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Umland Deutschland wächst doch nicht um 500 qm
Region Umland Deutschland wächst doch nicht um 500 qm
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14:43 13.07.2016
Quelle: LVZ
Hinterhermsdorf

Deutschland wächst nicht um 500 Quadratmeter. Das stellte Werner Haupt, der Geschäftsführer des Staatsbetriebes Geobasisinformation Sachsen, auf DNN-Anfrage eindeutig klar. Einige Medien hatten berichtet, dass das deutsche Staatsgebiet im Bereich Hinterhermsdorf/Hintere Sächsische Schweiz um ein rund 18 mal 28 Meter großes Stück Wildnis „womoglich“ gewachsen sei.

Die Bild-Zeitung bezog sich beispielsweise dabei auf eine Information, die „…ein aus der Gegend stammender Geograph“ gegeben habe. Dieser Geograph ist Rolf Böhm, Inhaber des Ingenieurbüros für Kartographie in Bad Schandau. Böhm ist über die Region hinaus als Herausgeber sehr detailgetreuer und deshalb auch von Wanderfreunden sehr geschätzter Karten der Sächsischen und Böhmischen Schweiz bekannt. Aber in diesem Falle ist auch er einem Irrtum aufgesessen. Der Kartograph bestätigte DNN, dass er tatsächlich eine Veränderung im Verlauf des Flussbettes der Kirnitzsch beobachtet habe. Weil die Mitte des Flussbettes im Bereich Hinterhermsdorf über eine größere Strecke tatsächlich amtlich die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik bildet, kam Böhm zu einer Fehleinschätzung.

An der betreffenden Stelle ist die Flussmitte nicht Staatsgrenze. Weil es in diesem Gebiet als Folge von Hochwasser wiederholt zu Veränderungen des Flussbettes der Kirnitzsch gekommen sei, habe es, so stellte Haupt fest, 2008 eine Neufestlegung des Grenzverlaufes über eine Strecke von mehreren hundert Metern gegeben. Der Grenzverlauf werde seit dem nicht mehr nach dem Verlauf der Kirnitzsch sondern nach festgelegten Koordinaten bestimmt. Schwankungen im Flussbettverlauf der Kirnitzsch bleiben somit ohne jede Bedeutung für die Grenze zu Böhmen.

Von Peter Weckbrodt

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