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Umland Elternrat fordert mehr Räume für Oberschüler in Kötzschenbroda
Region Umland Elternrat fordert mehr Räume für Oberschüler in Kötzschenbroda
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10:30 29.03.2017
Quelle: Uwe Hofmann
Radebeul

Zum im vergangenen Stadtrat beschlossenen Haushalt gab es eine Einwendung, welcher seitens der Stadt zugestimmt worden ist. Diese kam vom Elternrat der Oberschule Kötzschenbroda. Die Missstände in der Schule sind kein neues Thema (DNN berichteten) und auch die Stadt kennt die Probleme. Dennoch scheint eine schnelle Lösung nicht in Sicht.

Nun aber bat der Elternrat um die Aufnahme von zusätzlichen Mitteln für eine Erweiterung der Schule – und zwar übergangsweise. Aufgrund der Teilnahme am sogenannten Erina-Projekt werden dringend mehr Klassenräume benötigt. Durch das Projekt gibt es an der Oberschule mehr Förderschüler. „Diese Förderung kann nicht innerhalb des Klassenverbandes stattfinden“, heißt es seitens des Elternrates.

Deshalb fordern sie zwei zusätzliche Klassenzimmer und drei kleine Zimmer für die Förderung der Kinder. Bisher werden zwei Klassenräume in der Grundschule genutzt, da diese aber andere Schulzeiten hat, ist das keine optimale Lernumgebung für die Oberschüler. Der Elternrat stellt sich eine modulare Bauweise in Form von temporären Containern vor. Da beim geplanten Umbau der Schule ab 2020 sowieso zusätzliche Räume benötigt werden, könne man diese auch jetzt schon zur Verfügung stellen. Zumindest laut des Elternrates. Es fielen lediglich die zusätzlichen Betriebskosten für die Jahre 2017 bis 2019 an, heißt es in dem Schreiben.

Der Stadtrat stimmte dieser Einwendung mit einer Enthaltung zu und will nun prüfen, inwiefern der zusätzliche Raum tatsächlich benötigt wird. Dabei wird auch das künftige Anmeldeverhalten berücksichtigt. Hierbei wird seitens der Stadt eher ein Rückgang erwartet. Außerdem läuft das Modellprojekt Erina im Schuljahr 2017/18 aus, wodurch weniger Förderschüler nach Kötzschenbroda kommen werden. Derzeit gibt es zwei Oberschulklassen in Mitte und Kötzschenbroda. Ob es zwei Grundschulklassen oder nur eine in Kötzschenbroda geben wird, steht noch aus. Heißt im Klaren, die Stadt rechnet eher mit einem Rückgang der Schüler und somit auch mit weniger Klassen. “Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Auslastung der Oberschule und damit auf deren Raumbedarf lassen sich derzeit nicht seriös abschätzen“, so die Stadtverwaltung. Diese Unsicherheit solle zur Vermeidung von Fehlinvestitionen abgewartet werden, heißt es weiter.

Dennoch wäre das Nachbargrundstück Harmoniestraße 6 ein potenzieller Standort für eine Zwischenlösung. Das Grundstück gehört der Stadt und die Gebäude werden noch in diesem Jahr abgerissen, das Grundstück beräumt. Hier könne ein Systembau entstehen, ohne dass die ohnehin begrenzten Außenflächen der Oberschule beeinträchtigt werden würden.

Ein Probeentwurf für den geplanten Neubau von Grundschule und Hort sei gerade in Bearbeitung und ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb soll noch im ersten Halbjahr 2017 stattfinden.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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