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Das Radebeuler Lößnitzbad wird offene Badestelle

Kein Eintrittsgeld mehr Das Radebeuler Lößnitzbad wird offene Badestelle

Betriebsam geht es im Frühjahr in vielen Freibädern zu. Im Radebeuler Lößnitzbad laufen diesmal jedoch nicht die üblichen Vorbereitungen auf die Saison. Die Umkleiden werden geschlossen. Die Schwimminsel wurde abgebaut, auch Duschen, Lautsprecher und die Bronzestatue sind verschwunden.

Im Lößnitzbad stehen drastische Veränderungen an. Künftig ist kein Eintrittsgeld mehr fällig, dafür wurde das Aufsichtspersonal gestrichen.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. Betriebsam geht es im Frühjahr in vielen Freibädern zu. Im Radebeuler Lößnitzbad laufen diesmal jedoch nicht die üblichen Vorbereitungen auf die Saison. Die Umkleiden werden geschlossen. Die Schwimminsel wurde abgebaut, auch Duschen, Lautsprecher und die Bronzestatue sind verschwunden. Spielplatz und Kinderschwimmbecken sollen ebenfalls weg. Anwohner und Stammgäste vermuteten deshalb, das Anfang der 1950er Jahre aus einem Naundorfer Baggersee entstandene Bad werde still und heimlich für immer geschlossen.

„Nein, wir vollziehen nur den Wechsel von einem bewirtschafteten Naturbad in eine offene Badestelle“, erklärt Titus Reime, Geschäftsführer der Stadtbäder und Freizeitanlagen GmbH Radebeul (sbf). Künftig werde das Lößnitzbad statt der bislang üblichen Öffnungszeiten rund um die Uhr zugänglich sein – mit kostenfreiem Eintritt, aber ohne Badeaufsicht, also ähnlich wie in Moritzburg. Hauptgrund für die Änderung seien die Beschwerden von Besuchern, dass die Bäder zu spät oder gar nicht öffnen und auch zu zeitig wieder schließen. „Das ist die einzige Chance, um allen Nutzern gerecht zu werden. Künftig gibt es mit dem Lößnitzbad eine naturnahe Badestelle ohne Chlor, zu der man jederzeit kostenfrei kann, und das technisch hochwertige Bilzbad mit Betreuungspersonal, aber festen Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr“, so Reime, der verspricht, dass sich dadurch vorerst nichts an den Preisen im Bilzbad ändere. Am 2. März hatte er sich seine Pläne vom sbf-Aufsichtsrat absegnen lassen.

Die vielen Umbauten seien nötig, weil es sich nicht mehr um einen regulären Badbetrieb handele. Alles, was an Bewirtschaftung erinnere, müsse weg. Nur die Betonmauern und Treppen dürfen bleiben, um den sicheren Zugang zum Teich zu gewährleisten. Auch der erst vor wenigen Jahren gebaute Parkplatz gleich gegenüber bleibt den Besuchern kostenfrei erhalten. Und die Toiletten. „Wir wollen ja nicht, dass die Leute ihre Notdurft in Hecken oder dem Wasser verrichten“, sagt Reime – und kündigt an, dass die Klos trotzdem zweimal täglich durch sbf-Mitarbeiter gereinigt werden. Die werden sich auch täglich um die Entsorgung der Abfälle kümmern. Dass das Bad zu einer illegalen Müllkippe verkommt, glaubt er nicht. Dabei setzt er auch auf die Eigenverantwortung der Badbesucher.

Die benachbarte Gastronomie werde weiter durch den gleichen Pächter wie im Vorjahr betrieben. Da das Bad unrentabel arbeitet, erhält die sbf GmbH städtische Fördermittel. An deren Höhe ändere sich künftig nichts, obwohl diverse Anlagen und die Schwimmmeister wegfallen. „Wir investieren ja weiterhin ins Lößnitzbad“, begründet Reime. Die Toilettenanlagen werden erneuert, Pappeln gefällt und durch neue Begrünung ersetzt. Das Baden erfolge künftig auf eigene Gefahr. Darauf sollen 14 Hinweisschilder in deutscher und englischer Sprache aufmerksam machen. Auf Angler, Winterschwimmer und FKK-Bader werde sich die Änderung nicht negativ auswirken, ist Reime überzeugt. Am 13. Mai soll das Lößnitzbad mit regulärem Beginn der Badesaison öffnen.

Von Stefan Schramm

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