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Familie Drese öffnet Tür eines alten Kesselsdorfer Schulhauses

Tag des offenen Denkmals Familie Drese öffnet Tür eines alten Kesselsdorfer Schulhauses

Das älteste noch erhaltene Haus in Kesselsdorf ist – abgesehen von der Kirche – das Fachwerkhaus Straße des Friedens 33. Es wurde 1782 als Schule erbaut und als solche auch fast ein Jahrhundert genutzt. Seitdem dient es als Wohnhaus. Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September kann man die alte Schulstube besichtigen.

Das ist – neben der Kirche – das älteste Haus in Kesselsdorf.

Quelle: Catrin Steinbach

Kesselsdorf. 794 Jahre alt ist das zehn Kilometer von Dresden entfernte Kesselsdorf – bekannt geworden durch die Schlacht bei Kesselsdorf 1745. Ein geschichtsträchtiger Ort also. „Der Bauboom in den ersten Nachwendejahren und der damit verbundene enorme Landbedarf verhalfen dem Dorf zwar zur höchsten Millionärsdichte in Sachsen, aber leider auch zu einem der höchsten Schuldenberge“, schreibt der Heimatkreis Kesselsdorf auf seiner recht unterhaltsamen Internetseite über die jüngere Vergangenheit des Ortes.

Ilse Drese freut sich auf Besucher, die sich für die Geschichte des alten Fachwerkhauses interessieren

Ilse Drese freut sich auf Besucher, die sich für die Geschichte des alten Fachwerkhauses interessieren.

Quelle: Catrin Steinbach

Besagter Heimatkreis gehört zum Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. und beschäftigt sich mit der Ortsgeschichte sowie dem Leben der Dorfbewohner im Wandel der Zeiten. Im Dorfgemeinschaftshaus richtete der Verein eine Heimatstube ein und kennzeichnete im Ort mit grünen Schildern Kulturdenkmäler.

Das älteste noch erhaltene Haus in Kesselsdorf ist – abgesehen von der Kirche – das Fachwerkhaus Straße des Friedens 33. Es wurde 1782 als Schule erbaut und als solche auch fast ein Jahrhundert genutzt. Seitdem dient das Gebäude als Wohnhaus.

Schild im Haus Straße des Friedens 33

Schild im Haus Straße des Friedens 33.

Quelle: Catrin Steinbach

Heute wohnt dort Ilse Drese. Die Frau von Pfarrer Siegfried Drese, der 2007 starb, ist in Kesselsdorf seit 1966/67 zu Hause und mittlerweile eine Institution. Die 86-Jährige, die in Kesselsdorf meist auf ihrem E-Bike unterwegs ist, gründete die Bürgerinitiative mit, die für eine Umgehungsstraße kämpfte. Seit Jahren macht sie im Heimatkreis mit, verwaltet dort die Finanzen. Zudem gibt sie ihr Wissen über die Geschichte des Ortes u.a. in Führungen durch die Heimatstube weiter. Sie ist außerdem in der Kirche ehrenamtlich aktiv. Nicht zuletzt hat sie in Kesselsdorf für die Seniorenarbeit den Hut auf, organisiert Veranstaltungen und Ausfahrten.

Zum Tag des offenen Denkmals kann man die rührige Ilse Drese im ältesten Wohnhaus treffen und von ihr mehr über dessen Geschichte und die des Ortes erfahren. Denn sie und ihr Sohn Friedrich, der das Gebäude nach der Wende kaufte, öffnen die Tür für Interessierte. Friedrich Drese, der jetzt in Mecklenburg zu Hause ist und das Orgelmuseum in Malchow leitet, saniert das Kesselsdorfer Fachwerkhaus Stück für Stück denkmalgerecht. Momentan ist er dabei, die große Schulstube im Erdgeschoss wiederherzustellen. Ein Museum soll sie nicht werden. Aber am Sonntag will er den Raum und die gefundenen Spuren der Vergangenheit zeigen. Zudem hat er, wie er sagte, Ausstellungstafeln zur Geschichte des Hauses vorbereitet.

Geöffnete Denkmale

Diese Orte kann man am Sonntag, dem 10. September, zum Tag des offenen Denkmals rund um Kesselsdorf u.a. besichtigen:

Alte Schule Kesselsdorf : Straße des Friedens 33, Wilsdruff/Kesselsdorf; geöffnet 10-18 Uhr, Führungen nach Bedarf durch Friedrich Drese

Historische Dampftechnik in der ehemaligen Möbelfabrik der Gebrüder Müller : Fabrikstr. 2, Wilsdruff; geöffnet 10-17 Uhr; Besucher können restaurierte Dampfmaschinen, die Dampfturbine und das Sägegatter besichtigen und z.T. in Funktion erleben; Führungen nach Bedarf durch Mitglieder des sächsischen Dampfmaschinenvereins

Burgruine und Bergkirche , Kirchweg, Tharandt: 11 Uhr Führung mit Falk Schlegel vom Burgen- und Geschichtsverein Tharandt e.V.; Treff: Holzhütte Burgplateau Oberburg; es gibt Erläuterungen zur Bausubstanz, die noch erhalten ist; eine Innenbesichtigung der Kirche ist aufgrund von Bauarbeiten nicht möglich, aber ein Einstieg in das für die Öffentlichkeit geschlossene Kellergewölbe; zudem gibt es Ausführungen zur Geschichte des benachbarten „Schlosses“

Stadtführung Tharandt , Beginn 10 Uhr, Treff ist das Rathaus in Tharandt; Führung durch das Stadtzentrum mit Frau Huhn und Herrn Frenzel, anschließend Führung zur Geschichte der Burg

St.-Jakobus-Kirche Pesterwitz : Zur Jakobuskirche 3, Freital-Pesterwitz: geöffnet 12-18 Uhr Führungen nach Bedarf durch Eberhard Kammer

Rösche Segen-Gottes-Schacht : Poisentalstr. 152, Freital-Niederhäslich; geöffnet 10-17 Uhr Führungen halbstündlich

Von Catrin Steinbach

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