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Deutscher Lehrerpreis geht an Meißner Pädagogen

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Meißen. Jeder Lehrer möchte gern bei seinen Schülern gut ankommen. Dass die ihn dann für den Deutschen Lehrerpreis vorschlagen und diese Nominierung auch noch durchkommt, bringt den Geehrten schon ein wenig aus dem Gleichgewicht.

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Mit dem Pauker auf Augenhöhe: Michael Schwenker und seine Schüler.

Quelle: Sankt Afra

Michael Schwenker sagt: "Ich bin kein Mensch, der sich wichtig nimmt und ständig auf der Suche nach Anerkennung ist." Entsprechend überrascht und überrumpelt fühlte sich der Lehrer am Landesgymnasium Sankt Afra in Meißen, als er vom Preis erfuhr.

Das glaubt man dem zurückhaltenden Mann gern, der nun laut Deutschem Philologenverband einer der besten Lehrer Deutschlands ist. Dennoch steckt in seiner Aussage auch ein Widerspruch. Denn es ist gerade sein schlichtes Prinzip im Umgang mit den Schülern, dass diese an ihm mögen. Er sagt zwar von sich, er habe keine besondere Methode, keine Strategie, sondern versuche, authentisch zu sein und keine Rolle zu spielen. "Ich bin ein Mensch mit Stärken und Schwächen. So möchte ich akzeptiert werden". Weil er das auch den Schülern zugesteht, kommt er so gut bei ihnen an. "Er ist nicht die moralische Instanz, sondern eher ein Kumpel, lässt uns machen und hilft bei Bedarf auf Augenhöhe", sagt Tim Hofmann. Der 18-Jährige lernte und lebte drei Jahre lang mit Schwenker zusammen. Schwenkers Unterrichtsführung sei stringent bis hart. Er sei ernsthaft, witzig und einfühlsam, loben die Schüler. Sein Dasein als Herbergsvater im Internat sei zurückhaltend. Weil er nicht den Lehrer herauskehre. "Wenn wir Fußball spielen, bin ich nicht Herr Schwenker, sondern der Torwart. Nach dem Kinobesuch diskutiert nicht der Geschichtslehrer über den Film, sondern der Filmfan", sagt er.

Schwenker begegnet seinen Schülern auf Augenhöhe, und doch tanzt ihm niemand auf der Nase herum. Schulleiterin Ulrike Ostermaier lobt: "Es gelingt ihm Leben und Lernen so miteinander zu verbinden, dass die Grenzen fließen." Als Internatsmentor habe er großes Verständnis für Schüleranliegen und halte guten Kontakt zu den Eltern. Als Lehrer sei er ein gefragter Fachmann, dessen akademische wie pädagogische Fähigkeiten bestechen. Für den einstigen Schüler Tim Hofmann ist Schwenker damit auch eine Art Ersatzvater. Einer, der nicht den Allwissenden gibt. Gerade wird im Sankt Afra eine Schulband gegründet und Schwenker will mitmusizieren. Allein ein Instrument muss er dafür noch lernen. Zum Glück sind seine Schüler hochbegabt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.12.2014

Andreas Friedrich

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