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Umland Erste Trauben für den Federweißer - Lese in Sachsen beginnt
Region Umland Erste Trauben für den Federweißer - Lese in Sachsen beginnt
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15:15 20.08.2016
Die Weinlese in Sachsen steht kurz bevor. Am nächsten Montag beginnt das Radebeuler Staatsweingut Schloss Wackerbarth mit der Ernte der ersten frühreifen Trauben für den Federweißer. Quelle: dpa
Meißen/Radebeul

Die Weinlese in Sachsen steht kurz bevor. Am nächsten Montag beginnt das Radebeuler Staatsweingut Schloss Wackerbarth mit der Ernte der ersten frühreifen Trauben für den Federweißer. „Die Trauben beginnen schon, sich zu färben“, sagte Sprecher Martin Junge. Die Qualität sei sehr gut. Verwendet werden für den Federweißer vor allem die Trauben der weißen Rebsorte Solaris. „Diese besitzen eine ausgeprägte Fruchtigkeit und reifen sehr früh.“ Zum Tag des Offenen Weingutes am 27. und 28. August werden die ersten Gläser Federweißer aus heimischen Anbau ausgeschenkt.

Solaris wird in Sachsen auf einer Fläche von gut neun Hektar angebaut - insgesamt umfasst die Rebfläche knapp 470 Hektar. Im Vorjahr haben Sachsens Winzer rund 24 700 Hektoliter Wein gekeltert und damit die beste Ernte seit Jahren eingefahren. Wie die Lese 2016 ausfällt, kann Christoph Reiner, Vorsitzender des Weinbauverbandes Sachsen, noch nicht abschätzen. „Wir sind bislang gut über das Jahr gekommen, ausschlaggebend sind aber die nächsten Wochen.“

Die Winzer hoffen deshalb auf trockenes und sonniges Wetter - einen goldenen Herbst. Bisher sei der Behang an den Reben und der Zustand der Trauben aber „vielversprechend.“

Die Nachfrage nach sächsischem Federweißer sei in den vergangenen Jahren gestiegen, so Reiner. Die Hauptlese startet aller Voraussicht in der zweiten Septemberwoche.

Die Kellermeisterin der Winzergenossenschaft Meißen analysiert derzeit die Traubenproben der 1500 Mitglieder, um den besten Zeitpunkt für die Lese zu bestimmen. „Zum heutigen Tag hängen die Reben voll und die Trauben sehen gut aus“, sagte eine Sprecherin.

In den vergangenen Monaten hatte die Branche wegen Funden von verbotenen Pflanzenschutzmitteln bei einzelnen Erzeugern mit ihrem Ruf zu kämpfen. Der Pflanzenschutzkontrolldienst im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie kündigte an, seine Kontrollen gerade vor der Lese auszudehnen. Zudem will Sachsen künftig das Prüfverfahren ändern und alle Qualitäts- und Prädikatsweine zentral und ausschließlich über die Landesuntersuchungsanstalt analysieren. Bisher waren auch andere Labors zugelassen.

Der Weinbauverband begrüßt die Kontrollen: Entscheidend sei, dass der Verbraucher beruhigt ist und schwarze Schafe herausgefiltert werden, so Reiner. Er hofft, dass der Skandal nun überwunden ist. Mit dem Tag des Offenen Weingutes Ende August wollen die Winzer zum Blick hinter die Kulissen laden - und auf Transparenz setzen. „Da sind alle eingeladen, sich von der Qualität des sächsischen Weines zu überzeugen.“

dpa

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