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Umland DNN-Wandervorschlag: Grabentour zu drei Lichtlöchern
Region Umland DNN-Wandervorschlag: Grabentour zu drei Lichtlöchern
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08:04 09.11.2018
Am IV. Lichtloch erwartet den Wanderer ein umfassend restauriertes Gebäudeensemble mit Huthaus und Treibehaus. Quelle: Frank Wehrmeister
Halsbrücke

Die Grabentour hat ihren Namen von einer in der Zeit von 1844 bis 1846 angelegten bergmännischen Anlage zur Bereitstellung von Aufschlagwasser zum Betreiben der Bergbaumaschinen. Der etwa 3,5 Kilometer lange Graben ist gut 1,6 Kilometer offen und verläuft sonst in untertägigen Röschen.

Neben der Wünschmann-Mühle in Krummenhennersdorf (Gemeinde Halsbrücke) befindet sich ein Wanderparkplatz. Etwa auf halber Strecke der Wanderung nach Reinsberg findet man die Reste des V. Lichtloches des Rothschönberger Stollns. Dieser diente der Entwässerung des Brander und Freiberger Bergbaureviers. Er hat eine Gesamtlänge von 50,9 Kilometer und ist mit acht Lichtlöchern ausgestattet. Neben dem Fundament des Schachthauses steht eine Infotafel. An einer Kreuzung verlassen wir später das Bobritzschtal und wandern am Campingplatz Reinsberg vorbei.

Vorbei an den Resten des Mausoleums der Familie von Schönberg und den Grundmauern eines alten Pulverturmes erreichen wir das Gelände des IV. Lichtloches. Das Gebäudeensemble mit Huthaus und Treibehaus ist umfassend restauriert und wird von einem Verein betreut, der auch Führungen anbietet. Wir gehen zur Brücke über den Dittmannsdorfer Bach hinab und biegen rechts ab. Unterhalb der Halde wandern wir nun auf der Trasse der ehemaligen Bimmelbahnstrecke zwischen Wilsdruff und Nossen entlang der Talstraße. Es geht am Gasthof vorbei bis zur Einmündung des Sandweges. Links führt vor der Klempnerei der Höhenweg aus dem Tal (Karte: Gelber Strich!). In einer S-Kurve biegen wir rechts auf einen Feldweg ab.

Dieser führt durch eine Senke und folgend auf den Betonplatten der Feldstraße an einzelnen Höfen vorbei. Hinter einem Waldstück können wir rechts einen Abstecher zum III. Lichtloch unternehmen. Am Abzweig auf der Höhe ist linker Hand eine Baumgruppe zu erkennen, wo sich ein Eingangsbogen und spärliche Mauerreste befinden. Zurückgekehrt, wandern wir „In den Feldern“ weiter zur Nordstraße, in die wir rechts einbiegen. Im Nachbarort Drehfeld gehen wir links und nutzen den ersten Waldweg erneut links. Wir folgen der Lindenallee immer am Waldrand entlang. Kurz vor Reinsberg haben wir einem schönen Blick auf das Schloss Bieberstein.

Über die Talstraße hinweg steigen wir ein Stück „Zur Siedlung“ auf, folgen jedoch sogleich dem alleeartigen Waldweg geradeaus. Dieser trifft genau zwischen der Kirche und dem Schloss in Reinsberg auf die Kirchgasse. Wir können nun rechts gehen und dem Forstweg zum Badepark folgen. Wir wandern auf der Kastanienallee weiter und haben mehrere Möglichkeiten zur Grabentour zurückzukehren und diese für den Rückweg zu nutzen. Alternativ laufen wir am Waldrand in Richtung Wolfsgrün und gehen erst in Sichtweite dieser Häuser scharf rechts an der Waldkante entlang bis zu einem Abzweig zweier Waldwege. Wir wählen den linken und erreichen nach kurzer Wanderung durch den Wald Krummenhennersdorf genau am Ortsschild in der Nähe des Ausgangspunktes. Mit dem III. Lichtloch ist die Runde gut 14 Kilometer lang, ohne den Abstecher etwa 2,5 Kilometer kürzer.

Hinweise: Wanderkarte Sachsen, Blatt 31 Tharandter Wald (Vertrieb durch Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden, Tel. (0351) 8283-0) oder Karte Nr. 45 von Sachsenkartographie Dresden GmbH; Info: https://www.viertes-lichtloch.de; VVO-Hotline: 0351/852 65 55; Die nach Wanderkarte erwartbaren Strich- und Punktmarkierungen entlang der Strecke sind zuletzt nur spärlich oder gar nicht vorhanden gewesen.

Von Frank Wehrmeister

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