Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Campingplatz am Brettmühlenteich soll geräumt werden

Risiko: Campingplatz am Brettmühlenteich soll geräumt werden

Für die Camper am Brettmühlenteich kommt es wohl dicker als gedacht. Dass nach dem Rückzug der letzten Kaufinteressenten die Campingsaison 2017 ins Wasser fällt, war bereits bekannt. (DNN berichteten) Nun aber zeichnet sich ab, dass der gemeindeeigene Campingplatz komplett beräumt werden soll.

Voriger Artikel
“Der Zauber im Weinberg“
Nächster Artikel
Geknickte Fahrbahn soll vorm Rasen auf der Külz-Straße in Pirna abhalten

Am Brettmühlenteich soll Schluss mit Campen sein

Quelle: Archiv

Zschorna. Für die Camper am Brettmühlenteich kommt es wohl dicker als gedacht. Dass nach dem Rückzug der letzten Kaufinteressenten die Campingsaison 2017 ins Wasser fällt, war bereits bekannt. (DNN berichteten) Nun aber zeichnet sich ab, dass der gemeindeeigene Campingplatz komplett beräumt werden soll. Lediglich den Badebetrieb will die Gemeinde im kommenden Sommer über eine Privatperson absichern lassen. Die weiteren Zukunftsaussichten sind vage.

Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderates hatte sich im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung mit dem Reizthema Naherholungszentrum (NEZ) befasst und die Knackpunkte aufgelistet. Darunter ist auch ein Ekelproblem. Aufgrund der hohen Differenzen zwischen Frischwasserverbrauch und Fäkalienabfuhrmenge bestehen Zweifel an der Dichtheit der Klärgruben. Ein sensibles Thema ist auch der Brandschutz. So sollen die Abstände zwischen den teilweise mit üppigen Umbauungen versehenen Wohnwagen zu gering sein. Außerdem habe sich durch die im Laufe der Jahre erfolgten Anbauten die Brandlast gravierend erhöht. Zu enge Brandschutzschneisen und die unzureichende Löschwasserversorgung werden ebenfalls ins Feld geführt. Obwohl der Platz mit Dauercampern über die Jahre hinweg gut ausgelastet war und die Kommune dadurch eine sichere Einnahmequelle hatte, gibt es einen enormen Investitionsrückstau. Dieser betrifft die gesamte Platzinfrastruktur und wird seitens der Gemeinde aktuell mit 200000 Euro beziffert. Zu guter Letzt sieht sich die Gemeindeverwaltung mangels fachlicher und personeller Voraussetzung nicht in der Lage, den Platz wirtschaftlich zu betreiben. Trotz dieser eher schlechten Ausgangssituation hält Bürgermeister Dirk Mocker (parteilos) weiter am Ziel fest zukünftig einen Campingplatz am Standort NEZ zu etablieren. Mittels Bebauungsplan soll ein eventueller Investor die notwendige baurechtliche Sicherheit erhalten. Zunächst aber gilt: Die jetzige Platzstruktur ist für die Gemeinde ein zu großes Sicherheits- und Finanzrisiko. Weshalb im Interesse einer zukünftigen Weiternutzung der Fläche der Platz geräumt werden muss, so die Begründung.

Ein nicht unwichtiger Aspekt bei diesem Planspiel sind jedoch die Dauercamper. Für ein Großteil von ihnen ist das NEZ seit Jahrzehnten ein zweites Zuhause. Die einst von der Gemeinde Dobra gepachteten Parzellen wurden von Generation zu Generation vererbt und im Laufe der Jahre mit teils erheblichen Kostenaufwand ausgebaut. Dafür liegen in etlichen Fällen amtliche Baugenehmigungen vor. Mitunter wurden Anbauten auch per Handschlag durch einen früheren Bürgermeister legitimiert oder Schwarzbauten einfach nur stillschweigend geduldet. Ob die Camper nun einfach kampflos das Feld räumen, muss man daher abwarten.

Auch deshalb, weil es noch immer einen kleinen Funken Hoffnung gibt. Die Interessengemeinschaft Brettmühlenteich, ein Zusammenschluss verschiedener Nutzergruppen, sucht nach wie vor den Gesprächskontakt mit der Gemeindeverwaltung.

Von Werner Peters

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Umland

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

12.12.2017 - 13:55 Uhr

Schwarz-gelber "dynamischer Dresscode" für eine spezielle Dynamo-Choreo.

mehr