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Umland Duravit plant Investitionen von zwei Millionen Euro ins Meißner Werk
Region Umland Duravit plant Investitionen von zwei Millionen Euro ins Meißner Werk
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09:31 27.02.2018
Arbeitsagenturchefin Petra Schlüter (M.) übergab gemeinsam mit Claudia Nicolai das Ausbildungszertifikat an Werksleiter Mike Stärtzner (r.), Personalchef Michael Schuberth (2.v.r) und Ausbilder Carsten Rößler (l.). Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Meissen

Die Duravit Sanitärporzellan GmbH in Meißen möchte weiter in ihr Werk an der Ziegelstraße investieren. Rund zwei Millionen Euro sollen es im Laufe dieses Jahres sein. „Wir investieren in den Standort Meißen regelmäßig, um die Produktivität und Qualität zu verbessern“, berichtet Werksleiter Mike Stärtzner. Standen mit der Inbetriebnahme eines neuen Durchlauftrockners im Jahr 2014 und der Erweiterung des Druckgussverfahrens 2016 vor allem die Erhöhung der Produktionskapazität im Fokus, sollen dieses Mal Produktionsprozesse optimiert werden.

Die Investitionstätigkeit hat auch einen Grund. Das Werk in Meißen ist technologisch auf einem sehr hohen Niveau und gehört zu den produktivsten Werken der Duravit-Gruppe. Das soll es auch bleiben. Im vorigen Jahr feierte der international führende Hersteller von Sanitärkeramik und Badmöbeln sein 200-jähriges Bestehen. Das Unternehmen ist weltweit in über 130 Ländern präsent und beschäftig weltweit mehr als 6000 Mitarbeiter. Allein in der Domstadt stehen bei Duravit über 240 Beschäftigte in Lohn und Brot. Beim Umsatz konnte die Duravit AG im Jubiläumsjahr weiter zulegen. Nominal lag der Gruppenumsatz 2017 etwas über dem Vorjahresniveau von 450 Millionen Euro, wechselkursbereinigt gab es ein Wachstum von rund zehn Prozent.

Damit das Meißner Werk ein Primus im Werksverbund bleibt, hat Werksleiter Stärtzner nicht nur die technischen Apparate zur Herstellung von Sanitärkeramik wie WC, Urinale und Bidets im Blick, sondern auch das Know-how der Mitarbeiter. Seit 1997 bildet Duravit jährlich junge Menschen aus der Umgebung aus. Im Schnitt sind pro Jahr rund 20 Auszubildende im Haus. Die Mehrzahl erlernt den Beruf des Industriekeramikers. Pro Jahrgang bekommen zudem ein angehender Mechatroniker und ein Industriekaufmann bzw. eine angehende Industriekauffrau einen Ausbildungsvertrag. Für das Engagement im Nachwuchsbereich bekam das Meißner Duravit-Werk jetzt das Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit verliehen.

Wer den Beruf eines Industriekeramikers erlernt, hat einen warmen Arbeitsplatz. Während vor den Werkshallen sibirische Kälte herrscht, sind im Innenbereich T-Shirt und kurze Arbeitshose gängige Kleidungstücke. Viele Prozesse laufen automatisch ab, so werden die Rohstoffe wie Ton und Karolin in einer Maschine mit Wasser zu einer flüssigen Masse verrührt. Diese wird in Gibs- oder Kunststoffformen gegossen. Nach der Trocknung nimmt ein Roboter die Glasur vor. Vorher sind aber Handarbeit und vor allem Fingerspitzengefühl des Keramikers gefragt, beispielsweise wenn er die gegossene Masse von der Form trennt. Das Material ist noch weich und druckempfindlich, behutsam beseitigt er die Gussnaht. Zum Abschluss des Produktionsprozess wird die Keramik in einem langen Tunnelofen gebrannt. 20 Stunden beträgt die Durchlaufzeit und beim Brennvorgang wird eine Spitzentemperatur von 1200 Grad Celsius erreicht. Rund 400000 Teile werden in diesem Jahr das Meißner Werk verlassen.

Bei der Nachwuchsgewinnung legt Stärtzner Wert auf eine gezielte Berufsvorbereitung. So bestehen Partnerschaften zu zwei Schulen in der Domstadt und regelmäßig bietet er die Möglichkeit von Betriebspraktika an. Zudem ist Duravit immer wieder bei Berufsorientierungsmessen in der Region vertreten.

Von Silvio Kuhnert

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