Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Das Moritzburger Landgestüt präsentiert seine traditionsreichen Hengstparaden auf einem neuen Platz

Das Moritzburger Landgestüt präsentiert seine traditionsreichen Hengstparaden auf einem neuen Platz

Am 7., 13. und 21. September ist es so weit, dann präsentieren sich jeweils ab 13 Uhr rund 100 Zuchthengste aus Sachsen und Thüringen während der Moritzburger Hengstparaden.

Voriger Artikel
Waldpädagogen unterrichten im Klassenzimmer unter freiem Himmel
Nächster Artikel
Pirna plant Einwohnerversammlung zum nächsten Doppeletat

Das Training für die diesjährigen Moritzburger Hengstparaden läuft auch Hochtouren. Hier probt die Dressurquadrille für ihren Auftritt.

Quelle: Peter Tendler

Moritzburg. Sie sind ein Höhepunkt in der Arbeit des Sächsischen Landgestütes und finden seit 90 Jahren statt - in diesem jahr zum ersten Mal in neuem Gewand.

Noch sind nicht alle Arbeiten in den Außenbereichen abgeschlossen. Aber der Paradeplatz in seinen neuen Maßen von 110 mal 50 Metern ist bereit für die große Schau der Hengste. Schon rein optisch hat sich also eine enorme Veränderung vollzogen. Mobile überdachte Tribünen an der Süd- und Westseite sowie das neue Terminalgebäude verleihen dem Platz ein völlig neues Aussehen.

"Dieser Umbau ist überaus gelungen", schätzt Gestütsleiter Matthias Görbert ein. Das betrifft zum einen die enorm verbesserten Bedingungen für Pferde und Reiter. Denn ein aufwändiges Kanalsystem unter dem Platz sorgt bei jeder Witterung für seine optimale Berittbarkeit. So wird der mit textilen Bestandteilen versetzte spezielle Sand je nach Bedarf be- oder entwässert. Ein interessantes Detail in diesem Zusammenhang ist die Entdeckung und Einbeziehung eines alten Brunnens.

Da sich die Zugänge zu den Tribünen mit den 16 Plätzen für Rollstuhlfahrer nunmehr an deren Rückseite befinden, sind die Zuschauer nun viel näher dran am eigentlichen Geschehen. Auch das Polizeiorchester, das seit vielen Jahren die Hengstparaden musikalisch begleitet, wird nicht nur zu hören, sondern erstmals auch zu sehen sein. So wurde das Obergeschoss des Terminalgebäudes mit einer Glasfassade versehen, die zu großen Teilen zu öffnen ist. Funktional durchdacht ist ebenfalls der sich daneben befindliche Raum für den Moderator der Paraden. "Die Fenster sind so angeordnet, dass ich sowohl mit dem Orchester Blickkontakt habe, als auch sehen kann, was an allen wichtigen Stellen passiert", erklärt Görbert.

Ebenso wurde die Farbgestaltung nicht dem Zufall überlassen. Das betrifft sowohl die Fassadenfarbe des Terminalgebäudes als auch die Farbe der Bestuhlung. "Für uns kam nur dieses Grün infrage", betont der Gestütsleiter. "Wir haben auch begonnen, die Geländer der Steintribüne in Anlehnung an die Fenster des Terminals grau zu streichen."

Für ein freundliches Grün sorgt die um den Platz neu gepflanzte Weißbuchenhecke. Apropos Grün: Nicht ein Baum aus dem alten Bestand musste wegen der Bauarbeiten gefällt werden. Und der hat eine lange Geschichte: 1924 gestaltete Landstallmeister Ernst August von der Wense die 1. Hengstparade. "Uns liegen der damals an das Wirtschaftsministerium gestellte Antrag und das Antwortschreiben vor", verrät Matthias Görbert. "Aufzeichnungen über die damalige Programmabfolge gibt es nicht, detaillierte Informationen können wir aber einem Zeitungsbericht von damals entnehmen."

Weitere Informationen dazu sowie zur Entwicklung des Paradeplatzes sind im Programmheft der diesjährigen Hengstparaden nachzulesen. "Besonders beeindruckend ist, wie die noch heute existierende Steintribüne an der Nordseite in den 1960er Jahren im Nationalen Aufbauwerk entstanden ist", erzählt der Gestütsleiter. "Mit der Kleinbahn wurden die Betonteile transportiert, dann auf Pferdewagen gepackt, zum Paradeplatz gefahren und dort mit viel Enthusiasmus aufgebaut." Die gegenüberliegende Stahl-Tribüne wurde 1985 errichtet. 1994 erhielt der Paradeplatz das erste Mal eine Drainage, die in den kompletten Umbau des Platzes integriert wurde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.08.2014

Hannelore Schuster

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Umland

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr