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Coswig und Weinböhla starteten mit Empfängen ins neue Jahr

Investitionen in Kitas und Schulen Coswig und Weinböhla starteten mit Empfängen ins neue Jahr

Mit einem Neujahrstreffen und einem Neujahrskonzert starteten die Gemeinde Weinböhla und die Stadt Coswig ins neue Jahr. Weil beide Gemeinden durch Zuzug und Familiengründungen wachsen, kündigten beide Rathauschefs in ihren Reden Neue Investitionen in Kita und Schule an.

Beim 19. Neujahrstreffen in Weinböhla begrüßte Bürgermeister Siegfried Zenker (r.) unter anderem Rolf Schabloth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Meißen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Coswig/weinböhla. Traditionell begrüßten die Stadt Coswig und die Gemeinde Weinböhla mit Empfängen das neue Jahr. Während OB Frank Neupold (parteilos) am gestrigen Sonntagsnachmittag Bürger und Politikerkollegen zum Neujahrskonzert in der Börse begrüßte, fand in der Nachbarkommune am Vormittag mit Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU) im Zentralgasthof das bereits 19. Neujahrstreffen statt. Gemeinsam ist beiden Veranstaltungen, dass sich die beiden Rathauschefs sich mit Reden an die Anwesenden wenden.

Beide Kommunen wachsen. „Wir sind wieder die einwohnerstärkste Gemeinde im Landkreis Meißen“, sagte Weinböhlas Bürgermeister Zenker nicht ohne Stolz. Die jüngste Zahl aus dem Statistischen Landesamt stammt zwar aus 2016. Allein in den ersten Monaten des Jahres erlebte Weinböhla mit 10369 Einwohnern einen Zuwachs um 123 Bürger oder 1,2 Prozent im Vergleich zu Ende 2015. „Das war unser bislang größter Anstieg“, so Zenker. In der Nachbarstadt kann Amtskollege Neupold nicht nur Zuzug verbuchen, sondern die Coswiger entscheiden sich wieder mehr für eigenen Nachwuchs. „Die Geburtenrate in Coswig hat sich stabilisiert. 153 neu geborene Kinder sind eine Riesenfreude“, bilanzierte der Oberbürgermeister für 2017.

Mehr junge Familien mit Kindern stellt beide Kommunen vor Herausfordrungen. Denn die jetzigen Babys wollen bald in die Kita und danach in die Schule gehen. So hofft Neupold, dass die Bauarbeiten zur Erweiterung des Christlichen Kinderhauses St. Martin bald beginnen können und die Fertigstellung bis Pfingsten 2019 erfolgen kann. Des Weiteren „planen wir gemeinsam mit der Stadt Radebeul eine neue Kita mit 100 Plätzen, davon 36 für Coswig“, informierte Neupold.

In Weinböhla waren bis Ende Oktober vorigen Jahres 18 neue Betreuungsplätze im Evangelischen Kinderhaus durch eine Gebäudeerweiterung entstanden. Dabei wird es wohl nicht bleiben. Ein weiterer Bedarf an Plätzen kündigt sich an. Denn die im Dorf vorhandenen Kitaplätze sind bereits jetzt zu 96 Prozent belegt, wie Zenker berichtete. In diesem Jahr rückt aber erstmals die Grundschule des Ortes in den Mittelpunkt der Investitionstätigkeit. „Im Sommer beginnen wir mit der Erweiterung“, kündigte Zenker an. In einem eingeschossigen Separatbau entstehen auf dem Schulgelände fünf neue Klassenzimmer. Sie werden dringend benötigt. Denn zu Beginn des neuen Schuljahres werden über 100 ABC-Schützen erwartet.

Das Neujahrstreffen in Weinböhla stand erneut unter dem bewährten Motto „Miteinander reden“. Beim Neujahrskonzert in Coswig spielten Musiker der Kurt-Masur-Akademie der Dresdner Philharmonie Werke für Streicher und Bläser von Ferruccio Busoni, Carl Maria von Weber und Jacques Ibert sowie das Streichquintett G-Dur von Antonin Dvorak. In den beiden Neujahrsansprachen spielten dieses Mal auch die Veranstaltungsorte eine Rolle. 2018 ist ein Jubiläumsjahr für die Börse. „Vor 25 Jahren wurde sie frisch saniert wieder eröffnet“, erinnerte Neupold.

Der Zentralgasthof in Weinböhla ist nun komplett ausgebaut. Im bislang leerstehenden 2. Obergeschoss wurden für rund eine Million Euro im vergangenen Jahr neue Räume für die Bibliothek sowie ein Vereinsraum geschaffen. Bürgermeister Zenker kann allerdings noch nicht sagen, ab wann sie von den Weinböhlaern genutzt werden können. Es gebe Probleme mit dem Brandschutz, informierte er nur kurz.

Von Silvio Kuhnert

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