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Erste Lärmschutzkonferenz in Coswig

Dank Spenden vieler Bürger Erste Lärmschutzkonferenz in Coswig

2 300 Tage Bahnlärm. 117 Güterzüge pro Tag. Zum Vergleich, 2001 waren es noch 66. Dieses unerfreuliche Jubiläum zählte der Verein Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal (BI) am 29. März. An diesem Tag vor etwas mehr als sechs Jahren wurde die Berliner Strecke freigegeben und das Leid rund um die Lärmbelastung der Coswiger begann.

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Quelle: dpa

Coswig. 2 300 Tage Bahnlärm. 117 Güterzüge pro Tag. Zum Vergleich, 2001 waren es noch 66. Dieses unerfreuliche Jubiläum zählte der Verein Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal (BI) am 29. März. An diesem Tag vor etwas mehr als sechs Jahren wurde die Berliner Strecke freigegeben und das Leid rund um die Lärmbelastung der Coswiger begann. Auch nach diesen vielen Tagen und Jahren bemüht sich der Verein rund um Vorstand Michael Krebs unermüdlich weiter, endlich einen geeigneten Lärmschutz für Coswig zu bekommen. Dank dieses Engagements sowie zahlreicher Spenden von Bürgern, welche mittlerweile einen vierstelligen Bereich erreicht haben, kann am 10. Juni die erste Lärmschutzkonferenz in Coswig stattfinden. Der Spendenaufruf wurde im vergangenen Herbst gestartet, mehr als 10 000 Haushalte in Coswig, Weinböhla und Radebeul angeschrieben.„Wir danken den über 230 Einzelspendern“, betont Vereinschef Krebs und erklärt weiter, dass sich eventuell jeder gespendete Euro durch eine mögliche Förderung um einen weiteren Euro erhöhen könnte.

Mit den Geldern möchte die Initiative im Wahljahr 2017 eine Reihe von Aktivitäten auf die Beine stellen. Dazu zählt nun auch die erste Lärmschutzkonferenz, welche bereits finanziell abgesichert ist. Darauf kann der Verein stolz sein, denn es handelt sich um die erste Veranstaltung solcher Art, welche von Bürgern auf die Beine gestellt worden ist. Die reine Fachtagung wird in der Coswiger Börse stattfinden und Interessierte können sich dort bei Fachvorträgen informieren und sich über die neuesten Entwicklungen austauschen. Bürger, aber auch Mitarbeiter aus Behörden und Ministerien sowie Kommunalpolitiker können an dieser Veranstaltung kostenfrei und ohne vorige Anmeldung teilnehmen. Hans-Georg Zimmermann, Sprecher Lärmschutz der Deutschen Bahn, Michael Jäcker-Cüppers, Vize-Vorsitzender vom Arbeitsring Lärm in der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. (ALD) und Wolfgang Brunbauer, Inhaber der österreichischen Firma Calma-Tec Lärmschutzsysteme GmbH haben bereits zugesagt. Letztere wird an diesem Tag ihren sogenannten Pin-Spoiler vorstellen. Diese Vorrichtung kann auf die Oberkante einer Lärmschutzwand gesteckt werden und die störende Lautstärke weiter minimieren. Auch die Deutsche Bahn wird vor Ort sein und ihre Lärmschutz-Technik vorstellen. Immerhin gab der Konzern bekannt, 60 Millionen Euro in den Lärmschutz an 35 Stellen im oberen Elbtal zu investieren. Ein Auslöser war unter anderem die Machbarkeitsuntersuchung, bei der auch zwei Abschnitte in Coswig und Weinböhla untersucht worden sind. Vertreter der Kommunen haben nun die Möglichkeit, Anregungen und Ergänzungen in die Planungen einzubringen und im Sommer soll die Studie schließlich abgeschlossen werden.

Diese Untersuchung sieht der Verein BI als Ergebnis der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Politikern und Bahnvertretern. Der Verein zählt 180 Mitglieder und setzt sich seit der Gründung 2011 für eine leise Bahn und die damit verbundenen Maßnahmen ein.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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