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Die Lutherkirchgemeinde in Radebeul will für 1,5 Millionen Euro ein Gemeindehaus bauen

Die Lutherkirchgemeinde in Radebeul will für 1,5 Millionen Euro ein Gemeindehaus bauen

"Es gibt kein zurück mehr", sagt Lutherkirchenpfarrer Christian Mendt. "Wir haben keine Alternative." Gemünzt sind diese Worte auf das neue Gemeindehaus, dessen Bau lange Zeit ein Wunsch in der großen Kirchgemeinde in Radebeul-Ost war.

Radebeul.

Jetzt soll er verwirklicht werden. "Über das neue Gemeindehaus wird schon seit 20 Jahren geredet", sagt Kirchenvorstand Claudia Woldt. Sie ist mit der Akquise von Spenden beschäftigt, mit denen die auf 1,5 Millionen Euro geschätzten Kosten hauptsächlich bestritten wer- den sollen. Die Landeskirche habe 200 000 Euro in Aussicht gestellt, heißt es aus dem Kirchenvorstand, vielleicht gibt es auch noch Mittel aus einem anderen Fördertopf. Den Rest muss die Gemeinde aufbringen, was nicht gerade einfach ist.

Umso mehr verwundert es, dass man bereits in etwa einem Jahr mit dem Bau beginnen will. "Wir wissen, dass das ehrgeizig ist", sagt Woldt. Das Haus werde aber erst errichtet, wenn 80 Prozent der Bausumme zur Verfügung stehen. In jedem Fall wäre es schön, wenn das Gebäude als Zentrum des Gemeindelebens 2017 verfügbar sei. Dann feiern alle evangelisch-lutherischen Gemeinden in Deutschland das 500-jährige Jubiläum des Thesenanschlags Martin Luthers.

Bisher sind reichlich 400 000 Euro zusammengekommen. "Das meiste davon stammt aus der Gemeinde. Das wollen wir auch so", sagt Woldt. Die rund 2800 Gemeindemitglieder wissen am ehesten, wie nötig sie Räume für ihre Aktivitäten brauchen. Seit 2008, als das alte Gemeindehaus an der Neubrunnstraße verkauft werden musste, weil es nicht wirtschaftlich sinnvoll saniert werden konnte, fehlt es der Gemeinde an Platz für ihre zahlreichen Aktivitäten. Kindergruppe, Pfadfinder, Gebetskreis, Kurrende, Gesprächskreise, Chöre und vieles mehr - wer von diesen Gruppen nicht im knapp bemessenen Pfarrhaus Raum findet, muss sich einen Ausweichort organisieren. So ist eine Seniorengruppe in Räumen der Volkssolidarität an der Gutenbergstraße untergebracht, für die Jugendarbeit steht ein kleines Haus am Augustusweg zur Verfügung. Das neue Gemeindehaus soll alles wieder unter ein Dach bringen.

Dabei ist der Bau auf Wirtschaftlichkeit und Funktionalität ausgerichtet. Das flache Gebäude soll auf eigener Fläche direkt neben der Lutherkirche entstehen. Mit dieser soll es unterirdisch verbunden sein, so dass Kellerräume unter der Kirche als Toiletten und Garderoben für das Gemeindehaus genutzt werden können. Geplant ist zudem ein Saal mit etwa 180 Plätzen. "Solch ein Raum ist in Radebeul für günstiges Geld nur schwer zu bekommen", sagt Pfarrer Mendt. Das Gemeindehaus wäre entsprechend auch für Einmietungen oder für Veranstaltungen des benachbarten Karl-May-Museums interessant.

Noch müssen aber eifrig Spenden gesammelt werden. Dazu dient auch eine Reihe von Benefizkonzerten, von denen das zweite am Sonntag stattfindet. Beim ersten seien rund 900 Euro zusammengekommen, sagt Kirchenvorstand Woldt, die weitere Aktionen plant.

iSo. 17 Uhr Benefizkonzert in der Lutherkirche, Werke für Blockflöten und Orgel von Bach, Händel, Telemann u.a., Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.04.2014

Uwe Hofmann

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