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Umland Cowboys und Indianer erobern den Lößnitzgrund
Region Umland Cowboys und Indianer erobern den Lößnitzgrund
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16:54 10.05.2018
Die Tänzer Jordan Smith und Nicole Hill. Quelle: Anja Schneider
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Dresden/Radebeul

 Mit traditionellen Tänzen haben Indianer der Oneida Indian Nation am Himmelfahrtstag vor der Semperoper in Dresden auf die diesjährigen Karl-May-Festtage eingestimmt. Diese beginnen am Freitag in der Nachbarstadt Radebeul. Bis Sonntag verwandelt sich der Lößnitzgrund zum 27. Mal für drei Tage in eine abenteuerliche Welt wie aus Karl Mays Büchern. Cowboys und Halunken machen den Wilden Westen unsicher, indianische Tänzer geben Einblicke in ihre Kultur und orientalische Märchen entführen in den nahen und fernen Osten. Rund 30.000 Besucher werden zu dem dreitägigen Fest an diesem Wochenende erwartet.

Unter dem Motto „Helden, Träumer, Vagabunden“ stehen die Protagonisten und Geschichten des Abenteuerschriftstellers sowie jene Zeit, in der sie spielen, im Mittelpunkt. Der künstlerische Leiter der Festtage, Helmut Raeder, verspricht „Karl May pur“. In Camps und Westernstädten tobt das Leben wie im 19. Jahrhundert, als europäische Einwanderer die Prärien Nordamerikas eroberten und Cowboys mit ihren Viehherden umherzogen. Gesetzeslose dürfen da nicht fehlen. Sie lauern am Wegesrand, um den „Santa-Fe-Express“ (Lößnitzgrundbahn) zu überfallen. Den großen Bahnüberfall können Besucher am Sonnabend zweimal und am Sonntag einmal in Höhe der Grundmühle erleben.

Höhepunkt ist die Sternreiterparade

Einen besonderen Fest-Schwerpunkt bildet wieder die Vielfalt der indigenen Völker Nordamerikas. So lassen Vertreter von sechs indianischen Stämmen die Besucher auf der Waldlichtung „Kleine Feder“ an ihrer Kultur teilhaben: Häuptlinge und Tänzer der Oneida Indian Nation zeigen verschiedenste Tänze ihres Volkes. Vom Stamm der Lakota hat sich eine Delegation angekündigt. „Spektakulär sind die Le-La-La-Dancers der Kwakwaka’wakw Nation aus Kanada. Sie erwecken in ihren zeremoniellen Tänzen mit beeindruckenden Holzmasken die Legenden ihrer Vorfahren zum Leben“, informiert Raeder.

Wenn die Welt aus Karl Mays Büchern zum Leben erwacht, darf der Orient nicht fehlen. Wieder mit von der Partie ist der orientalische Basar. Dort entführt in diesem Jahr der aus dem Libanon stammende Geschichtenerzähler Jusuf Naoum mit orientalischen Märchen von Hacivat und Karagoz sein Publikum in die geheimnisvolle Welt des osmanischen Reiches. „Er ist der einzige in Deutschland tätige Basarerzähler“, so Raeder. Zudem werden Tänze aus Anatolien und vom Balkan geboten.

Bilder der Karl-May-Festtage 2017

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Bereits am ersten Tag der Karl-May-Festspiele erkunden zahlreiche Besucher die Spielorte. Unsere Kollegin hat sich mitten in die Menge begeben.

Traditioneller Höhepunkt der Festtage ist die große Sternreiterparade am Sonntag. Hunderte Reiter ziehen von den Landesbühnen Sachsen auf der Meißner Straße bis zum Festgelände.

Von Silvio Kuhnert

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