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Familienzentrum Radebeul sucht Ehrenamtler, die für soziales Engagement geehrt werden

Beim Neujahrsempfang Familienzentrum Radebeul sucht Ehrenamtler, die für soziales Engagement geehrt werden

„Wenn es das Ehrenamt von heute auf morgen nicht mehr geben würde, dann wären wir um vieles ärmer“, sagt Radebeuls Sozialamtsleiter Elmar Günther. Gemeinsam mit seinem Amt sucht das Familienzentrum Radebeul Vorschläge für Ehrenamtler, die zum Neujahrsempfang 2018 für ihr soziales Engagement geehrt werden können.

Famileinzentrums-Chef Mathias Abraham zeigt die Ehrenamtskarte, die in Radebeul seit April zu haben ist.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „Wenn es das Ehrenamt von heute auf morgen nicht mehr geben würde, dann wären wir um vieles ärmer“, sagt Radebeuls Sozialamtsleiter Elmar Günther. Gemeinsam mit seinem Amt sucht das Familienzentrum Radebeul Vorschläge für Ehrenamtler, die zum Neujahrsempfang 2018 für ihr soziales Engagement geehrt werden können. Es sei „eine schöne Sache, wenn man Menschen Danke sagen kann“, sagt Günther dazu. „Andererseits wollen wir auf diese Weise auch zeigen, was es in dem Bereich alles gibt“, fügt er an.

Und da fangen die Schwierigkeiten an. Gerade im sozialen Bereich ist die Palette von Hilfsleistungen unüberschaubar. Manches beachtliche Engagement bleibe unerkannt, weil es nicht über Vereine oder Initiativen organisiert werden, sondern im Privaten geschehe. Gemeint seien etwa Radebeuler, die regelmäßig nach ihrem pflegebedürftigen Nachbarn sehen, den Haushalt machen, Einkäufe tätigen, ohne irgendeine Vergütung. „Und das auch, wenn die Pflegebedürftigen unangenehm, gar gewalttätig werden“, sagt Günther. Er erinnert an die bereits bei einem Jahresempfang geehrte Familie, die vor Jahren einen Schwerbehinderten in ihren Kreis aufgenommen und wie ein Familienmitglied behandelt hatte. „Die waren nicht verwandt, die wollten nur helfen“, sagt Günther. Dass es noch mehr solcher Menschen in Radebeul unter den wenigstens 2000 Ehrenamtlichen gibt, davon ist er überzeugt.

Sie zu finden ist die Aufgabe von Mathias Abraham im Familienzentrum. Dort ist man über das Projekt „Engagierte Stadt“ bestens vernetzt mit Vereinen. „Wir wollen aber ein Stück weit hinter die erste Reihe blicken“, sagt er. Deswegen nimmt er bis 31. Oktober Hinweise entgegen. Entweder unter der E-Mail-Adresse info@engagiertinradebeul.de oder auch persönlich immer donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr im „offenen Schaufenster“ am Familienzentrum, Altkötzschenbroda 20. Es werden bis zu acht Personen geehrt. Es ist bereits das dritte Mal seit 2005, dass Ehrenamtliche aus dem sozialen Bereich geehrt werden, nachdem zuletzt 2014 und 2017 keine geeigneten Kandidaten aus dem Bereich Umwelt gefunden werden konnten. 2015 wurde ganz ausgesetzt und 2016 standen die Radebeuler Polizisten auf der Bühne. Alle Vorschläge werden von Sozialamt und Familienzentrum bewertet und vorsortiert. Die abschließende Entscheidung trifft der Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss.

Bisher ganz gut angelaufen ist die Ausgabe von Ehrenamtskarten, die ebenfalls das Familienzentrum organisiert. Seit dem Aufruf im April sind bisher 36 Karten vom Sozialministerium des Landes bewilligt, Abraham geht davon aus, dass sich die Zahl bis Jahresende wenigstens verdoppelt.

Die Ehrenamtskarte kann jeder formlos beim Familienzentrum beantragen, der mindestens 16 Jahre alt ist und wenigstens ein Jahr ehrenamtlicher Tätigkeit nachweisen kann. Sie ermöglicht Rabatte oder gar den freien Eintritt bei verschiedenen Einrichtungen in Sachsen, darunter der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und des Schlösserlands. „Viele Vereine beantragen sie gesammelt für ihre Ehrenamtlichen, um ihnen auf diese Weise ein Dankeschön für ihr Engagement zu sagen“, sagt Abraham. Außen vor bleibe jedoch, wer ohne eine Organisation im Hinterland etwas für seine Mitmenschen tue. Genau das will man bei der Ehrenamtlichen-Ehrung zum Neujahrsempfang im Januar 2018 einmal anders machen.

Von Uwe Hofmann

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