Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH feiert 25-Jähriges
Region Umland Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH feiert 25-Jähriges
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:21 13.11.2017
Geschäftsführer Ralph Ehrentraut wirft bei einem Rundgang durch die Produktionsanlagen in Dürrröhrsdorf einen prüfenden Blick auf das Fleisch. Quelle: Junes Semmoudi
Dürrröhrsdorf / Dittersbach

Noch auf der Straße duftet es nach geräuchertem Schinken und würziger Knackwurst – Ralph Ehrentraut macht kein Geheimnis daraus, was in seinen heiligen Hallen produziert wird. Seit mittlerweile 15 Jahren leitet der 44-Jährige die Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH.

Aus der 1912 gegründeten Fleischerei eines landwirtschaftlichen Betriebes hat sich ein sachsenweit präsentes Unternehmen mit fast 500 Mitarbeitern entwickelt. „Wir liefern unsere Steaks und Würste nach Zittau, Kamenz oder Riesa“, erklärt Ehrentraut, „aber unser Ziel ist nicht, noch größer zu werden und über die sächsischen Landesgrenzen hinaus Bekanntheit zu erlangen. Stattdessen konzentrieren wir uns auf das Umland.“

Das gilt nicht nur für die tägliche Auslieferung an die 36 regionalen Filialen des Unternehmens, sondern auch für die Auswahl des Fleisches: „Etwa 70 Prozent der Absatzmenge stammen aus der Region“, erläutert Ralph Ehrentraut, der die Führungsposition des Dürrröhrsdorfer Familienbetriebs von seinem Vater übernommen hat. Der Unternehmensleiter erhält das Schweinefleisch aus der Sächsischen Schweiz und sein Weihnachtsgeflügel aus der Oberlausitz. Seit September wird auch Wildfleisch vom Sachsenforst Cunnersdorf und von heimischen Jägern in der Produktionsanlage der Gesellschaft an der Ziegeleistraße verarbeitet. „Natürlich können wir die Nachfrage gerade zur Hochsaison, also zur Grill- oder Weihnachtszeit, nicht hundertprozentig mit regionalem Fleisch abdecken. Daher beziehen wir bei Engpässen auch Fleisch aus anderen Bundesländern. Nur Spezialitäten wie Parmaschinken oder Neuseeländisches Lamm werden aus dem Ausland importiert“, informiert Ralph Ehrentraut.

Sein Fleischereibetrieb hat auch einen Verkaufsschlager – die Freitagswurst. Dabei handelt es sich um eine Knackwurst aus Schweinefleisch, die nach einer geheimen Rezeptur gewürzt wird. Jeden Freitagmorgen um drei werden die Würste aus der Räucherkammer geholt und in den Filialen frisch verkauft. Ralph Ehrentraut freut sich darüber, dass das spezielle Produkt bei den Kunden gut ankommt: “Wir haben sogar regelrechte Fans, die jede Woche ihre Freitagswurst kaufen“, schmunzelt der zweifache Familienvater. Nebst der Freitagswurst stehen Entrecôte, T-Bone Steaks, Geflügelfilets oder Bratwürste in diversen Varianten in den Prospekten der Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH.

Zu DDR-Zeiten war das Unternehmen ein Teilbetrieb von Konsum Ostsachsen. Seit November 1992 agiert der Fleischereibetrieb eigenständig.„Anfangs war es sehr schwer. Nach der Wende stiegen viele Sachsen auf Westprodukte um. Es hat lange gedauert, aber nun ist die Rückbesinnung der Einheimischen auf regionale Produkten wieder erstarkt“, erzählt Ralph Ehrentraut, der in diesem November auf 25 Jahre Gesellschaftsbetrieb zurückschauen kann.

