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Evangelisches Schulzentrum Pirna wird mit Verspätung fertig

Umbau der „Roten Kasernen“ Evangelisches Schulzentrum Pirna wird mit Verspätung fertig

Das neue Evangelische Schulzentrum Pirna kann nach den kommenden Sommerferien in den einstigen „Roten Kasernen“ noch nicht öffnen. Warum es zu einer Bauverzögerung kam, welchen Fortschritt das Schulbauprojekt macht und an welchem neuen Vorhaben der Schulverein bereits arbeitet, sagt Geschäftsführer Falk Wenzel im DNN-Interview.

Der Bau des Evangelischen Schulzentrums Pirna ist im vollen Gange. In einem Jahr soll laut Geschäftsführer Falk Wenzel der derzeit eingerüstete Gebäudeteil fertig sein.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna.  Der Pirnaer Stadtrat hat am Dienstagabend die Verlängerung der Mietverträge mit dem Evangelischen Schulverein für die beiden jetzigen Standorte beschlossen. Das neue Schulzentrum in den „Roten Kasernen“ kann nach den kommenden Sommerferien noch nicht öffnen. Warum es zu einer Bauverzögerung kam, welchen Fortschritt das Schulbauprojekt macht und an welchem neuen Vorhaben der Schulverein bereits arbeitet, sagt Geschäftsführer Falk Wenzel im DNN-Interview.

Frage: Herr Wenzel, in den beiden Gebäuden, Rottwerndorfer Straße 51/52, herrscht reges Baugeschehen. Wird das Evangelische Schulzentrum Pirna wie geplant zum kommenden Schuljahr 2017/18 einziehen können?

Falk Wenzel: Leider nicht! Es kam aus verschiedenen Gründen zu Verzögerungen im Bauablauf. Der ursprüngliche Termin mit Umzug und Start im August dieses Jahres ist nicht zu halten.

Der Pirnaer Stadtrat hat einer Verlängerung der Mietverträge für die bisherigen Schulstandorte Nicolaistraße 3 und ehemalige Heinrich-Heine-Schule zugestimmt. Wann werden Evangelische Grund- und Mittelschule sowie das Berufliche Gymnasium in einem Gebäude vereint sein?

Mit den Baufirmen und Bauplanern haben wir uns auf eine Staffelung des weiteren Bauablaufs verständigt. Priorität hat im Moment das kleinere der beiden Gebäude, die Hausnummer 52. Dort wird verstärkt ausgebaut, damit wir im Februar 2018 mit Grundschule und Hort einziehen können. Ein halbes Jahr später sollen Mittelschule und Berufliches Gymnasium folgen.

Was hat zur Bauverzögerung geführt?

Es war ein Bündel von verschiedenen Dingen. So wurden beispielsweise Fledermäuse und Mauersegler entdeckt, seltene Arten die einen hohen Schutzstatus genießen, was besondere Auflagen der Naturschutzbehörde im Zuge des Bauantragsverfahren zur Folge hatte. Wir konnten bestimmte Bauteile der Bestandsgebäude nicht zu dem von uns ursprünglich angedachten Termin aufbrechen. Die Statiker nahmen daher erst mit einer viermonatigen Verspätung ihre Arbeit auf. In der Terminkette verschob sich alles weiter nach hinten. Eine Folge war, dass die Ausschreibung der Gewerke auf einen ungünstigen Zeitpunkt fiel. Die Auftragsbücher der meisten Baufirmen waren schon gefüllt. Dadurch hatten wir Schwierigkeiten Firmen zu finden, was sich auch auf die Kosten auswirkte.

Wird sich die Investitionssumme für den Umbau der beiden einstigen Kasernengebäude zu einem Schulhaus dadurch erhöhen?

Die Kostensteigerungen konnten wir durch Umplanungen kompensieren, sodass wir wieder in dem Kostenrahmen sind, den wir uns vorgestellt haben und der uns durch Kredite etc. auch vorgegeben ist. Wir rechnen mit einer Bausumme von elf bis 11,5 Millionen Euro. Eine große Einsparung gelingt durch die Verkleinerung des Verbindungsbaus. Der Neubau zwischen den beiden Bestandsgebäuden war ursprünglich zweigeschossig geplant, jetzt wird er nur noch anderthalbgeschossig sein.

In welchem Baustadium befindet sich das Projekt jetzt?

Zurzeit befinden sich viele Handwerker im Gebäude. Die Stadtwerke Pirna haben ihr Versprechen gehalten und pünktlich den Fernwärmeanschluss realisiert. Da wir das Haus beheizen können, muss keine Winterpause eingelegt werden. Der Abriss der alten Wände ist bereits abgeschlossen. Das war Schwerstarbeit und ich habe großen Respekt vor den Mitarbeitern der Abrissfirma. Sie haben Unmengen an Schutt herausgeräumt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die großen Schlafsäle der Kasernen zu Wohnungen umgebaut. Diese eingezogenen Wände mussten raus, damit wir wieder zu der ursprünglich klaren Raumstruktur der Kasernengebäude mit einem Mittelgang und großer Schlafsäle links und rechts, unseren künftigen Klassenzimmern, zurückkehren konnten. Nach dem Rückbau erfolgt jetzt der Wiederaufbau. Momentan sind Trockenbauer am Werk und es werden die Leitungen für Heizung, Sanitär und Elektrik verlegt sowie das Dach neu gedeckt.

Beim Schulhaus steckt der Schulverein noch mitten in der Arbeit, da plant er bereits das nächste Projekt eine Turnhalle. Warum?

Man könnte meinen, dass wir verrückt seien. Das sind wir nicht! Durch unser Schulbauprojekt haben wir erfahren, wie viel Zeit von den ersten Überlegungen, über Planung und Sicherung der Finanzierung bis zum Baubeginn vergeht. Im Fall der Schule waren dies reichlich zwei Jahre. Perspektivisch werden wir im Evangelischen Schulzentrum an die 700 Kinder und Jugendliche unterrichten. Für sie benötigen wir eine Turnhalle. Gegenwärtig sind unsere Schüler für den Sportunterricht in fast ganz Pirna unterwegs. Wir nutzen verschiedene Sportstätten. Das funktioniert derzeit noch recht gut. Allerdings wird es logistisch immer komplizierter und schwieriger, die Mädchen und Jungs zu den normalen Schulsportzeiten unterzubringen. Die Turnhalle soll aber nicht allein dem Sportsport, sondern auch dem Freizeit- und Vereinssport dienen. Mit ihr wollen wir in der Südvorstadt für eine Bereicherung sorgen und hoffen auf viele Unterstützer, um das Projekt stemmen zu können.

Von Silvio Kuhnert

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