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Familienbetrieb in erster Generation

Einer der besten Bäcker Deutschlands Familienbetrieb in erster Generation

Wenn andere Menschen ins Bett gehen, fängt für Bäckermeister Heiko Trepte der Arbeitstag an. 0 Uhr beginnt er, Teige zu kneten und die Backwaren für den kommenden Tag vorzubereiten. In den frühen Morgenstunden trudeln nach und nach die anderen Angestellten ein.

Katrin, Lina und Heiko Trepte sind ein eingeschworenes Team. Zur Fasching überraschen sie die Kunden mit außergewöhnlichen Pfannkuchenkreationen.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. Wenn andere Menschen ins Bett gehen, fängt für Bäckermeister Heiko Trepte der Arbeitstag an. 0 Uhr beginnt er, Teige zu kneten und die Backwaren für den kommenden Tag vorzubereiten. In den frühen Morgenstunden trudeln nach und nach die anderen Angestellten ein und Katrin Trepte dekoriert die Theke für den Tag. Ein Familienbetrieb durch und durch, welcher in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge zu den 500 besten Bäckereien in ganz Deutschland gehört. Das Magazin „Der Feinschmecker“ zeichnete die Feinbäckerei Trepte abermals aus und so konnten sie ihre Auszeichnung aus dem Jahr 2013 verteidigen. Zusammen mit der Bäckerei Riedel sind das die einzigen Beiden Backbetriebe aus dem Landkreis. „Das macht uns schon stolz“, freut sich Heiko Trepte über die Ehrung. „Unsere Kunden haben uns empfohlen, dann kamen übers Jahr verteilt einige verdeckte Kontrolleure vorbei und bewerteten unseren Betrieb“, erinnert sich Katrin Trepte an das Verfahren.

Etwa 15 000 backende Betriebe gibt es laut Heiko Trepte deutschlandweit, doch so frisch wie hier sind Backwaren nur noch selten anzutreffen. Die Backstube befindet sich direkt hinter dem Verkaufsraum. Sind frische Brote im Ofen, erfüllt ein köstlicher Duft den Raum. Tochter Lina macht zurzeit eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin. Natürlich im elterlichen Betrieb. Die 17- Jährige hat ihre Lehre im August begonnen. Doch schon mit 13 Jahren half sie samstags mit aus. Genau wie ihr Bruder Martin. Er ist mittlerweile zwar in der Immobilienbranche tätig, doch zu Studienzeiten verdiente er sich samstags Geld dazu. „Die Arbeitszeiten sind nicht immer einfach für das Familienleben. Aber wir haben uns gut damit arrangiert“, so Heiko Trepte. Sein Tag ist genau geplant. Gegen 12 Uhr mittags legt er sich noch einmal hin und dann geht es 16 Uhr weiter mit der Vorbereitung von Cremes und Füllungen für den kommenden Tag. 20 Uhr ist Schluss und dann bleiben noch vier Stunden, bis der neue Arbeitstag beginnt. Doch in der Familie ziehen alle an einem Strang. Tochter Lina steht selbst ab 4.30 Uhr mit in der Backstube und schaut sich die Tricks und Handgriffe vom Vater ab. Immerhin wird das Bäckerhandwerk auch in der Berufsschule groß geschrieben. „Da kommt sie ganz nach dem Vater“, lacht Katrin Trepte. Oft ist es so, dass eine Bäckerei ein Familienbetrieb über mehrere Generationen ist. Doch nicht im Fall der Familie Trepte. „Wir haben einfach eine Bäckerei gekauft“, erklärt Katrin Trepte ohne große Umwege. Beide sind gelernte Bäcker und haben vorher zehn Jahre im Außendienst gearbeitet. „Wir wollten etwas Eigenes machen und unsere Familie vergrößern. Das geht in der Branche nur wenn man selbstständig ist“, erklärt die Bäckersfrau den großen Schritt. Am 21.12.1998 haben sie den Betrieb auf der Winzerstraße übernommen, welcher vorher zwei Generationen lang im Besitz der Familie Schneider war. Nach einer kurzen Umbauphase eröffneten sie am 20. Januar 1999. Inzwischen haben sie sich vergrößert. 2007 wurde das Café angebaut und auch die Terrasse mit Blick auf die Weinberge lädt am warmen Tagen zum Verweilen ein.

In der Theke wird es nie langweilig, es gibt sogar „Sweet Sushi“ und jetzt zur Faschingszeit Pfannkuchen mit zwölf verschiedenen Füllungen. Darunter Nougat, Eierlikör und auf Wunsch sogar mit Senffüllung. Bautzner versteht sich. „Aber es ist ja nur der Mittelscharfe“, schmunzelt Lina. Heiko Trepte stellt alle Teige selbst her und pflegt dabei alte Traditionen. So werden Brötchen in Holzschiffchen, Trögel genannt, geformt und anschließend direkt auf dem Herd gebacken, ohne Blech. Aller zwei Wochen kommt eine große Mehllieferung direkt von der Mühle in Braunsdorf. Zurzeit ist es ruhig in der Bäckerei, was zum einen an den Winterferien liegt, denn vor allem die Schüler vom Luisenstift holen sich gern Käsestangen und Milchzöpfe bei den Treptes. Aber auch die Baustelle macht dem Familienbetrieb zu schaffen. Am 28. März soll die Straße endlich fertig sein. Doch die Stammkunden ließen sich davon in den letzten Monaten nicht abschrecken, dafür sind die Treptes sehr dankbar.

In diesem Jahr stehen noch zwei Jubiläen an. Anlässlich der ersten Erwähnung der Bäckerei in diesem Haus vor 150 Jahren wird es zwei Festwochen geben. Zwei Termine konnte Heiko Trepte im Stadtarchiv finden. Zum einen ging es dabei um die Anmeldung der Bäckerei und der zweite Termin bestätigte die Eröffnung des Betriebes. Das wird im Juni und September mit einer Menge Überraschungen für die Kunden gefeiert.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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