bessere Luft sorgen

Schadstoffbealstete Diesterweg-Grundschule Filteranlagen sollen an Copitzer Schule in den Wintermonaten für bessere Luft sorgen

Die Gesamtsanierung der Diesterweg-Grundschule kostet nach Schätzung der Stadt Pirna rund 4,5 Millionen Euro. Sie ist erforderlich, um die mit Schadstoffen kontaminierten Fußböden zu entfernen. Bis die Sanierungsarbeiten beginnen können, sollen Luftfilteranlagen in den Klassenräumen aufgestellt werden.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Pirna. Für die Sanierung der mit Schadstoffen belasteten Diesterweg-Grundschule soll der Pirnaer Bauausschuss auf seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause den Weg für die Planung ebnen. Die Verwaltung hat sich ein sportliches Ziel gesetzt. Bis Ende des Monats soll bereits die Entwurfsplanung vorliegen. Sie ist erforderlich, um Fördermittel beim Freistaat Sachsen beantragen zu können. Und damit wie erhofft im Laufe des nächsten Jahres die Sanierungsarbeiten beginnen können, muss der Antrag bis 31. August beim Land eingereicht werden.

Als eine Lehrerin Anfang des Jahres wiederholt über Kopfschmerzen klagte, wurde an der Copitzer Schule eine Messung der Raumluft durchgeführt. Dabei wurde eine erhöhte Konzentration von Naphthalin und Naphthalin-ähnlichen Verbindungen festgestellt. Die Substanz steht in Verdacht krebserregend zu sein. Vermutlich strömt der Parkettkleber, der üblicherweise damals in der Entstehungszeit der Schule in den 1960er Jahren verarbeitet wurde, den giftigen Stoff aus.

Durch stündliches Lüften und das regelmäßige feuchte Reinigen der Klassenzimmer konnte an der Diesterweg-Grundschule die Belastung der Raumluft minimiert werden. Doch dies stellt keine dauerhafte Lösung dar. Zudem hat das Gesundheitsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge einen schnellstmöglichen Ausbau der kontaminierten Fußböden gefordert. Die Stadt möchte daher die ursprünglich ab 2019 vorgesehene schrittweise Sanierung des Schulgebäudes vorziehen und nicht abschnittsweise über Jahre, sondern zeitlich gestrafft durchführen.

Der Abbruch der belasteten sowie der Einbau neuer Fußböden nimmt vier bis fünf Monate Zeit in Anspruch. „Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist dieser Umfang zu erweitern, damit die Gesamtsanierung mit Heizung, Sanitärräumen, Lüftung, Erneuerung der EDV-Anlagen, Starkstrom- sowie Niederspannungsleitungen, Sicherheitsbeleuchtung, Hausalarmanlagen, Akustikmaßnahmen, barrierefreier Zugang für die Obergeschosse durch den Einbau eines Aufzuges im Treppenhaus sowie die Fertigstellung der Erneuerung der Innentüren in dem Zuge mit umgesetzt wird“, informiert die Stadtverwaltung. Sie schätzt die Bausumme für die Gesamtsanierung auf 4,5 Millionen Euro. Die Mittel sind im aktuellen Doppelhaushalt 2017/18 noch nicht enthalten und müssen noch in den Finanzplan der Stadt eingestellt werden.

Die Verwaltung geht momentan von einer Bauzeit von anderthalb Jahren aus. In diesem Zeitraum müssen Schüler und Lehrer das Gebäude verlassen. Wo interimsmäßig der Unterricht stattfinden soll, steht derzeit noch nicht fest. Container seien eine Option, die die Stadtverwaltung derzeit prüft, teilt Stadtsprecher Thomas Gockel mit.

Da in der kalten Jahreszeit die Fenster nicht stündlich sperrangelweit offen stehen können, möchte die Stadt bis in die Herbstferien Lüftungsgeräte einbauen. „Die dezentralen Lüftungsanlagen sind in der Lage, die Schadstoffe über spezielle Aktivkohlefilter aus der Raumluft zu entsorgen. Nur so kann der Schulbetrieb in den Wintermonaten und darüber hinaus abgesichert werden“, berichtet die Verwaltung. Kostenpunkt rund 145000 Euro.

Von Silvio Kuhnert

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