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Fantasievögel an der Altstadtbrücke

Neuer Hingucker in Meißen Fantasievögel an der Altstadtbrücke

n der Altstadtbrücke ist es ein bisschen bunter geworden. Der Pylon, welcher zur Treppenkonstruktion an der Brücke gehört, hat einen neuen kreativen Anstrich bekommen. Ein Baum mit kräftigem grünen Blattwerk schlingt sich um den Betonpfeiler.

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Quelle: Uwe Hofmann

Meissen. An der Altstadtbrücke ist es ein bisschen bunter geworden. Der Pylon, welcher zur Treppenkonstruktion an der Brücke gehört, hat einen neuen kreativen Anstrich bekommen. Ein Baum mit kräftigem grünen Blattwerk schlingt sich um den Betonpfeiler. Auf ihm sitzen „Fantasie-Porzellan-Vögel“, wie sie der Graffitikünstler Frank Schäfer selbst beschreibt.

Das ist das Ergebnis des ersten Wettbewerbs „Kunst im öffentlichen Raum“, welchen die Stadt 2016 unter dem Motto „All das ist Meißen – Tradition und Moderne“ erstmals ins Leben rief. Ziel ist es, die Stadt mit interessanten Kunstprojekten weiter aufzuwerten. Unterstützt wird der Gestaltungswettbewerb von der Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft Meißen mbH, den Meißner Stadtwerken und der Volks- und Raiffeisenbank Meißen Großenhain.

19 Vorschläge gingen damals ein und Frank Schäfer aus Döbeln konnte die Jury letztendlich mit seinem Entwurf überzeugen und durfte sich über 5 500 Euro Preisgeld freuen. Sie bestand aus Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos), Stadtmarketingchef Christian Friedel, Sponsoren, Architekten, Kunstschaffende und Meißner Bürgern. Besonders die Verbindung des modernen Graffiti mit traditioneller Porzellankunst habe der Jury gefallen, erklärt Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos). „Dass der Baum durch den Beton hindurch wächst, soll Dynamik und Aufbruch symbolisieren“, erklärt der Künstler seine Idee. „Die Farben sind so gewählt, dass der Pylon optisch mit dem blauen Himmel verschmilzt und so die klobige Gestalt des Bauwerks aufgelockert wird“. Alle eingereichten Vorschläge waren sehr unterschiedlich. Es reichte von einer Variante, bei welcher der Pylon mit Fliesen und Kacheln verziert worden wäre bis hin zu Ideen, den Betonpfeiler mit überlebensgroßen Plastiken zu versehen oder auch komplett zu begrünen. OB Raschke ist zufrieden mit der Entscheidung, es sei ein „ungewöhnliches Fotomotiv“, welches sicher die Neugier der Touristen auf sich ziehen wird. Während der öffentlichen Einweihung des Pylons kam die Idee auf, vielleicht noch einen Vogel aus Porzellan auf die Spitze zu setzen. Vielleicht ist die Gestaltung des Betonpfeilers also doch noch nicht abgeschlossen.

Den Bürgern scheint es jedenfalls jetzt schon zu gefallen. Fotograf Mario Gast postete auf seiner Facebookseite „Mystik Moments Fotografie Meißen“ bereits ein Bild des Pylons, welches über 300 mal positiv bewertet wurde und auch eine Menge netter Kommentare erhielt. So kommentiert beispielsweise Nutzerin Ina Kage das Foto mit den Worten „Das ist richtig gut geworden! Meine Hochachtung! Hoffentlich wird es nicht verunstaltet von irgendwelchen Subjekten...“ und spricht damit Bedenken aus, über die sich auch die Stadt Gedanken gemacht hat. Doch eine Beschichtung des Pylons war nicht möglich, erklärt Stadtmarketingchef Friebel. Wenn sich tatsächlich Schmierfinken an dem Pylon vergehen, müsse Frank Schäfer die entsprechenden Stellen neu übermalen, erklärt er. Doch OB Raschke hat wenig Bedenken. „Kunst wie diese wird in den meisten Fällen respektiert und in Ruhe gelassen“, sagt er zu dem Thema.

Der Gestaltungswettbewerb soll nun jährlich durchgeführt werden und ein neues Motto gibt es auch schon. Dieses Jahr dreht sich alles um die Fläche der Fußgängerpassage von der Neugasse auf den Neumarkt. Dunkle Ecken, achtlos weggeworfener Müll sowie mehrfach übermalte Graffitis sollen schon bald der Vergangenheit angehören. Das Motto lautet „Zu Hause in Meißen“, passend zur gleichnamigen Kampagne der Stadt, welche schon bald in neuem Design für die Domstadt werben wird. Die Künstler können ihre Ideen frei entwickeln. Die Flächen sollen nicht nur klassisch oder abstrakt bemalt werden, sondern können auch beschichtet, verkleidet, beklebt oder noch anders in Szene gesetzt werden. „Maßgeblich ist allein, dass die künstlerische Installation kreativ, langlebig, professionell angebracht und den Motto entsprechend gestaltet ist“, heißt es von den Veranstaltern, welche sich in diesem Jahr aus der Stadt Meißen und der Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsgesellschaft Meißen mbH zusammensetzen.

Beim zweiten Wettbewerb will die Stadt vor allem auch Studenten der Kunsthochschulen animieren, sich zu beteiligen. Immerhin winkt ein stolzes Preisgeld von 20 000 Euro. Diese sollen dann zur Realisierung der Idee verwendet werden. Bis Ende September können Künstler ihre Gestaltungsidee in Form von Skizzen und einer kurzen schriftlichen Erläuterung einreichen. Auch Details wie benötigte Materialien und Art der Fixierung des Werkes sollten erklärt werden. Aus allen Einsendungen wird die Jury sechs Teilnehmer auswählen, welche anschließend einen detaillierten Gestaltungsvorschlag einreichen dürfen. Dafür erhalten sie eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro. Im Frühjahr 2018 soll das Projekt dann realisiert werden.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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