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Die Börse Coswig kann nach einem Deckenabsturz am Wochenende wieder öffnen

Die Börse Coswig kann nach einem Deckenabsturz am Wochenende wieder öffnen

"Glück im Unglück" - diese Redensart nimmt Börse-Chef Thomas Kretschmer in diesen Tagen häufiger in den Mund. Glück im Unglück war es, dass kein Besucher im großen Saal des Veranstaltungshauses war, als sich Anfang Februar ein etwa 900 Quadratzentimeter großes Putzstück von der Decke löste und zu Boden krachte.

Coswig.

Glück im Unglück war es, dass keine der geplanten Veranstaltungen ausfallen musste, sondern entweder in die Aula des Gymnasiums Coswig oder in den Gesellschaftssaal der Börse verlegt werden konnten. Dass er ein drittes Mal Glück im Unglück hat, weiß Kretschmer seit gestern: Der Schaden ist nicht so schlimm wie befürchtet. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen kann der Saal am Wochenende wieder geöffnet werden. "Das passt genau", sagt Kretschmer. "Für die ausverkaufte Kehrausveranstaltung des Coswiger Karneval-Clubs hätten wir sonst keinen Ausweichort gefunden."

Den plötzlichen Putzregen im großen Saal, der genau dann einsetzte, als Bühnentechniker und ein Statiker auf dem Börse-Dachboden unterwegs waren, hat laut einem Gutachten der weiße Porenschwamm verursacht. Den Pilz hat ein Fachmann auf einem etwa sieben mal fünf Meter großen Stück der Holzverschalung ausgemacht, die auf die vorletzte Jahrhundertwende zurückgeht und die Putzdecke samt Stuck hält. Die Deckenbalken selbst seien nicht betroffen. Die Kur ist überraschend einfach: Unter das schadhafte Stück wird ein mit einem undurchlässigem Gewebe bespannter Holzrahmen installiert, der jeglichen bröckelnden Putz auffangen soll. Diese Konstruktion soll Börse-Besucher bis zur Sommerpause schützen. Dann wird der Schaden in einer etwa vier bis sechs Wochen dauernden Reparatur behoben.

Bemerkenswert ist, dass der Pilzschaden älteren Datums ist. "Der Schwamm ist momentan trocken, dass heißt, er dehnt sich nicht aus", sagt Kretschmer. Möglicherweise stammt er aus einem Dachschaden, der gerade an der nun schadhaften Stelle für eine nasse Decke gesorgt hatte. Noch zu DDR-Zeiten soll das gewesen sein. Das wiederum wirft ein fahles Licht auf die Generalsanierung der Börse Anfang der 90er Jahre. Es ist möglich, dass man nun ausbadet, was man damals versäumt hat. Kretschmer gehen diese Spekulationen zu weit. Auch lasse sich nicht sagen, was den Putzabsturz letztlich ausgelöst hat. Immerhin wolle man mit einem Messgerät der Frage nachgehen, wie sich die Vibrationen durch den Schalldruck lauter Musik auf den Putz auswirken.

Denn auch an anderer Stelle hat ein Putz-Sachverständiger Risse festgestellt, die aber alle nicht dramatisch sind. Kretschmer steht jetzt vor der Frage, ob man im Sommer gleich die ganze Decke und die Wände restauriert oder nur die Schadstelle flickt. Die Minimalvariante würde 10- bis 20 000 Euro kosten, schätzt der Börse-Chef. Die komplette Renovierung des Saals ein wenig mehr. Die Entscheidung ist auch abhängig von einem weiteren Gutachten, das die Farbgestaltung im Saal untersucht. Wird das dort vorherrschende Rosa als historisch wertvoll eingeschätzt, bleibt es erhalten. Andernfalls würde man sich gern für eine andere Wandfarbe entscheiden, signalisiert Kretschmer. In diesem Fall würde dann auch der ganze Saal neu gestaltet. Im gleichen Zug sollen kleinere Reparaturen an der Statik des Daches passieren - während der Voruntersuchungen für diese Arbeiten kam es zum Deckenabsturz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.02.2015

Uwe Hofmann

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