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Dmytro Sharavara lernt Deutsch im Kinderspiel

Freiwilligenjahr in der Kita Dmytro Sharavara lernt Deutsch im Kinderspiel

Dmytro Sharavara ist nach Radebeul gekommen, um die deutsche Sprache zu lernen. In der Kita „Thomas Müntzer“ hat er viele kleine Helfer gefunden.

In der Kita „Thomas Müntzer“ fühlt sich Dmytro Sharavaraschon zu Hause. Auf den Spielgeräten im großen Garten tobt der sportliche Ukrainer mit seinen Schützlinegen oft herum.

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Schon dreimal besuchte Dmytro Sharavara Radebeul – jedes Mal kam er zum Weinfest. Jetzt bleibt der junge Mann aus der Ukraine eine längere Zeit, und zwar genau zwölf Monate. Der 23-Jährige hat Anfang des Monats ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kita „Thomas Müntzer“ begonnen. „Es gefällt mir sehr, mit den Kindern zu spielen. Es ist toll und lustig“, sagt Dmytro.

Das Licht der Welt erblickte er in der Stadt Obuchiv. Sie liegt circa 35 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt. Und seit 1999 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Lößnitzstadt. Zur Pflege der Freundschaft zwischen beiden Kommunen gehört der Austausch im Freiwilligen Dienst. Sachsen gehen in die Ukraine und Ukrainer kommen ins Elbtal. Rund 20 junge Menschen haben an dem Programm seit 2008 teilgenommen, berichtet Städtepartnerschaftsbeauftragte Gulnara Gey. Durch den Krieg wurde dieser Austausch jedoch unterbrochen und lebt jetzt wieder auf.

Um sein Schuldeutsch aufzufrischen und seine Deutschkenntnisse weiter zu vertiefen, entschied sich Dmytro für das Freiwilligenjahr in der Radebeuler Kita. Und neben Vokabelbüchern hat er 69 kleine Helfer. Wenn er das deutsche Wort für einen Gegenstand nicht weiß, dann braucht er nur auf dieses zeigen. Die Knirpse seiner Gruppe sagen ihm dann prompt, wie das Objekt heißt. Dafür bringt Dmytro ihnen Ukrainisch bei. „Einen Tischspruch kennen sie schon und sie sprechen ihn ohne Akzent“, berichtet Dmytro. Demnächst wird er mit ihnen Buchweizengrütze essen. Dieses traditionelle Frühstück aus seiner Heimat vermisst er sehr.

In seiner Freizeit fährt Dmytro viel mit dem Fahrrad. Radfahren ist in seinem Heimatland nicht sehr verbreitet. „Der Elberadweg ist sehr schön“, meint der sportliche und durchtrainierte Mann, der einen Trip bis nach Radeberg nicht scheute und ohne Probleme den Aufstieg zur Volkssternwarte auf dem Sattel bestritt. Der Ausblick von da ins Elbtal und über die Weinhänge zählt zu seinen Lieblingsorten in Radebeul wie Hoflößnitz und Altkötzschenbroda. Den Dorfanger hat er bereits zu den Weinfesten 2011, 2013 und 2015 kennengelernt, als er dort mit der Tanzgruppe Wodograi auftrat.

Einen Hochschulabschluss in Logistik und Transportwesen hat der Ukrainer bereits in der Tasche. Das Studium in Kiew begann er mehr auf Wunsch seiner Eltern. Dmytro hat schnell bemerkt, dass dies nicht wirklich seine Berufung ist. Die Arbeit im sozialen Bereich und vor allem mit Kindern gefällt ihm weit besser. Auch wenn aus seinem Jahr in Radebeul kein neues Berufsfeld für ihn erwachsen sollte, die Erfahrungen die hier jetzt sammelt, „helfen mir später als Vater“, sagt er mit einem Lächeln.

Von Silvio Kuhnert

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