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Umland Coswiger Klinikum baut Untersuchungskapazitäten aus
Region Umland Coswiger Klinikum baut Untersuchungskapazitäten aus
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20:18 26.11.2018
Chefarzt Dr. Dirk Koschel steht im großen Untersuchungsraum vor dem Endoskopiegerät. Nach dem Umbau soll es zwei solcher Räume am Coswiger Klinikum geben. Quelle: Foto: Silvio Kuhnert
Coswig

Das auf Lungenkrankheiten spezialisierte Fachklinikum Coswig möchte seine Endoskopieabteilung auf den neuesten Stand der Technik bringen und zeitgleich die Untersuchungskapazitäten ausbauen. Rund 4,5 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme dafür. Am Montag konnte Chefarzt Dr. Dirk Koschel einen Fördermittelbescheid von rund 2,8 Millionen Euro von Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) in Empfang nehmen. Durch diesen Zuschuss ist die Finanzierung gesichert. Damit können die Bauarbeiten für die neue und doppelt so große Endoskopieabteilung beginnen. In rund einem Jahr soll sie fertig sein.

Rund 190 Quadratmeter ist die jetzige Abteilung groß. Sie verfügt über einen großen und einen kleinen Untersuchungsraum, eine Überwachungseinheit mit fünf Plätzen sowie einen Vorbereitungsraum. Bei der Endoskopie handelt es sich laut Chefarzt Dr. Koschel allgemein um die Spiegelung von Organen. Da das Coswiger Fachkrankenhaus die Diagnostik und die Behandlung von Erkrankungen des menschlichen Atmungsorgans zum Thema hat, geht es um die Lungen- und Bronchienspiegelung beispielsweise beim Verdacht auf Lungenkrebs oder Lungenfibrose. Oft wird dabei der Lunge auch eine Gewebeprobe entnommen.

Von den circa 7000 Patienten, die das Fachklinikum im Jahr stationär behandelt, nimmt die Abteilung von Dr. Koschel einen derartigen invasiven Eingriff bei rund 3600 vor – Tendenz steigend. „Vor zehn Jahren waren es noch 1000 weniger“, berichtete der Chefarzt. Die jetzigen Räumlichkeiten sind an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Zudem hat die Medizintechnik sich weiterentwickelt und die Anforderungen an diagnostische Instrumente sowie Hygiene sind gestiegen. Um den Erfordernisse der heutigen Zeit gerecht zu werden, muss die Endoskopie umgebaut und erweitert werden.

Derzeit befindet sich diese Untersuchungsabteilung im Erdgeschoss des Klinikgebäudes. Sie soll künftig im Anbau des OP-Traktes ihr neues Domizil finden. Dort waren bislang Umkleideräume für die rund 330 Mitarbeiter sowie eine Physiotherapie untergebracht. Beide müssen weichen. Auf rund 280 Quadratmetern Fläche entstehen in den kommenden Monaten zwei große und ein kleiner Untersuchungsraum sowie neue Vorbereitungs- und Aufwachräume. Die beiden letztgenannten sind erforderlich, da eine Lungenendoskopie entweder unter Vollnarkose oder unter Schlafmedikation vorgenommen wird und die Patienten nach dem Eingriff für eine gewisse Zeit überwacht werden müssen. Fertigstellung der neuen Endoskopie ist Ende 2019 geplant.

„Es wird ein fliegender Wechsel“, sagte Dr. Koschel. Denn die alte Endoskopie bleibt solange in Betrieb, bis die neue ans Netz geht. Danach werden die jetzigen Endoskopieräume bis Sommer 2020 zur Physiotherapie umgebaut, die während der gesamten Umbauzeit ein Interimsquartier im Haus bekommt. Für die Umkleide wurden bereits neue Räumlichkeiten geschaffen.

Mit Inbetriebnahme der neuen Endoskopieabteilung kann Dr. Koschel und sein Team künftig besser auf die Diagnostik infektiöser Patienten reagieren. So registriert das Klinikum eine Zunahme von Tuberkulosefälle – bis 2014 waren es im Schnitt 34 im Jahr, seither ist ein Anstieg auf 55 Patienten jährlich zu verzeichnen. Zudem stellen Infektionen mit multiresistenten Keimen eine Herausforderung dar. Durch den Umbau steht künftig ein Untersuchungsraum primär für diese Patienten zur Verfügung.

Von Silvio Kuhnert

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