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Cartoonist Lutz Richter erfüllt sich einen Traum im Ruhestand

„Es wird gelacht und dann ist es gut“ Cartoonist Lutz Richter erfüllt sich einen Traum im Ruhestand

In Zeiten wie diesen, wo sich die Ereignisse im Weltgeschehen manchmal überschlagen, gibt es für Karikaturisten besonders viel zu tun. Auch der Radebeuler Cartoonist Lutz Richter setzte sich in seinen Zeichnungen schon mit der sogenannten Flüchtlingskrise, dem Verhältnis zwischen EU und Türkei sowie mit den Entwicklungen im Internet auseinander.

Der Radebeuler Cartoonist Lutz Richter

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. In Zeiten wie diesen, wo sich die Ereignisse im Weltgeschehen manchmal überschlagen, gibt es für Karikaturisten besonders viel zu tun. Auch der Radebeuler Cartoonist Lutz Richter setzte sich in seinen Zeichnungen schon mit der sogenannten Flüchtlingskrise, dem Verhältnis zwischen EU und Türkei sowie mit den Entwicklungen im Internet auseinander. Noch bis zum 28. April sind 64 seiner Zeichnungen in den Sparkassenfilialen auf der Hermann-Illgen-Straße 28 und an den Sidonienhöfen 5 zu sehen. „Er schaut dabei hinter die äußere Fassade und provoziert erhellendes und befreiendes Lachen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Seit 2015 ist Lutz Richter, welcher seine Zeichnungen mit dem Kürzel „RIL“ versieht, freiberuflicher Cartoonist. Er traf diese Entscheidung, kurz nach dem sein Ruhestand begann. Geboren in Annaberg-Buchholz absolvierte der heute 63-Jährige eine Ausbildung zum Porzellanmaler und arbeitete viele Jahre in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen. Erst als Leiter der Malerei und ab 2008 schließlich als Geschäftsführer der Manufaktur. Gezeichnet hat er aber schon immer. Was als Nebentätigkeit begann, ist nun hauptberufliches Hobby. „Ich betreibe die Sache ernsthaft und wünsche mir auch eine überregionale Bekanntheit“, gibt sich Richter ehrgeizig. Einige Erfolge konnte er bereits erzielen. So ergatterte er einen Platz in der Karikaturenausstellung der Sächsischen Zeitung und soll nach Aussagen der Jury wohl auch recht weit vorn gelegen haben. Eine genaue Platzierung bekam er nicht mitgeteilt.

Doch mit seinen eigenen Ausstellungen ist er bisher am erfolgreichsten. Erst im Sommer konnten Besucher des Kulturbahnhofes seine Karikaturen bestaunen und nun hängen sie in den Sparkassenfilialen. Auch online ist „RIL“ zu finden. Er betreibt eine eigene Seite bei Facebook. „Erst hatte ich ein ungutes Gefühl bei der Sache, doch es läuft richtig gut. Das Leserverhalten ist eben inzwischen ein anderes“, erklärt Richter. Inspirationen für seine Zeichnungen holt er sich vor allem aus den Nachrichten. Am Morgen werden sämtliche Nachrichtenportale durchforstet und ist etwas dabei, was die Gemüter erregt, dann wird gezeichnet. In der Welt der politischen Karikaturen muss schnell reagiert werden. Bis 18 Uhr wird der fertige Cartoon zu den Agenturen und Redaktionen geschickt und dann heißt es Glück haben. Feedback gibt es nicht. „Wenn es nicht gedruckt wird, verschwindet der Cartoon im Nirvana“, erklärt Lutz Richter. Auch sei die Nachfrage nicht mehr so groß, wie beispielsweise zu DDR-Zeiten.

„Eine Karikatur wird hingenommen, es wird gelacht und dann ist es gut“, weiß Richter. Selten sei sie für die Wohnzimmerwand geeignet. Doch es gibt auch Ausnahmen. Wer eine ganz persönliche Karikatur haben möchte, ist bei Lutz Richter an der richtigen Adresse. Er setzt auch Auftragsarbeiten um. Bis zu 200 Euro lässt er sich ein Original kosten. Kunst hat eben seinen Preis. Meist arbeitet er mit Bleistift und Fineliner, hin und wieder auch mit Acryl. Große Arbeiten koloriert er am Computer. Eine Skizze dauert meist nicht lang, etwa eine halbe Stunde. Das Ausmalen und die Detailarbeiten sind dann schon zeitintensiver. Gezeichnet hat „RIL“ schon seit Kindheitstagen. Dabei stellte die Karikatur schon immer einen besonderen Reiz für ihn dar. Die Entscheidung, sich vor eineinhalb Jahren damit selbstständig gemacht zu haben, bereue er nicht. Er weiß, dass er spät dran sei, um eine Bühne zu bekommen. Doch es läuft gut. Kürzlich war er Gast der Room & Style Messe in Dresden und malte live vor Ort. Auch ein drei Meter langes Banner für das Benefizkonzert der evangelischen Grundschule Radebeul wurde von ihm gestaltet.

Die Regale in seinem Atelier unterm Dach sind gefüllt mit Karikaturenbüchern. An den Wänden hängen eigene Zeichnungen, die Cartoons sind sorgfältig in Schubladen verteilt. Katze Cosel leistet ihm gern beim Malen Gesellschaft. „Das ist meine Welt“, lächelt Lutz Richter zufrieden und blickt stolz auf seinen Stapel Zeichnungen.

Karikaturen online: www.facebook.de/Lutz Richter RIL Cartoons

Von Lisa-Marie Leuteritz

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