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Der Königstein sorgt immer für Arbeit - Freistaat gibt 2015 rund 2,6 Millionen Euro für Reparaturen aus

Der Königstein sorgt immer für Arbeit - Freistaat gibt 2015 rund 2,6 Millionen Euro für Reparaturen aus

Die Festung Königstein ist eine Dauerbaustelle für den Freistaat. "Ausgaben von rund einer Million Euro im Jahr allein für den Bauunterhalt sind eine konstante Größe", sagt Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter Dresden des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

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Ludwig Coulin

Quelle: Arno Burgi

Königstein. In den kommenden Monaten werden es sogar 2,6 Millionen Euro sein.

Die Palette an Reparaturarbeiten ist lang. Sie reicht von Dachreparaturen, Putz- und Malerarbeiten über Fensterreparaturen bis hin zu Instandsetzungen technischer Anlagen. Eines der derzeit defekten Geräte ist der Panoramaaufzug. "Wir hoffen, dass er zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung Anfang Mai wieder läuft", so Coulin. Vor acht Jahren wurde der Aufzug mit dem gläsernen Fahrstuhl an Fels und Mauer entlang gebaut. Bereits seit geraumer Zeit ist er außer Betrieb. "Manche Teile werden heute nicht mehr hergestellt", informiert Coulin. So musste der SIB ein Ersatzteil extra anfertigen lassen.

Ein fester Bestandteil des jährlichen Bauplans sind Fels- und Mauersicherungsarbeiten. "Kein Fels darf auf die Straße fallen. Deshalb sind wir immer dran, dass nichts passiert", so Coulin. Auf der Agenda für dieses Jahr stehen die Mauer der Westseite Helle Appareille sowie der Wallgang bis Pestkasematte. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise das Mauerwerk in der Dunklen Appareille instandgesetzt. "Die Instandsetzung des Natursteinmauerwerks ist eine immer währende Aufgabe", sagt Coulin.

In den sanierten Räumen des Torhauses und der Streichwehr sind derzeit Maler, Tischler und Elektriker am Werke. Sie richten auf zwei Etagen die Zimmer für die neue Dauerausstellung über die 800-jährige Geschichte der Festung her. Die Gebäudeteile gehören zur Westbebauung. 2012 hat der Freistaat mit der Sanierung des größten Gebäudeensembles auf dem Felsplateau begonnen. Weithin sichtbar strahlt die neu verputzte und gestrichene Außenfassade. Doch innen ist noch nicht alles fertig. "Im Neuen Zeughaus sind wir dabei, den Innenbereich herzustellen", berichtet Jens Schönfelder, SIB-Gruppenleiter Bau. Dort wird künftig das Militärhistorische Museum in Dresden eine Ausstellung gestalten. Ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

In diesem Jahr bringt der SIB die Planungen für das Friedenslazarett voran. Dort wird die Verwaltung der Festung vorübergehend einziehen, wenn die Georgenburg im nächsten Jahr im Inneren saniert wird. Wenn die Verwaltungsmitarbeiter in die renovierten Räume zurückkehren können, werden im Lazarett fünf Ferienwohnungen geschaffen. Rund 13 Millionen Euro wird der Freistaat investiert haben, wenn das große Sanierungsvorhaben Westbebauung zum Abschluss gekommen ist.

Seit der Eröffnung der Festung als Museum Ende Mai 1955 erklommen rund 29,6 Millionen Besucher das Felsplateau. Schon im Mittelalter gab es dort eine Burganlage. Die erste Erwähnung stammt von 1233. Im 16. Jahrhundert lebten dort Mönche, 1589 begann der Ausbau zur Festung. Der als uneinnehmbar geltende "Stein des Königs" war seitdem Zufluchtsort für Landesherren, sicheres Domizil für Kunstgegenstände und Staatsschatz sowie Ausflugsziel und Festort des Hofes. Zwischen 1591 und 1922 diente die Anlage auch als Staatsgefängnis und Kriegsgefangenenlager. Seit der Wende ist die Festung in Landesbesitz, Sachsen investierte bisher rund 59,2 Millionen Euro in die Sanierung der Gebäude auf dem Areal.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2015

Silvio Kuhnert

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