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Umland Der Bastei-Steg soll kommen – aber erst 2022
Region Umland Der Bastei-Steg soll kommen – aber erst 2022
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13:26 13.04.2019
Dr. Matthias Haß (CDU, l.), Finanzminister in Sachsen, und Jens Michel (CDU), finanzpolitischer Sprecher der CDU Fraktion im Sächsischen Landtag und lokal zuständiger Landtagsabgeordneter für die Region Sächsische Schweiz, stehen auf der Bastei (Lohmen), deren Aussichtsplattform zu Teilen gesperrt ist. Quelle: Daniel Förster
Lohmen

Seit die Aussichtsplattform der Bastei 2016 wegen des bröckeligen Sandsteins gesperrt wurde, ist immer wieder über Lösungskonzepte spekuliert worden. Das lag auch daran, dass die Planungen des Freistaats in den letzten Monaten weitgehend abseits der Öffentlichkeit liefen – bis jetzt: am Freitag hat Finanzminister Matthias Haß (CDU) den aktuellen Sachstand zur Aussichtsplattform im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Ein schwebender Stegs“

Der Freistaat sieht den Bau eines schwebenden Stegs vor, der sich nur im hinteren Bereich auf dem Basteifelsen abstützt. Denn dort ist das Gestein stabiler. „Die poröse Felsnase im vorderen Teil wird durch die Plattform nicht berührt, stattdessen schwebt sie in geringer Höhe frei über dem Sandstein“, so Haß.

Der Aussichtssteg soll 20 Meter lang und bis zu 3,5 Meter breit werden. Den bevorzugten Entwurf hat das Dresdner Büro „Curbach Bösche Ingenieurpartner“ ausgearbeitet. Der vom ehemaligen Besitzer des Berghotels Bastei, Dieter Schröter, beauftragte Entwurf wurde nicht berücksichtigt.

Ursprünglich hatte der Freistaat gehofft, in diesem Jahr mit dem Bau der Plattform in 200 Metern Höhe zu beginnen. Schon im November 2017 präsentierte Ex-Finanzminister Georg Unland (CDU) den ersten Entwurf. Die Planungen gerieten allerdings ins Stocken, der Baubeginn wurde auf 2022 verschoben. Grund dafür ist der Zustand des Sandsteinfelsens, der bedenklicher ist als bisher angenommen: „Die nötige Festigkeit des Untergrunds ist derzeit nicht gegeben, um mit dem Bau der Plattform zu beginnen“, sagte Haß.

Felsschichten müssen gesichert werden

Deswegen sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen notwendig, die voraussichtlich Ende 2020 beginnen und bis ins Jahr 2021 andauern. Mit bis zu 19 Meter langen Bohrpfählen sollen die Felsschichten gesichert, mit Textilbeton die Spalten und Klüfte geschlossen werden. Den Felsenfuß lässt der Freistaat außerdem gegen Steinschlag schützen und den Plattform-Belag im vorderen Felsabschnitt entfernen. Letzteres soll bereits zwischen Ostern und Pfingsten passieren.

Doch nicht nur der lockere Sandstein verkompliziert das Plattform-Projekt: Der Bau in der geschützten Kernzone des Nationalparks bringt auch einige Auflagen mit sich. Die Genehmigungsunterlagen wolle man bis April 2020 bei der Landesdirektion einreichen, wie Haß erklärte.

Kein Eintritt für die Plattform

Der Minister rechnet damit, dass die fertige Plattform 2022 kostenfrei begehbar ist. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei rund 2,5 Millionen Euro, davon sind allein zwei Millionen Euro für die Felssicherung vorgesehen.

„Die Sanierung für den Balkon Sachsens, die Bastei, ist ein zu begrüßendes Muss. Damit wird der weltbekannte Aussichtspunkt wiederhergestellt und die Erreichbarkeit des Aussichtspunktes verbessert“, meinte der Landtagsabgeordnete Jens Michel (CDU). „Die Bereitstellung der Bausumme ist ein klares Bekenntnis des Freistaates zu seiner weltbekannten Attraktion.“

Von Junes Semmoudi

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