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Er macht's - Radebeuls OB Wendsche kandidiert für eine dritte Amtszeit

Er macht's - Radebeuls OB Wendsche kandidiert für eine dritte Amtszeit

11 Uhr hatten es die Mitarbeiter im Rathaus und die Fraktions-Chefs des Stadtrats in ihren E-Mail-Postfächern: Bert Wendsche (parteilos) kandidiert nach langer Bedenkzeit für eine dritte Amtszeit als Oberbürgermeister.

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Power-Paar: Weil Sabine Flierl ihm den Rücken freihält verspürt Bert Wendsche die Kraft und den Willen, für eine dritte Amtszeit als Oberbürgermeister.

Quelle: Martin Förster

"Ja, ich habe die Kraft für weitere sieben Jahre", erklärte er in einer gleichzeitig im Spitzhaus einberufenen Pressekonferenz. Fast konnte man den Eindruck gewinnen, dass ein tiefes Aufatmen aus dem Tal in das an der Oberlößnitzer Hangkante gelegene Restaurant hochstieg. Von "OB-Notstand", "Unsicherheit" und einem ungebührlich langen Zögern Wendsches war in letzter Zeit die Rede gewesen. Vor allen den Mitgliedern einiger Stadtratsfraktionen dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. CDU, Freie Wähler, FDP - also die Fraktionen, die Wendsches Politik klar unterstützen - haben keinen eigenen Kandidaten aufzuweisen und hätten es wohl sehr schwer gehabt, bis zum Wahltag am 7. Juni einen Bewerber aufzubauen. "Wir freuen uns, dass mit Bert Wendsche unser geachteter und bewährter Oberbürgermeister als der zweifellos am besten geeignete Bewerber erneut für dieses anspruchsvolle Amt kandidiert", lässt sich entsprechend der CDU-Stadtverbands-Vorsitzende Bernhard van Recum zitieren. "Wir sind sehr erleichtert, dass er antritt", sagt Bernd Uhlemann, Fraktions-Chef der Freien Wähler. "Wir beglückwünschen nicht nur ihn, sondern ganz Radebeul." FDP-Fraktions-Chef Frank Sparbert hatte schon bei der letzten Stadtratssitzung erklärt, dass man den Amtsinhaber unterstützen wolle.

Überraschend kommt die Entscheidung Wendsches also für viele Beobachter nicht. Der gerade mal 50-jährige OB hatte auch keinesfalls einen amtsmüden Eindruck gemacht, auch wenn ihn der ungewohnt starke Gegenwind aus den Fraktionen SPD und Bürgerforum/Grüne "seelische Kraft" gekostet habe. "Ich habe Ideen mindestens für die nächsten sieben Jahre", sagt er. Das Projekt Wiederwahl gehe er optimistisch an. Wichtige Vorhaben in der nächsten Zeit seien der Abschluss des Sanierungsgebiets in Radebeul-Ost mit dem Umbau des für die Identität der Stadt so wichtigen Karl-May-Museums, die Etablierung eines Sanierungsgebiets in Radebeul-West, der Ausbau der Hauptverkehrsstraßen und die Sanierung von Schulen und Kitas, angefangen mit dem Altbau des Gymnasiums Luisenstift.

Freunde und Familie hätten ihn bei seiner Entscheidung beraten, sagt Wendsche. Seine Frau Sabine Flierl saß bei der Pressekonferenz neben ihm. "Ich habe den Eindruck, dass er trotz des Ausmaßes der Arbeit glücklich dabei ist", sagt sie. Sie habe ihm die letzten 14 Jahre den Rücken frei gehalten und werde das auch weiterhin tun. Ohne sie würde es den OB Wendsche wohl auch nicht geben, zumindest nicht so, wie er derzeit sein Amt versieht. "Ich kann nicht nach acht Stunden die Tür abschließen und in den Garten gehen", sagt er. Sein Arbeitstag beginne um acht Uhr und dauere meist bis spät in den Abend, auch am Wochenende ist er im Rathaus anzutreffen.

Bleibt die Frage, ob es einen Gegenkandidaten geben wird. "Wir haben vorher vereinbart, dass die Linke niemanden aufstellen wird, wenn der OB weitermacht", sagt Linke-Fraktions-Chef Christian Fischer. Er persönlich halte es für jeden Kandidaten schwer, der gegen Wendsche antreten müsse. Bei der letzten Wahl verabschiedete sich die einzige Gegenkandidatin bereits vor dem Wahltermin. Das hält die Fraktionen SPD und Bürgerforum/Grüne nicht davon ab, einen eigenen Bewerber zu suchen. Eine lebhafte Demokratie zeichne sich schließlich dadurch aus, dass man wählen könne, sagen SPD-Fraktions-Chef Thomas Gey und Stadtrat Tobias Plessing (Bürgerforum/Grüne). Es gebe ein, zwei ernsthafte Bewerber. Ein Gegenkandidat habe nur dann eine Chance, wenn ihn beide Fraktionen gemeinsam, am besten noch die Linke unterstützten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.02.2015

Uwe Hofmann

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