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Umland Citybus steuert im 30-Minuten-Takt Punkte in Pirnas Altstadt an
Region Umland Citybus steuert im 30-Minuten-Takt Punkte in Pirnas Altstadt an
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10:08 04.07.2017
Über den Marktplatz und am Rathaus vorbei steuerte Egbert Seffner auf der Jungfernfahrt den Citybus durch Pirnas Altstadt. Quelle: Daniel Förster
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Pirna

Der Citybus rollt durch Pirnas Altstadt. Am Montag um 8.30 Uhr saß Egbert Seffner hinter dem Steuer. Der Busfahrer musste nicht allein die Jungfernfahrt antreten. Gabriele Seiler-Wenzel betrat als erster Fahrgast den Minibus. „Es war sehr angenehm in dem kleinen wendigen Flitzer“, sagte die 63-Jährige, als der Stadtbus nach seiner Premierentour durch die Altstadt an der Anfangs- und Endhaltestelle am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) wieder ankam.

Als erster Fahrgast stieg Gabriele Seiler-Wenzel in den Minibus am ZOB-Bussteig elf ein. Quelle: Silvio Kuhnert

Im Halbstundentakt nimmt der Mercedes Sprinter ab 8.30 Uhr werktags bis 18.30 Uhr und am Sonnabend bis 14.30 Uhr ab dem Bussteig elf seine Fahrt auf. Er fährt zunächst vom ZOB zum Fähranleger und dem Elbeparkplatz, dann zum Steinplatz. Über Lange Straße und Babiergasse steuert der Kleinbus mit Sitzplätzen für rund 20 Fahrgäste den Markt an. Von dort aus geht es über Schloß-, Obere Burgstraße und Nicolaistraße eigentlich zur Breiten Straße, aufgrund der Baustelle am Friedenspark gegenwärtig zur Robert-Koch-Straße. Über Grohmannstraße und Gartenstraße fährt der Bus zurück zum ZOB. Acht Haltepunkte liegen auf seinem Weg. Der Citybus steuert zum VVO-Tarif (Einzelfahrtticket 2,30 Euro die Stunde) Bereiche der Altstadt an, die bislang von der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) mit der Stadtlinie nicht bedient werden konnten.

Sehr froh zeigte sich Christa Mühlbach, dass der Citybus endlich fährt. „Ich habe ihn sehnsüchtig erwartet“, sagte die 82 Jahre alte Copitzerin. Sie ist nicht mehr gut zu Fuß – auch wenn es vom ZOB zur Post oder Sparkasse an der Gartenstraße nur wenige hundert Meter sind. „Mich strengt das dermaßen an“, führte sie weiter aus, dass sie seit vielen Jahren nicht mehr in die Innenstadt kam – außer mit Hilfe eines Taxis. Auch auf dem Weihnachtsmarkt war sie zuletzt in der Adventszeit 2011. Damals testete die Stadt vier Wochen lang eine Altstadtlinie, die damals „Stadtstreicher“ hieß. „Der Citybus ist für ältere Leute eine echte Erleichterung. Wenn sie nicht mehr laufen können, waren sie bislang von der Altstadt abgeschnitten“, erklärte Mühlbach, die nun wieder zur Post und Sparkasse gelangen kann.

Der Bus bringe aber nicht nur für Senioren Vorteile. „Wie er sich so durch die Gassen schlängelt, ist schon etwas ganz Besonderes. Das sollten viele Touristen nutzen“, meint Seiler-Wenzel.

Zwei Jahre dauert die neue Testphase. Dass sich die Altstadtlinie dauerhaft etabliert, hänge nun von den Fahrgästen ab. „Sie müssen das Angebot rege nutzen“, informierte OVPS-Sprecherin Solveig Großer. Eine Vorgabe, wie viele Nutzer täglich einsteigen müssen, damit der Citybus auch nach Sommer 2019 als fester Bestandteil des Liniennetzes weiter rollt, gebe es nicht. Eine hundertprozentige Auslastung wäre das beste, so Großer. Rund 300 Fahrgäste können maximal an einem Werktag die Altstadtlinie nutzen. Bei einem regen Zuspruch wäre nach der Testphase auch eine Erweiterung der Linienführung denkbar. Dafür ist aber der Einsatz eines weiteren Busses notwendig. Für den zweijährigen Testbetrieb des jetzigen Diesel-Fahrzeuges übernimmt die Stadt Pirna mit fast 183 000 Euro die Hälfte der Kosten.

Von Silvio Kuhnert

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