Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Bü90/Grüne: Zu wenig Radwege in Kamenz und Umgebung
Region Umland Bü90/Grüne: Zu wenig Radwege in Kamenz und Umgebung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 25.04.2016
In und um Kamenz ist das Radwegenetz noch nicht gut ausgebaut. Quelle: Foto: U. Menschner
Anzeige
Kamenz

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im sächsischen Landkreis sorgt sich um die Sicherheit der Radfahrer in Kamenz und Umgebung. Darauf deutet zumindest der Umstand hin, dass ihre verkehrspolitische Sprecherin Katja Meier ein ganzes Paket von Anfragen zu diesem Thema an die Staatsregierung abgeschickt hat. Die Antworten schätzt sie als wenig befriedigend ein.

Kamenz. „Geld für den Radwegebau ist vorhanden - was fehlt, sind das Engagement des Ministers und ausreichend Planer im zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr.“ Dieses Fazit zieht die Grünen-Landtagsabgeordnete Katja Meier aus den Antworten, die sie auf ihren Fragenkatalog zur Radwegsituation rund um Kamenz bekommen hat.

Detailliert hatte die verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion aufgelistet, wo sie überall Handlungsbedarf sieht: An der Staatsstraße (S) 95 zwischen Kamenz und Oßling ebenso wie an der S 100, die von der Lessingstadt in Richtung Bautzen führt; gleichfalls auch an den Weiterführungen der beiden Staatsstraßen in Richtung Pulsnitz (S95) sowie Königsbrück (S 100). Die gewonnenen Erkenntnisse sind jedoch ernüchternd: „Damit die Radwege an den Staatsstraßen 95 und 100 in Kamenz und Umgebung endlich durchgängig gebaut werden, braucht es noch viel politischen Druck“, wie Katja Meier resümiert. Unverständlich findet sie es beispielsweise, dass mit dem Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Kamenz-Gersdorf (in Richtung Pulsnitz) noch immer nicht begonnen wurde: „Seit mindestens zehn Jahren werden die Anwohnerinnen und Anwohner vertröstet. Es ist bitter, dass ein eventueller Baubeginn immer noch nicht benannt werden kann.“

Hohen Handlungsdruck sieht Katja Meier auch entlang der Königsbrücker Straße (S 100) zwischen Kamenz und Brauna bzw. Liebenau: „Lediglich ein wenige hundert Meter langes Teilstück zwischen der Ortslage Kamenz und dem Abzweig Schwosdorfer Straße befindet sich in Planung.“ In den Sternen stehe auch noch der Lückenschluss zwischen den Enden der vorhandenen Radwege in Thonberg und Panschwitz-Kuckau (S 100 Richtung Bautzen). Doch immerhin gebe es auch Lichtblicke: „Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten für die Fortführung der Radwege entlang der S 95 zwischen Weißbach und Gersdorf sowie zwischen Zschornau und Milstrich beginnen.“ Für den letztgenannten Abschnitt haben sie zwischenzeitlich begonnen. Dies kann laut Katja Meier jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es „am Engagement des zuständigen Ministers Martin Dulig (SPD) und an ausreichend Planern im Lasuv“ fehle. Der Radwegbau scheitere nicht in erster Linie an fehlendem Geld, sondern „an der mangelnden Fähigkeit des Amtes, die zur Verfügung stehenden Mittel sachgerecht einzusetzen.“

Dass Radfahrer auf den genannten Streckenabschnitten überdurchschnittlich gefährlich leben, geht aus den Antworten des Verkehrsministers Dulig an die Abgeordnete Meier jedoch nicht hervor. So ereigneten sich zwischen Zschornau und Oßling seit 2013 zwei Unfälle mit Radfahrern, auf den Strecken in Richtung Panschwitz-Kuckau, Königsbrück und Pulsnitz jeweils einer.

Der Lückenschluss zwischen diesem Radwegende bei Panschwitz-Kuckau und dem bei Thonberg an der S 100 in Richtung Bautzen steht noch in den Sternen.

Von Uwe Menschner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Umland Finanzielle Schieflage der Flight Design GmbH - Insolvenzverfahren eröffnet

Das Amtsgericht Cottbus hat das Insolvenzverfahren über die Flight Design GmbH eröffnet. Das Unternehmen mit Sitz in Wildau (Landkreis Dahme-Spreewald) und einem Produktionsstandort in Kamenz war nach einem Zahlungsausfall in finanzielle Schieflage geraten.

24.04.2016

„Meißen ist an der Reihe“, sagt Andrè Adami. Für das Berliner Büro der Bulwiengesa AG hat er eine Studie erstellt, in der die Porzellanstadt als Immobilienstandort untersucht wird. Die Studie ist als Köder gedacht, mit der die Stadt Investoren anlocken will, die auf dem Dresdner Markt nicht zum Zuge kommen.

23.04.2016
Umland Zeitsprung in den Barock - Pirnaer machten Canaletto-Bild lebendig

Pirnaer machten Canaletto wieder lebendig. Am Freitag verharrten Mitglieder des Vereins „Der Retter der Stadt Pirna - Theophilus Jacobäer“ für einen Augenblick in der auf Leinwand gebannten Position.Sie stellten das Canaletto-Bild „Der Marktplatz zu Pirna“ nach. Später fielen noch die Schweden ein.

23.04.2016
Anzeige