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Umland Die Stadt Radebeul hübscht Karl-May-Hain auf
Region Umland Die Stadt Radebeul hübscht Karl-May-Hain auf
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09:17 05.10.2017
Vom Steinfeld mit dem Karl-May-Findling aus sollen nach der Sanierung wieder fünf Wasserläufe in den „Silbersee“ fließen Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
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Radebeul

Die Bänke im Karl-May-Hain in Radebeul haben schon bessere Tage erlebt. Alle könnten einen neuen Anstrich vertragen. Bei einigen ist das Holz morsch oder gar schon abgebrochen. Frische Farbe würde der Brüstung am „Silbersee“ ebenfalls nicht schaden. Und das Wasser im „Herzsee Winnetou’s“ ist eine dunkle Brühe, wo Algen um eine Mülltüte wuchern. Doch mit diesem traurigen Bild soll bald Schluss sein. „1932 ist der Hain durch Karl Mays Witwe an die Stadt übergeben worden. Jetzt geht es um die denkmalgerechte Sanierung und Erweiterung“, sagte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) auf der jüngsten Stadtratssitzung. Die Räte haben die Gartenbaufirma „Natur + Stein Landschaftsbau“ aus Dresden mit dem Aufhübschen des Areals beauftragt. „Die Arbeiten gehen dieses Jahr noch los“, informierte Müller.

Der Hain liegt gleich gegenüber der „Villa Shatterhand“, dem einstigen Wohnhaus von Karl May. Das Grundstück hatte der Schriftsteller von Abenteuerromanen als Obstgarten gekauft. Bald nachdem die Witwe Klara May das nach ihrem verstorbenen Gatten benannte Indianermuseum in der „Villa Bärenfett“ eröffnet hatte, wurden Forderungen laut, im Garten einen Ehrenhain zu errichten. 1932 wurde Eröffnung gefeiert. Mit starker Symbolkraft wurde das Areal zuvor umgestaltet. Fünf künstliche Wasserläufe, die die fünf Kontinente repräsentieren, auf denen Mays Romanhelden unterwegs sind, entspringen unterhalb des Findlings mit einem Relief des Bestseller-Autors und münden in einen „Silbersee“, der sein Wasser weiter in den tieferliegenden „Herzsee Winnetou’s“ abgibt. Zudem wurden 70 Platanen gepflanzt, für jedes Lebensjahr Mays eine.

Inzwischen sind die Platanen durch Nadelgehölze ersetzt und der Wasserlauf liegt seit vielen Jahren trocken. Ihn wieder mit neuer Wassertechnik zum Fließen zu bringen, ist Kernpunkt der Sanierung. Um die Funktionstüchtigkeit zu optimieren, wird die Rinnenbreite der Wasserläufe neu gestaltet und das zentrale Steinfeld neu geordnet. An den beiden Seen sollen die freien Platzflächen wieder bepflanzt werden. Die Wege werden grundhaft saniert und ihr Verlauf in ihre ursprüngliche Ausformung gebracht. Mit dem Denkmalschutz abgestimmt, will man den Park in seine strenge geometrische Form zurückversetzen und dabei auch die Gehölze insbesondere in der Mitte zurückschneiden, um die alte Blickbeziehung zur „Villa Shatterhand“ wieder freizulegen.

Zweiter wesentlicher Bestandteil des Sanierungsvorhabens ist die Erweiterung der Parkanlage auf städtischen Grundstücken zur Schildenstraße hin. Über einen Stichweg wird das Areal erschlossen und über eine Rampe barrierefrei an das tieferliegende Gelände des historischen Karl-May-Hains angebunden. Nördlich davon wird sich die Karl-May-Spiellandschaft erstrecken. Silhouetten einer Gebirgslandschaft prägen das Erscheinungsbild des künftigen Spielplatzes. Die scheibenartigen, aus farbigen Holzbohlen hergestellten „Berge“ werden zum einen selbst Spielobjekt, auf ihnen können kleine Parkbesucher klettern und sich verstecken. Zum anderen spannen sich zwischen ihnen die eigentlichen Spielobjekte auf.

Fast 1,1 Millionen Euro wird die Sanierung und Erweiterung des Karl-May-Hains kosten.

Von Silvio Kuhnert

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