Vieles hat sich in dieser Zeit geändert. Mittlerweile macht der Filialbetrieb rund 65 Prozent des Unternehmensumsatzes aus. Der Rest wird mit regionalem Einzelhandel sowie der Belieferung von Gaststätten und Hotels gedeckt. „Außerdem haben wir einen eigenen Catering- und Partyservice und bieten seit 2015 Grillevents an“, ergänzt Geschäftsleiter Ehrentraut. „Deutschlands erster Fleischsommelier, Philipp Winters, zeigt den Gästen beim Steaktesting oder beim Bratwurstkurs, wie man gutes Fleisch optimal zubereiten kann.“

Mit den Jahren kamen viele neue Kunden, doch einige blieben seiner Firma treu, wie Ralph Ehrentraut erzählt: „Das Berghotel Bastei beispielsweise wird seit mehr als 20 Jahren mit Erzeugnissen aus unserer Produktionsanlage beliefert.“

In Zukunft will der Chef der Fleisch- und Wurstwaren GmbH zunehmend auf Onlinevertrieb setzen: Seit diesem Jahr können Kunden Produkte aus Dürrröhrsdorf übers Internet bestellen. „Wir als Unternehmen wollen zudem unsere Produktionsküche ab 2018 ausbauen, weil in den Fleischerei-Imbissen unserer Filialen immer mehr verzehrt wird.“

Mit modernen Essgewohnheiten hat die Familie des Firmenchefs wenig am Hut: „Die Ehrentrauts sind reine Genussmenschen“, erzählt Ralph Ehrentraut, dessen Frau in seinem Betrieb für das Marketing zuständig ist. „Wir essen gerne mal ein Stück Fleisch oder Fisch, aber ich habe kein Problem damit, wenn sich jemand vegetarisch oder vegan ernähren möchte.“

Trotz der steigenden Zahlen potenzieller Käufer sucht man in der Dörrröhrsdorfer Anlage vergeblich nach Fleischersatzprodukten. „Soja ist nämlich oft eine Hauptzutat dieser Erzeugnisse. Und Soja wird aus Brasilien importiert. Dort wird der Regenwald abgeholzt, um stattdessen große Felder zu bewirtschaften. Da setzen wir doch lieber auf den traditionellen Fleischverzehr, aber vermeiden lange Transportwege“, erläutert Ralph Ehrentraut das Firmenkonzept.

Das Jubiläum feierte der Geschäftsführer übrigens mit seinen Kollegen: 300 Mitarbeiter fuhren im September auf einem gecharterten Dampfer über die Elbe. „Viele noch heute aktive Arbeitskräfte sind schon zu DDR-Zeiten hier angestellt gewesen. Man muss diesen Menschen ja dafür danken, dass sie den langen Weg mit uns gegangen sind“, sagt Ehrentraut.

Seine Kunden kommen seit dem 30. Oktober in den Genuss diverser Rabattaktionen zur Feier des 25-jährigen Firmenbestehens. Die Angebote sind noch bis zum 18. November gültig.

Von Junes Semmoudi

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit 1958 klingt der Ruf „Biela Macke Macke“ durch Rosenthal-Bielatal. Am 11. November 2017 feiert der Faschingsclub Bielatal (FCB) den Beginn seiner 60. Saison. Aus dem Anlass zelebrieren die Narren einen großes Faschingsspektakel zum Auftakt der fünften Jahreszeit samt Karnevalsumzug.

13.11.2017
Umland Zwischen Obervogelgesang und Rathen - Bauarbeiten schränken Bahnverkehr ein

Bauarbeiten auf der Bahnstrecke im Elbtal zwischen Obervogelgesang und dem Kurort Rathen führen ab Sonntag, 15. November, zu Streckensperrungen. Züge werden umgeleitet und von Ersatzbussen vertreten.

12.11.2017

Am vergangenen Freitag, den 10. November pflanzten 31 Grundschüler gemeinsam mit den Stadtwerken Pirna GmbH, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dem Landesverband Sachsen e. V. und dem Staatsbetrieb Sachsenforst 300 neue Bäume.

12.11.2017