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Radebeuler Zahnärztin geht für einen Hilfseinsatz in die Mongolei

Töw-Aimag Radebeuler Zahnärztin geht für einen Hilfseinsatz in die Mongolei

Am Dienstag wird es für Uta Voigt ernst. Ein Flieger bringt die Radebeuler Zahnärztin erst nach Frankfurt am Main, dann nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Drei Wochen lang ist die 51-Jährige für die Organisation Zahnärzte ohne Grenzen in dem zentralasiatischen Land mit drei Millionen Einwohnern im Einsatz. „Ich freue mich drauf“, sagt sie.

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Die Radebeuler Fachärztin für Oralchirurgie Uta Voigt geht für Zahnärzte ohne Grenzen in die Mongolei. Im Gepäck hat sie auch Zangen und Pinzetten.
 

Quelle: Foto: Uwe Hofmann

Radebeul.  Am Dienstag wird es für Uta Voigt ernst. Ein Flieger bringt die Radebeuler Zahnärztin, die an der Meißner Straße eine Praxis für Oralchirurgie betreibt, erst nach Frankfurt am Main, dann nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Drei Wochen lang ist die 51-Jährige für die Organisation Zahnärzte ohne Grenzen in dem zentralasiatischen Land mit drei Millionen Einwohnern im Einsatz. „Ich freue mich drauf“, sagt sie.

Voigt erfüllt sich damit einen lang gehegten Wunsch. „Ich überlege schon seit 25 Jahren, einmal bei einer solchen Aktion mitzumachen“, sagt sie. In der DDR aufgewachsen reize es sie, das Alltagsleben in fernen Ländern kennenzulernen. „Und außerdem tun wir dort etwas Gutes und helfen den Menschen“, sagt sie. Jetzt endlich passe der Zeitpunkt dafür. „Die Kinder sind groß genug und in der Praxis gibt es eh einen Personalwechsel, so dass nicht alle in meiner Abwesenheit in der Luft hängen“, sagt Voigt. Geschlossen wird die Praxis gleichwohl – bei laufenden Kosten.

Nicht die einzige Aufgabe, die auf die Zahnchirurgin zukommt. Immerhin Kost und Logis vor Ort werden gestellt, ein Teil des Materials stammt zudem aus Spenden und wird von der Organisation an den Einsatzort geschafft. Allerdings hat Voigt eine lange Liste mit Dingen bekommen, die sie zum Einsatz mitbringen muss. Einen Teil davon hat sie über Spenden von ihren Lieferanten angeworben. Dazu gehört medizinisches Gerät, aber auch Zahnbürsten und Zahncreme. „Ich werde mit zwei Koffern anreisen und einen gleich da lassen“, sagt sie.

Was sie in der Mongolei erwartet, weiß Voigt noch nicht. Bei einem Treffen hat sei zwar ihr Team kennen gelernt – die Zittauer Zahnärztin Constanze Thümmler, deren Zahnarzthelferin Sylva Preussler und den Leipziger Zahnarztstudenten Martin Friedrich – viel mehr aber auch nicht. „Ich denke mal schon, dass ich irgendwann mal in einer Jurte schlafen werde“, meint Voigt. Viel Zeit zum Nächtigen wird ihr bei einem Blick auf den Dienstplan eh nicht bleiben.

Für die Medizinerin geht es gemeinsam mit den anderen drei Sachsen nach Töw-Aimag, also in die mongolische Provinz (Aimag) Töw, die die Hauptstadt Ulan Bator umschließt. Nach der Ankunft bleibt einen Tag zur Einrichtung, dann werden fünf Tage am Stück Patienten behandelt. Dann folgen Abbau und Umzug an den nächsten Ort, wo dann erneut fünf Tage lang Patienten versorgt werden. „Auf der Homepage der Provinz habe ich schon gesehen, dass unser Kommen angekündigt ist“, rechnet Voigt mit viel Arbeit. Das sei gut so. „Wir sind schließlich da, um etwas für die Leute zu tun“, sagt sie.

Die Zahnärzte ohne Grenzen schließen damit eine Lücke in der mongolischen Gesundheitspflege. In Ulan Bator sei es wohl kein Problem, einen Zahnarzt zu bekommen, hat Voigt in Erfahrung gebracht. Auf dem Land sehe das ganz anders aus. Dort gehe es um eine Grundversorgung: „Zähne ziehen, Karies behandeln, vielleicht rudimentäre Wurzelbehandlungen“, sagt Voigt.

Spendenkonto: Stiftung Zahnärzte ohne Grenzen, Evangelische Bank, IBAN DE83520604100005302471

Von Uwe Hofmann

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