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Umland Erstes Treppenelement für Bismarckturm ist in Radebeul eingetroffen
Region Umland Erstes Treppenelement für Bismarckturm ist in Radebeul eingetroffen
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11:59 30.03.2018
Robert Bialek (l.) und Dr. Jens Baumann vom Radebeuler Denkmalverein sind als Erste auf das Treppenelement vor dem Bismarckturm gestiegen. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
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Radebeul

Der Umbau des Radebeuler Bismarckturmes zu einem Aussichtsturm steht in den Startlöchern. Am Gründonnerstag lieferte die Metallbaufirma Göbel GmbH das erste Treppenelement an. Dr. Jens Baumann, Vorsitzender des Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen, sowie Vereinsmitglied Robert Bialek, der die Rohbauarbeiten leitet, nahmen die Metallkonstruktion genau unter die Lupe und stiegen zum Test auf die ersten Treppenstufen hinauf. „Jetzt geht es zügig los“, kündigte Baumann an.

Bereits vor drei Jahren erfolgte am 1. April, dem 200. Geburtstag des namengebenden früheren Reichskanzlers Otto von Bismarck, die symbolische Grundsteinlegung für das Treppenprojekt. Es war nicht der erste Anlauf. Bereits 1913 – sechs Jahre nach Erbauung und Einweihung – wollte man die Denkmalsäule zum Aussichtsturm machen, was damals am Geld scheiterte. Dieses Schicksal kann dem jetzigen Projekt nicht mehr ereilen. Allein über Spenden ist die erforderliche Summe für den Einbau einer Treppenanlage und Aussichtsplattform zusammengekommen. Rund 1000 Spender haben reichlich 280000 Euro auf das Konto des Denkmalvereins überwiesen.

Zum 111-jährigen Turmjubiläum am 2. September dieses Jahres sollen die ersten Besucher die Aussicht über das Elbtal aus 18 Metern Höhe genießen können. „Noch können wir das Ziel erreichen“, zeigt sich Baumann optimistisch. Am Einbau der Treppe wird der geplante Eröffnungstermin nicht scheitern. Sie soll bis kommenden August stehen. Denn für den 10. des Monats ist die Abnahme geplant. Und Stück für Stück wird sie bis dahin in die Höhe wachsen.

Zunächst wird eine Bodenplatte aus Beton gegossen. Wenn diese trocken ist, kann die Metallbaufirma Göbel aus Reinhardtsgrimma das erste Treppenelement vor Ort installieren. Dieses steht links von der Eingangstür. Von da aus windet sich die Metallkonstruktion entlang des Mauerwerks schneckenförmig nach oben. Insgesamt neun Treppenelemente, die jeweils mit Zwischenpodest verbunden sind, werden die Metallbauer in den nächsten Monaten fertigen und über die bislang noch offene Turmspitze in die Säule hineinhieven. 81 Treppenstufen werden es im Inneren sein, zwei weitere aus Sandstein kommen außen vor die Eingangstür, so dass in Summe die Turmbesteiger 83 Stufen erklimmen müssen. Die Zahl hat eine symbolische Bedeutung. Jede Stufe steht für ein Lebensjahr des ersten Reichskanzlers.

Die geplante Eröffnung Anfang September kann nur noch der Einbau der Aussichtsplattform vereiteln. Gegenwärtig ist die Ausschreibung für die Vergabe dieser Bauleistung in Vorbereitung und soll bald erfolgen. Danach hängt alles davon ab, ob sich ein Unternehmen meldet, das bis Ende August die Plattform liefern und einbauen kann. Baummann ist voller Hoffnung, dass der Zeitplan aufgeht. Wenn nicht erfolgt die Eröffnungsfeier spätestens in einem Jahr. Bei schönem Wetter können Ausflügler dann vom Turm aus nicht nur ins Elbtal, sondern auch weit über den Friedewald blicken.

Von Silvio Kuhnert

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