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Umland „Derzeit wird vieles gleichzeitig reif“
Region Umland „Derzeit wird vieles gleichzeitig reif“
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14:44 14.06.2018
Martin Ibisch kann zu kaum einer Jahreszeit gleichzeitig so viel verschiedenes Obst und Gemüse anbieten. Spargel, Erdbeeren und Kirschen sind Klassiker im Juni. Quelle: Lars Müller
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Blattersleben

Auf dem Obsthof Ibisch in Blattersleben unweit von Diesbar und Meißen herrscht in diesen Wochen Hochbetrieb. „Derzeit wird vieles gleichzeitig reif“, sagt Obstbauer Martin Ibisch und trägt eine Kiste frisch gepflückter Süßkirschen in den Hofladen. Fast nebenbei managt er den Einsatz der Erntehelfer über Handy. Die Kirschen sind erst seit wenigen Tagen reif und kosten noch knapp neun Euro je Kilogramm. „Der Ertrag liegt etwas hinter den Erwartungen“, so Ibisch. Alle Sorten hätten zeitgleich geblüht und die Insekten seien mit dem Bestäuben kaum hinterhergekommen, sagt er. Der Obstbauer hat extra noch Hummelvölker dazu gestellt. Trotzdem wird es weniger Süßkirschen geben als geplant. Gegen Spätfröste, Hagel und Dauerregen hat er seine 0,7 Hektar große Plantage mit Folie geschützt. Bis Mitte Juli hofft Martin Ibisch, in diesem Jahr Süßkirschen anbieten zu können.

Definitiv am Johannistag wird traditionell die Spargelernte beendet. Mit der Saison zeigt sich der Landwirt schon jetzt zufrieden. Auf vier Hektar gedeiht das Edelgemüse in dem Familienbetrieb. Sieben Jahre lang bringe Spargel gute Erträge, so Ibisch. Zuvor müsse er zwei Jahre stehen, bevor er kräftige Stangen treibt. Die höchsten Qualitäten kosten aktuell um die acht Euro je Kilogramm. Es sind aber auch preiswertere Kategorien – alle vorsortiert und gewaschen – im Angebot. Nach dem 24. Juni darf der Spargel dann austreiben und in Ruhe Kraft fürs nächste Jahr sammeln.

Bei den Erdbeeren setzte Martin Ibisch neben dem Verkauf ab Hof auch auf Selbstpflücke. Von alleine kämen aber nicht genügend Interessenten, deshalb habe er in Rundfunkwerbung und Flyer investiert, sagt er. Das klappe prima und bringe neue Kunden in die ländliche Region. Etwa zwei Wochen früher seien Erdbeeren in diesem Jahr reif. „Trotzdem wird es bis Juli frische Erdbeeren bei uns geben“, ist der Obstbauer zuversichtlich und erklärt: „Die spätreifende Sorte „Malwina“ steht gerade erst richtig in der Blüte.“ Wenn doch einmal Erdbeeren übrig bleiben - länger als zwei Tage sind sind nicht für den Verkauf geeignet - ,dann kochen die Ibisch inzwischen selbst Marmelade für den eigenen Hofladen. Ohne Bewässerung sei die Erdbeerkultivierung aber kaum noch möglich, so Ibisch. „Das trifft auch viele Gemüsesorten zu.“ Im Angebot sind beispielsweise erste Tomaten und Einlege-Gurken.

Der Obstbaubetrieb wurde 1990 im Nebenerwerb gegründet, seit 1993 im Haupterwerb betrieben. Mehr als 30 Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet das Familienunternehmen. Rund 25 Helfer überwiegend aus Rumänien und der Ukraine sind aktuell mit der Ernte von Obst und Gemüse beschäftigt. Es sei nicht ganz einfach, Saisonarbeiter zu finden, sagt Ibisch. Aber er klagt weit weniger als viele andere Landwirte und meint, es sei schon alles zu bewältigen. Neben dem Hofladen betreibt der Obsthof Ibisch eigene Verkaufsstände in der Region Meißen-Großenhain sowie im Süden Brandenburg. An den Handel liefert er nicht. Der Preisdruck sei häufig nicht wirtschaftlich, so der Obstbauer.

Von Lars Müller

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