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Umland Exklusive Einblicke zum Tag der Architektur am 24. und 25. Juni
Region Umland Exklusive Einblicke zum Tag der Architektur am 24. und 25. Juni
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13:59 23.06.2017
Architektin Annett Ammon zeigt den Schriftzug, der von der ursprünglichen Funktion des Gebäudes zeugt. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

„Architektur schafft Lebensqualität“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr der bundesweite „Tag der Architektur“, der am Wochenende 24./25. Juni stattfindet. Er bietet mit allein 46 Objekten im Großraum Dresden, offenen Architekturbüros sowie Veranstaltungen „viele exklusive Gelegenheiten, Gebautes aus erster Hand zu erleben und dabei in den Dialog zu treten mit Bauherrschaft und Architekten“, so Alf Furkert, Präsident der Architektenkammer Sachsen. Erstmals gibt es zum Tag der Architektur eine begleitende Ausstellung, die alle Objekte, die in diesem Jahr in Sachsen besichtigt werden können, in Kurzform vorstellt.

„Architektur schafft Lebensqualität“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr der bundesweite „Tag der Architektur“, der am Wochenende 24./25. Juni stattfindet.

Zu sehen ist die Schau noch bis einschließlich 24. Juni, täglich 12 bis 18 Uhr, im neu eröffneten Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden/Eingang Galeriestraße. Ein Bauwerk, dass am Wochenende seine Türen öffnet, ist der Bahnhof Dresden-Reick. Denn Stefan Jugelt, ein eisenbahnbegeisterter Dresdner, erfüllt sich einen Traum und haucht dem Haus neues Leben ein.

Es wird schon seit 2004 nicht mehr als Bahnhof genutzt. Als das Empfangsgebäude vor vier Jahren zum Verkauf stand, griff Jugelt zu. Der Automatisierungstechniker, der sich als Mitarbeiter der Europäischen Kommission mittlerweile beruflich mit dem Thema Eisenbahn und IT beschäftigt, lässt den Bahnhof gegenwärtig denkmalgerecht sanieren und komplett zum Wohnhaus umbauen.

Das Obergeschoss dient schon seit langem Wohnzwecken, blieb selbst während der Sanierung vermietet. „Auch im Erdgeschoss gab es in Richtung Norden schon seit den 1970er Jahren eine Wohnung“, weiß der neue Eigentümer. Er schafft jetzt zudem im Dachgeschoss zwei Wohnungen und strukturiert das Erdgeschoss um. An- und Einbauten wurden entfernt, so dass die einstige Schalterhalle wieder in ihrer ursprünglichen Größe erlebbar ist. „Es wird ein großartiges Wohnzimmer mit frei stehender Küche“, schwärmt Architektin Annett Ammon vom Büro rka Architekten. Das zeichnet für Planung und Bauleitung verantwortlich.

Die Aufteilung der Wohnräume im Erdgeschoss ist flexibel. „Wir können dort mit geringstem Aufwand drei verschiedene Grundrissvarianten realisieren“, beschreibt der Bauherr. Er will jetzt die neu entstandenen Mietwohnungen auf den Markt bringen. Aber noch ist auf dem Grundstück einiges zu tun. So werden die Außenanlagen umgestaltet. Die Zufahrt erfolgt künftig nicht mehr von der Oskar-Röder-Straße aus, sondern vom Seidnitzer Weg. Denn das, was vom einstigen Bahnhofsvorplatz noch übrig ist, soll ein großer Garten für die künftigen Erdgeschossbewohner werden. Die anderen Mieter bekommen zur anderen Seite einen Gemeinschaftsgarten.

An die Eisenbahn-Vergangenheit des 1907 errichteten Gebäudes erinnert von außen der nach historischem Vorbild wieder aufgebrachte Schriftzug „Dresden-Reick“. Stefan Jugelt lässt auch die alte Bahnhofsuhr aus den 1970er Jahren aufarbeiten und anbringen. Ein Stück aus der Zeit der Eröffnung des Bahnhofes gab es nicht. „Durch Umbauten in den 1990er Jahren sind leider auch die Fahrkartenschalter und eine alte Bank weggekommen“, bedauert der Eisenbahnfan.

Er wohnt und arbeitet momentan in Frankreich. Doch zum „Tag der Architektur“ kommt er nach Dresden, um den alten Bahnhof und sein Wohnprojekt interessierten Dresdnern vorzustellen.

Bahnhof Dresden-Reick, Oskar-Röder-Str. 5, am 24. Juni von 10 bis 15 Uhr Führungen jeweils zur vollen Stunde

von Catrin Steinbach

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