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Umland Caritas baut Beratungszentrum für 864 000 Euro
Region Umland Caritas baut Beratungszentrum für 864 000 Euro
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10:07 04.07.2017
Blick zum früheren Eingang des Gebäudes an der Ludwig-Richter-Straße. Wenn das Beratungszentrum fertig ist, geht es über den Hinterhof ins Gebäude. Quelle: L. Leuteritz
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Meissen

Das passiert auf Baustellen auch nicht alle Tage. Der offizielle Baustart des neuen Beratungs- und Begegnungszentrums des Caritasverbandes Meißen e.V. wurde am 3. Juli von Pfarrer Dr. Bernhard Diettrich gesegnet. Mit Gebeten, Gesängen und Weihwasser. Etliche Interessierte und Mitglieder des Wohlfahrtsverbandes beobachteten das Geschehen.

Insgesamt werden 864 000 Euro in das alte Gebäude an der Ludwig-Richter-Straße 1 investiert. Davon werden 490 000 Euro von Bund und Land gefördert, 122 455 Euro zahlt die Stadt und noch einmal rund 252 000 Euro steckt die Caritas in das Projekt. Weitere Eigenmittel des Verbandes werden später in die Ausstattung fließen. Den Zuwendungsvertrag unterzeichnete Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) gemeinsam mit Geschäftsführerin Astrid Winkler bereits im April. Nun kann es endlich mit dem Bau losgehen.

Zurzeit sind die Dienste der Caritas, wie beispielsweise Schuldnerberatung, Hospizarbeit und Sozialberatung auf drei Standorte in Meißen verteilt. Ab Herbst 2018 sollen nun alle sozialen Hilfsangebote unter einem Dach zu finden sein. Gleich gegenüber ist der Bahnhof und auch die Sozialbehörden sind ganz in der Nähe. Dadurch ist das Zentrum in Zukunft leichter für Ratsuchende zu erreichen. Auch die Geschäftsstelle des Verbandes wird im Gebäude untergebracht.

Das Haus an der Ludwig-Richter-Straße hat schon so einige Geschichten zu erzählen. „Nun kommt eine weitere Geschichte dazu“, freut sich Architekt Stefan Bunke. Er forschte bereits im Stadtarchiv zur Geschichte des Hauses und fand heraus, dass es 1860 erbaut worden ist und anschließend bis in die 1950er Jahre als Bäckerei und Café genutzt wurde. Anschließend richtete sich ebenfalls ein Sozialverband ein und blieb dort bis in die 1990er Jahre.

Nun wird wieder alles anders. Im Erdgeschoss entsteht ein großer Mehrzweckraum, der als Gruppenraum genug Platz für Veranstaltungen und Bildungsangebote mit sozialen Themen bietet. Im Obergeschoss und unterm Dach entstehen Büros und Räume für die Verwaltung. Der Eingang, wie er die vergangenen Jahrzehnte genutzt worden ist, wird in den Hinterhof verlegt. Parkplatz sowie Erdgeschoss werden barrierefrei gebaut. Oberbürgermeister Olaf Raschke freut sich vor allem darüber, dass die Stadt durch den Umbau ein weiteres Altgebäude sanieren kann und das Stadtbild an solch einer zentralen Stelle aufgewertet wird. Er selbst kenne das Haus seit sehr vielen Jahren, sei aber zuvor noch nie drin gewesen.

Nach den Ausführungen von OB Olaf Raschke und Architekt Stefan Bunke wurde die Baustelle gesegnet.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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