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Umland Es schlägt 13 in Sachen Osterzgebirgisches Puppentheaterfest
Region Umland Es schlägt 13 in Sachen Osterzgebirgisches Puppentheaterfest
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09:26 06.10.2017
In und um Bärenfels geht ab Freitag drei Tage lang das Osterzgebirgische Puppentheaterfest über die Bühne Quelle: Hannelore Weiß
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Bärenfels

Bärenfels im Osterzgebirge hat aus vielerlei Gründen einen guten Ruf. Richtig bekannt wurde der Ort im ersten Jahrzehnt nach dem 2. Weltkrieg durch den Puppenspieler Paul Hölzig. Der nannte sein Unternehmen, mit dem er damals in Sachsen und darüber hinaus auftrat, „Bärenfelser Puppenspiele“, und seine Hauptfigur war der Bärenfelser Kasper. Der ist Hölzigs Kreation, auch wenn Helmut Lange aus Bärenfels ihn (wie auch andere Figuren) letztlich geschnitzt hat. Der Bärenfelser unterscheidet sich von seinem Hohnsteiner Kollegen, dass er beim Lachen nicht die Zähne zeigt wie dieser.

Hölzig ist schon lange tot, seit 1989, aber heute ( 6.10.) geht’s los) ist es bis zum 8. Oktober wieder soweit: In und um Bärenfels geht das 13. Osterzgebirgische Puppentheaterfest über die Bühne, das sich zu einem kulturellen Höhepunkt der Region gemauert hat. Zu seinen Besonderheiten gehört, dass sich das Fest sowohl an Kinder wie an Erwachsene wendet. Das entspricht dem Wirken von Hölzig, der in Bärenfels mit seiner Kunst neu hatte anfangen müssen, nachdem er in der Bombennacht von Dresden im Februar 1945 alles verloren hatte.

Initiatoren des Festes sind der Bärenfelser Gastwirt Jan Kempe und der Puppenspieler Hans-Joachim Hellwig aus Dresden, der auch der neue künstlerische Leiter ist. Spielorte sind neun Gasthöfe, Hotels und Säle der Region, das Spektrum reicht vom Bahnhof in Kipsdorf über die Evangelische Kirche in Altenberg und die Herklotzmühle in Sayde bis hin zu den Parksälen in Dippoldiswalde. Gefördert wird das Puppentheaterfest von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und zahlreichen Sponsoren. Alles in allem sind 23 Vorstellungen angesetzt.

(Franziska) Merkel erzählt von fernen Zeiten

Offiziell eröffnet wird das Festival heute, 19.30 Uhr Gasthof Bärenfels, wo das Puppentheater Gugelhupf aus Gernsbach für Menschen ab 14 Jahren „Die Bettleroper“ als One-Man-Show frei nach John Gay spielt, wobei Robert Hennig für die musikalische Umrahmung sorgt. Ebenfalls am Freitag, 19.30 Uhr wird im Hotel Lugsteinhof in Zinnwald vom Leipziger Figurentheater Franziska Merkel „Rübezahl“ als Märchen für Erwachsene dargeboten. In der „lyrischen alten Sprache des Originaltextes“ und mit laut Ankündigung „viel Witz und raffinierter Wortgewandtheit“ will Merkel von fernen Zeiten erzählen. Ihr großer nostalgischer Nähkasten ist das Zauberreich des wilden Berggeistes aus dem Riesengebirge. Aus verborgenen Fächern und Winkeln, „wo einstmals Garnrollen und Knöpfe lagen, tauchen nun über 30 Flachfiguren auf und bebildern eine Geschichte von Liebe, Lust und List...“ Und nach dem Hauptprogramm soll zudem noch eine theatralische Likörverkostung zelebriert werden.

Im Ahorn Hotel Stephanshöhe in Schellerhau präsentiert am Sonnabend, 10.30 Uhr, das Figurentheater Eigentlich aus Frankfurt am Main die Inszenierung „Käpt’n Knitterbart“ über einen gefürchteten Piraten, „ein unbesiegbares kleines Mädchen und eine wunderbare Piratenmama“. Nicht ganz so weit ist die Anreise für Volkmar Funke aus Coswig, der am Sonnabend, 16 Uhr im Kipsdorfer Bahnhof das Stück „Einfach weggeworfen“ zur Aufführung bringt. Geschildert wird, wie ein Junge, der sich mit seiner alten Kasperpuppe langweilt und die Figur deshalb auf die Straße wirft. Bald schon merkt er, dass er sie vermisst. Gern würde er den Kasper zurückhaben, doch dafür ist es zu spät. Für den kleinen Lumpenkasper beginnt eine abenteuerliche und aufregende Reise, die Kinder ab vier Jahren verfolgen können.

Karten für Tagesveranstaltungen: Kinder 4 Euro, Erwachsene 6 Euro; Abendveranstaltungen: Erwachsene 12 Euro

Eröffnung im Gasthof Bärenfels (Freitag, 19.30 Uhr): 15 Euro

www.puppentheaterfest.de

Von Christian Ruf

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